Magnin FC Basel – nach der 1:3-Pleite bei RB Salzburg in der Europa League nimmt Trainer Ludovic Magnin kein Blatt vor den Mund. Der Schweizer Meister erlebte am 22. Januar 2026 einen desaströsen Auftritt und steht nun mit dem Rücken zur Wand.
Was sagte Magnin nach dem Debakel?
Magnin FC Basel ging mit sich und der Mannschaft hart ins Gericht: „Die erste Halbzeit war erschreckend schwach. Die Liebe zum Fußball habe ich heute nicht gespürt.“ Der Coach räumte ein, dass die Entwicklung seit November stagniert und er selbst „andere Zugänge finden“ müsse. David Degen kommentierte beim Verlassen der Tribüne knapp: „So reicht es einfach nicht.“
Das Wichtigste in Kürze
✓ Ergebnis: RB Salzburg 3:1 FC Basel (Europa League, 7. Spieltag)
✓ Halbzeitstand: 3:0 – desaströser FCB-Auftritt
✓ Tore: Alajbegovic (4., 12.), Krätzig (35.); Agbonifo (71.)
✓ Magnin-Kritik: „Kollektiv desolat, Fehler auf diesem Niveau selten gesehen“
✓ Europa League: Basel mit 6 Punkten auf Platz 26
✓ Nächstes Spiel: Klassiker gegen FC Zürich (Sonntag, 16:30 Uhr)
📖 Lesezeit: 5 Minuten
Magnin FC Basel: „Die Liebe zum Fußball habe ich nicht gespürt“
Es war ein Auftritt zum Vergessen. Der FC Basel wurde in Salzburg in der ersten Halbzeit regelrecht vorgeführt. Bereits nach 12 Minuten stand es 0:2, nach 35 Minuten 0:3. Der Schweizer Meister hatte dem Pressing-Fußball der Salzburger nichts entgegenzusetzen.
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„Solche Spiele gewinnst du nicht mit Taktik und Technik, sondern im Kopf“, analysierte Magnin FC Basel nach der Partie bei SRF. „Die erste Halbzeit war erschreckend schwach. Wir haben viele Aktionen von Salzburg mit Fehlern selbst eingeleitet.“
Magnin FC Basel: Schonungslose Selbstkritik des Trainers
In der Pressekonferenz sprach Magnin Klartext. Der 46-Jährige ging mit sich und seinem Team hart ins Gericht:
„Es ist das Selbstbewusstsein und das Selbstverständnis, das fehlt. Die Liebe zum Fußball habe ich heute auch nicht gespürt.“
Der Romand erkannte früh, dass das Spiel aus dem Ruder lief: „Ab der 20. Minute habe ich gemerkt, dass vieles schiefläuft.“ Er vermisste die Grundlagen des Fußballs – Einsatz, Leidenschaft, Zweikampfstärke.
| Minute | Ereignis | Spielstand |
|---|---|---|
| 4′ | Alajbegovic (nach Daniliuc-Fehlpass) | 1:0 |
| 12′ | Alajbegovic (Wundertor) | 2:0 |
| 35′ | Krätzig | 3:0 |
| HZ | Desaströse FCB-Halbzeit | 3:0 |
| 71′ | Agbonifo (Ehrentreffer) | 3:1 |
Magnin FC Basel räumt Entwicklungsstillstand ein
Besonders alarmierend: Magnin FC Basel stellte bei seiner Mannschaft eine Stagnation fest. „Bis Oktober haben wir sicherlich einen sehr guten Fußball gespielt“, sagte der Trainer. „Seit Mitte November geht die Entwicklung nicht mehr in die richtige Richtung. Das müssen wir uns nicht schönreden.“
Die Bilanz ist erschreckend: In den letzten zwölf Spielen gelangen dem Schweizer Meister nur drei Siege. Das 1:3 in Salzburg war bereits der dritte „Ausrutscher“ nach den Niederlagen in Lugano (1:3) und Lausanne (1:5).
„Wir sind nicht da, um Alibis zu suchen“, betonte Magnin. „Da muss ich mich auch selbst hinterfragen und andere Zugänge finden, damit die Mannschaft wieder Aufwachmomente erhält.“
Sportchef Stucki zählt Magnin FC Basel an
Auch Sportdirektor Daniel Stucki fand nach dem Debakel deutliche Worte. „Es war ein desolater Auftritt in der ersten Halbzeit“, sagte er bei blue Sport. „Solche unerklärlichen Auftritte haben sich gehäuft.“
Anders als noch im Dezember, als Stucki dem Trainer den Rücken stärkte, gab es diesmal keine Jobgarantie mehr: „Wir müssen das jetzt sauber analysieren und dann werden wir unsere Schlüsse ziehen.“
FCB-Präsident David Degen fasste die Stimmung beim Verlassen der Tribüne in wenigen Worten zusammen: „So reicht es einfach nicht.“
Magnin FC Basel vor dem Schicksalsspiel
Der Klassiker gegen den FC Zürich am Sonntag (26. Januar, 16:30 Uhr) wird zum Schicksalsspiel für Magnin FC Basel. Eine weitere Niederlage könnte das Ende seiner Amtszeit bedeuten.
„Wir sind in einer schwierigen Situation momentan, wir sind jetzt auf der Rasierklinge, an der Kante – und sie kann auf beide Seiten kippen“, räumte Magnin ein. „Man muss ehrlich sein im Fußball. Diese Durchhalteparolen, diese Alibi-Parolen – dafür bin ich nicht da.“
Wie auch bei anderen Trainer-Geschichten im europäischen Fußball zeigt sich: Die Geduld mit Coaches ist begrenzt. Ähnlich wie bei Schalkes Aufstiegskampf kann sich die Lage schnell ändern – in beide Richtungen.
Hoffnungsschimmer: Duranville-Leihe von Dortmund
Immerhin gibt es eine positive Nachricht für den FCB: Julien Duranville, 19-jähriger belgischer Nationalspieler, wurde kurz vor dem Salzburg-Spiel von Borussia Dortmund ausgeliehen. Der Flügelspieler ist für den Klassiker gegen Zürich bereits spielberechtigt.
„Laut Informationen aus Dortmund ist er körperlich topfit“, sagte Magnin. Der Transfer wurde von Fans als „Masterclass“ bezeichnet – FCB-Präsident Degen als „König“ gefeiert.
Häufige Fragen zu Magnin FC Basel
Was hat Magnin nach dem Salzburg-Spiel gesagt?
Wie steht der FC Basel in der Europa League?
Ist Magnins Job in Gefahr?
Wer ist Julien Duranville?
Wann spielt der FC Basel als nächstes?
Fazit: Magnin FC Basel am Scheideweg
Die 1:3-Niederlage in Salzburg war ein Tiefpunkt für den Schweizer Meister. Magnin FC Basel hat die Probleme klar benannt – Stagnation seit November, fehlende Leidenschaft, individuelle Fehler. Die Frage ist nun, ob der 46-Jährige die Wende schaffen kann.
Der Klassiker gegen Zürich wird zur Bewährungsprobe. „Aktuell sind wir in einem Abenteuer, das etwas weniger Spaß macht“, gestand Magnin. „Aber wir geben sicherlich alles, damit wir am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen.“
Für den FCB geht es nicht nur um drei Punkte – es geht um die Richtung der gesamten Saison.
Autor: Redaktion Mindelmedia News | Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2026 | Quellen: kicker, SRF, blue Sport, FC Basel