Der Schneerekord Wallis ist Realität geworden: In La Creusaz, einem malerischen Ort im Kanton Wallis, wurden beeindruckende 235 Zentimeter Schnee gemessen. Diese außergewöhnliche Schneemenge wurde am 20. Februar auf einer Höhe von 1720 Metern verzeichnet und stellt den höchsten Wert seit 37 Jahren dar. Trotz der Freude über den vielen Schnee bleibt die Lawinengefahr in der Region weiterhin ein ernstes Problem.

+
Was sind die Ursachen für diese außergewöhnlichen Schneefälle im Wallis?
Die extremen Schneefälle im Wallis sind auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen. Zum einen spielten anhaltende Niederschläge eine Rolle, die über mehrere Tage hinweg immer wieder für Schneefall sorgten. Zum anderen trugen die tiefen Temperaturen dazu bei, dass der Schnee nicht schmolz und sich stattdessen immer weiter anhäufte. Die geografische Lage des Wallis begünstigt zudem Staueffekte, bei denen feuchte Luftmassen an den Bergen aufsteigen und abkühlen, was zu verstärkten Niederschlägen führt.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Aktenzeichen: az im
Zusammenfassung
- In La Creusaz wurde ein neuer Schneerekord von 235 Zentimetern gemessen.
- Es ist die höchste Schneemenge seit 37 Jahren.
- Die Lawinengefahr in der Region ist weiterhin hoch.
- Die Schneefälle sind auf anhaltende Niederschläge, tiefe Temperaturen und Staueffekte zurückzuführen.
Aktuelle Situation in La Creusaz und im Wallis
Die Rekordschneemenge in La Creusaz hat natürlich Auswirkungen auf das tägliche Leben und den Tourismus in der Region. Während sich Skifahrer und Snowboarder über die ausgezeichneten Schneeverhältnisse freuen, stellt die hohe Schneelast eine Herausforderung für die Infrastruktur dar. Straßen müssen regelmäßig geräumt werden, und auch die Dächer der Häuser sind durch die Schneemassen stark belastet. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, vorsichtig zu sein und sich über die aktuelle Lawinensituation zu informieren. Wie Blick berichtet, sind die Rettungsdienste in erhöhter Alarmbereitschaft. (Lesen Sie auch: Kläranlage Skandal: Geheime Wellness-Oase in Bülach Entdeckt!)
Die Lawinengefahr im Wallis wird derzeit als erheblich eingestuft. Dies bedeutet, dass spontane Lawinenabgänge möglich sind und auch größere Lawinen ausgelöst werden können. Besonders gefährdet sind ungesicherte Hänge und Steilhänge. Skifahrer und Snowboarder sollten daher unbedingt die markierten Pisten nicht verlassen und sich vorab über die aktuelle Lawinenlage informieren. Informationen dazu sind beispielsweise beim Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF erhältlich. Es ist ratsam, sich an die Empfehlungen der Experten zu halten und keine unnötigen Risiken einzugehen.
Die Lawinengefahr im Wallis wird derzeit als erheblich eingestuft. Informieren Sie sich vorab über die aktuelle Lawinenlage und vermeiden Sie ungesicherte Hänge.
Vergleich mit früheren Schneefällen im Wallis
Der aktuelle Schneerekord im Wallis ist bemerkenswert, aber nicht der höchste jemals gemessene Wert. In der Vergangenheit gab es immer wieder Perioden mit extremen Schneefällen. Allerdings sind solche Ereignisse in den letzten Jahrzehnten seltener geworden, was auf den Klimawandel zurückzuführen sein könnte. Die aktuellen Schneeverhältnisse in La Creusaz erinnern an die Winter der 1980er Jahre, als es ebenfalls außergewöhnlich viel Schnee gab. Ein Vergleich mit den Daten aus dieser Zeit zeigt, dass die Schneemengen in diesem Jahr ähnlich hoch sind.
Die Messung von Schneehöhen ist eine wichtige Aufgabe, um die Entwicklung des Klimas zu dokumentieren und die Auswirkungen auf die Umwelt zu verstehen. Die Daten werden von verschiedenen Institutionen gesammelt und ausgewertet, darunter auch MeteoSchweiz. Diese Daten liefern wichtige Erkenntnisse über die Veränderungen des Schneefalls und die Auswirkungen auf die Wasserressourcen in den Alpen. Die aktuellen Schneefälle im Wallis sind ein deutliches Zeichen dafür, dass extreme Wetterereignisse auch in Zukunft auftreten können und dass es wichtig ist, sich auf diese vorzubereiten. Laut einer Analyse von SRF Meteo, tragen die steigenden Temperaturen langfristig zu einer Veränderung des Niederschlagsmusters bei. (Lesen Sie auch: Uetliberg Party: Darum Verteidigt Zürich die Partys)
Auswirkungen des Schneerekords auf den Tourismus
Der Schneerekord im Wallis hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Tourismus. Einerseits freuen sich die Betreiber von Skigebieten und Hotels über die hohe Nachfrage von Wintersportlern. Die ausgezeichneten Schneeverhältnisse locken viele Touristen an, die die Pisten nutzen und die Winterlandschaft genießen möchten. Andererseits stellt die hohe Schneelast eine Herausforderung für die Infrastruktur dar und kann zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr führen. Auch die Lawinengefahr kann dazu führen, dass bestimmte Gebiete gesperrt werden müssen, was die Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien einschränkt.
Trotz der Herausforderungen überwiegen die positiven Auswirkungen des Schneerekords auf den Tourismus. Viele Hotels und Restaurants sind ausgebucht, und die Geschäfte profitieren von den Ausgaben der Touristen. Die Region Wallis profitiert von dem Image als schneesicheres Gebiet und kann sich als attraktives Reiseziel für Wintersportler positionieren. Es ist jedoch wichtig, dass die Behörden und Tourismusorganisationen die Sicherheit der Gäste gewährleisten und die Risiken im Zusammenhang mit der hohen Schneelast und der Lawinengefahr minimieren.
Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Wallis. Die Region profitiert von ihrer alpinen Landschaft und den zahlreichen Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien, sowohl im Winter als auch im Sommer.

Wie geht es weiter im Wallis?
Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Schneesituation im Wallis weiterentwickelt. Die Wetterprognosen deuten auf weitere Niederschläge hin, was die Schneemenge noch weiter erhöhen könnte. Die Behörden werden die Lawinengefahr weiterhin genau beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Bevölkerung und der Touristen zu gewährleisten. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht zu größeren Lawinenabgängen kommt und dass die Schäden durch die Schneelast begrenzt bleiben. (Lesen Sie auch: Digitec Galaxus Egerkingen: 500 Jobs Statt Rafz!)
Langfristig wird es wichtig sein, sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten und Strategien zu entwickeln, um mit extremen Wetterereignissen umzugehen. Dies betrifft nicht nur den Tourismus, sondern auch die Landwirtschaft, die Energieversorgung und den Schutz der Infrastruktur. Der Schneerekord im Wallis ist ein deutliches Signal dafür, dass der Klimawandel auch in den Alpen spürbar ist und dass es notwendig ist, Maßnahmen zu ergreifen, um die Region widerstandsfähiger zu machen. Experten wie der Klimaforscher Andreas Fischlin von der ETH Zürich fordern seit Jahren dringende Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.
Der Schneerekord Wallis in La Creusaz ist ein außergewöhnliches Ereignis, das sowohl Freude als auch Herausforderungen mit sich bringt. Die Region Wallis zeigt einmal mehr ihre Fähigkeit, mit extremen Wetterbedingungen umzugehen und sich an die Gegebenheiten anzupassen. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Winter nicht nur von Schnee, sondern auch von Sicherheit und Nachhaltigkeit geprägt sein werden.
