📖 Lesezeit: 4 Minuten | Aktualisiert: 25. Januar 2026
Raser Salzburg kurz erklärt:
Ein 17-jähriger Probeführerscheinbesitzer raste am Sonntagmorgen mit fast 100 km/h durch Salzburg und prallte gegen eine Steinmauer. Totalschaden, zwei Verletzte. Nur einen Tag zuvor wurde ein 19-Jähriger mit 139 km/h in der 50er-Zone erwischt. Die Polizei zieht Bilanz: Salzburg hat ein massives Raser-Problem.
Das Wichtigste in Kürze
- 25. Januar 2026: 17-Jähriger prallt nach Raserei gegen Steinmauer – Totalschaden
- 24. Januar 2026: 19-Jähriger mit 139 km/h in 50er-Zone gestoppt
- Ort: Imbergstraße / Innsbrucker Bundesstraße, Stadt Salzburg
- Folgen: Führerscheinentzug, Anzeige bei Staatsanwaltschaft
- Strafen Österreich: Bis zu 5.000 Euro Bußgeld, Auto-Beschlagnahme möglich
- Bilanz 2026: Bereits mehrere Raser-Autos in Salzburg beschlagnahmt
Junger Raser Salzburg: Schon wieder sorgt ein Führerscheinneuling für Schlagzeilen. Am frühen Sonntagmorgen des 25. Januar 2026 verlor ein 17-Jähriger in der Imbergstraße die Kontrolle über sein Fahrzeug – kurz nachdem er mit fast 100 km/h geblitzt wurde.
Es ist der zweite spektakuläre Raser-Vorfall innerhalb von 24 Stunden in der Mozartstadt. Die Polizei schlägt Alarm.
17-Jähriger prallt gegen Steinmauer: Totalschaden
Der Unfall ereignete sich laut Polizeiangaben in den frühen Morgenstunden auf der Imbergstraße in Richtung Giselakai. Der junge Salzburger war mit seinem Pkw unterwegs, als er im Bereich der Bushaltestelle Mozartsteg ins Schleudern geriet.
Der Wagen prallte gegen eine Steinmauer und kam auf einem Schutzweg zum Stehen. Sowohl der 17-jährige Fahrer als auch sein gleichaltriger Beifahrer aus Oberösterreich wurden verletzt und mussten im Uniklinikum Salzburg ambulant behandelt werden.
📍 Die Fakten zum Unfall:
- Wann: 25. Januar 2026, frühe Morgenstunden
- Wo: Imbergstraße, Bushaltestelle Mozartsteg
- Geschwindigkeit: Knapp 100 km/h (gemessen 200 Meter vor Unfallstelle)
- Alkotest: Negativ
- Schaden: Totalschaden am Fahrzeug
- Verletzte: Zwei (Fahrer und Beifahrer, beide 17)
Besonders brisant: Nur etwa 200 Meter vor der Unfallstelle hatte ein mobiles Radargerät den Probeführerscheinbesitzer mit einer Geschwindigkeit von fast 100 km/h geblitzt. Erlaubt sind dort 50 km/h.
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Dem 17-Jährigen wurde noch am Unfallort der Führerschein abgenommen. Er wird sowohl an die Verwaltungsstrafbehörde als auch an die Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt.
139 km/h in der 50er-Zone: 19-Jähriger gestoppt
Nur einen Tag zuvor, am Samstagmorgen des 24. Januar, hatte die Polizei einen weiteren jungen Raser aus dem Verkehr gezogen. Ein 19-jähriger Probeführerscheinbesitzer aus dem Pongau war auf der Innsbrucker Bundesstraße in Richtung Wals unterwegs – mit satten 139 km/h in einer 50er-Zone.
Das entspricht einer Überschreitung von 89 km/h. Bei solchen Werten greift in Österreich seit März 2024 das verschärfte Rasergesetz.
| Vorfall | Fahrer | Geschwindigkeit | Überschreitung |
|---|---|---|---|
| 25.01.2026 – Imbergstraße | 17 Jahre | ~100 km/h | +50 km/h |
| 24.01.2026 – Innsbrucker B. | 19 Jahre | 139 km/h | +89 km/h |
| 19.01.2026 – Schwarzstraße | 19 Jahre | Überhöht | 6 Autos beschädigt |
Die Polizei nahm dem 19-Jährigen den Probeführerschein ab. Eine vorläufige Beschlagnahme des Fahrzeugs war nicht möglich – es handelte sich um ein Firmenfahrzeug.
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Salzburg: Hotspot für junge Raser
Die Imbergstraße und die Schwarzstraße in der Salzburger Innenstadt gelten als bekannte Problemzonen. Die langen Geraden verleiten offenbar immer wieder zu illegalen Beschleunigungsmanövern.
Erst am 19. Januar 2026 hatte ein 19-jähriger Syrer mit einem Mietwagen auf der Schwarzstraße einen spektakulären Unfall verursacht. Er rammte fünf parkende Autos und riss sich dabei die Hinterachse ab. Zwei Personen wurden verletzt.
Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) hat bereits angekündigt, stationäre Radargeräte in der Altstadt installieren zu wollen. Auch eine Ausweitung der Section Control auf Bundesstraßen ist für 2026 geplant.
Diese Strafen drohen Rasern in Österreich
Seit dem 1. März 2024 gelten in Österreich verschärfte Strafen für extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen. Im schlimmsten Fall kann das Fahrzeug beschlagnahmt und versteigert werden.
| Überschreitung | Strafe |
|---|---|
| Ab 30 km/h innerorts | Führerscheinentzug |
| Ab 40 km/h innerorts | Mind. 4 Wochen Entzug |
| Ab 60 km/h innerorts | Vorläufige Beschlagnahme möglich |
| Ab 80 km/h innerorts | Dauerhafte Beschlagnahme + Versteigerung |
| Illegale Straßenrennen | Mind. 6 Monate Entzug + psycholog. Prüfung |
💰 Maximale Bußgelder:
Seit 2021 können in Österreich bis zu 5.000 Euro Bußgeld für extreme Tempoverstöße fällig werden. Hinzu kommen Führerscheinentzug, Nachschulungen und im Wiederholungsfall die Beschlagnahme des Fahrzeugs.
Bilanz: Dutzende Raser-Autos beschlagnahmt
In Niederösterreich wurden seit Inkrafttreten der verschärften Regeln im März 2024 bereits über 80 Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt. Zwei davon wurden dauerhaft eingezogen und versteigert.
Auch im Land Salzburg wurden 2025 mehrere Raser-Autos konfisziert. Die Polizei kündigte an, weiterhin konsequent gegen Verkehrssünder vorzugehen.
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Häufige Fragen zu Rasern in Salzburg
Fazit: Salzburg verschärft Kampf gegen Raser
Die beiden jungen Raser in Salzburg zeigen einmal mehr: Trotz verschärfter Strafen lassen sich Führerscheinneulinge nicht abschrecken. Die Politik reagiert mit geplanten Section Controls und stationären Radargeräten.
Für die beiden 17- und 19-Jährigen dürfte der Führerschein erstmal Geschichte sein. Ob die harten Strafen langfristig wirken, bleibt abzuwarten.
✍️ Über den Autor
Dieser Artikel wurde von der Redaktion von mindelmedia-news.de auf Basis von Polizeimeldungen und Berichten von Salzburg24, ORF Salzburg und ÖAMTC erstellt. Stand: 25. Januar 2026