Ettringen: Nächtlicher Grossbrand auf Reiterhof

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Fehlendes Löschwasser und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt machten es den Wehrmännern und Frauen in der Nacht nicht einfach, dennoch gelang es den Brand auf ein Gebäudeteil zu begrenzen

ETTRINGEN. Aus noch ungeklärter Ursache war es gegen 03:30 Uhr zu einem Feuer in einer Reithalle gekommen. Die Flammen breiteten sich rasend schnell auf die gesamte Halle aus und setzten das Gebäude in Vollbrand.

Löschwasserversorgung gestaltet sich schwierig

Bereits kurz nach dem Alarm trafen die ersten Wehren an dem Gestüt ein und begannen mit dem Löschangriff über Drehleiter und mehrere Rohre. Dabei stellte sich die Löschwasserversorgung für das abgelegene Objekt als Herausforderung dar. Das Löschwasser musste über eine lange Wegstrecke von einem benachbarten Industriebetrieb herangeführt werden, gleichzeitig sorgten Temperaturen um -2°C dafür, dass das Löschwasser am Boden eine gefährlich rutschige Eisschicht bildete. Trotz des begrenzten Wasservorates gelang es den Einsatzkräften der Feuerwehr, den Brand auf die Reithalle zu begrenzen. Benachbarte Stallungen mit zahlreichen Pferden wurden geschützt. Landwirte unterstützen die Löscharbeiten, in dem sie in großen Güllefässern Wasser an die Einsatzstelle brachten. Trotz des Vollbrandes von gut 2/3 der Reithalle, konnte 1/3 des Gebäudes gehalten werden, die gesamte Halle ist jedoch durch den enormen Brandschaden einsturzgefährdet. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von mindestens 500.000 Euro.

Nachlöscharbeiten dauern an

Die Nachlöscharbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Ortsverbindungsstraße zwischen Ettringen und Abzweigung Siebnach ist aktuell (Stand 06:05 Uhr) noch voll gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Der Kriminaldauerdienst (KDD) ermittelt.

Im Einsatz waren nach ersten Informationen die Feuerwehren aus Ettringen, Siebnach, Türkheim, Bad Wörishofen und Schwabmünchen (A), die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung aus Bad Wörishofen, der Rettungsdienst mit Rettungswagen, Einsatzleiter Rettungsdienst, Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung Bad Wörishofen, die SEG Betreuung Türkheim ein Fachberater vom THW sowie Streifen der Polizei und Kräfte der Straßenmeisterei.

50 Liter Tee für die Helferinnen und Helfer

Besonders hilfreich bei diesem Einsatz waren die Kameraden der SEG Betreuung aus Türkheim, welche den Einsatzkräften heißen Tee an das Brandobjekt brachten. Ganze 50 Liter Heißgetränk wurden ausgegeben und sorgten für neue Energie.

UPDATE +++ Polizeimeldung (Stand 27.11.2017 09:46 Uhr)

ETTRINGEN/LKR. UNTERALLGÄU. Zu einem Großbrand kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag in Ettringen.

Um 03:40 Uhr wurde der Brand einer alleinstehenden Reithalle gemeldet. Vor Ort mussten die 115 Einsatzkräfte der Feuerwehren Ettringen, Bad Wörishofen, Siebnach und Türkheim den Brand bekämpfen.

Es wurden keine Personen oder Pferde geschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 500.000 Euro. Vor Ort haben Beamte der Kriminalpolizei Memmingen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Ursache ist momentan unklar. Deshalb wurde ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes in München zu den Ermittlungen hinzugezogen.

Neben der Feuerwehr und der Polizei waren noch mehrere Rettungswagen und auch das THW im Einsatz. Momentan werden Teile des teilweise abgebrannten Gebäudes mit einem Bagger eingerissen, um noch weitere Glutnester zu bekämpfen. (PP Schwaben Süd/West, 27.11.2017, 09:30 Uhr/ho)

UPDATE +++ Polizeimeldung vom 28.11.2017

ETTRINGEN. Am gestrigen Tag wurde der Brandort durch einen Sachverständigen des LKA München begutachtet. Die Ursache für den Brand am frühen Montagmorgen konnte auch nach der Brandortbegehung noch nicht sicher festgestellt werden. Jedoch konnte der Sachschaden nach unten korrigiert werden. Dieser wird inzwischen auf ca. 150.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Memmingen dauern an. (PP Schwaben Süd/West)

Lob für die Einsatzkräfte

Widrige Wetterumstände, eisiger Wind und eisglatte Flächen – die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben heute wieder ein mal bewiesen, dass sich Nachbarn auf Nachbarn verlassen können. Fast 150 Kameradinnen und Kameraden zögerten nicht das warme Bett gegen die Einsatzkleidung zu tauschen, um sofort zu helfen – unentgeltlich, ehrenamtlich. Vielen Dank für diesen tagtäglichen Einsatz. Der Dank gilt natürlich auch den hauptamtlichen Kräften von Rettungsdienst und Polizei sowie den Landwirten, die durch die Wasseranlieferung in Güllefässern, einen schnellen Löscherfolg sicherstellten.

Videoclip

Fotos © 2017 Rizer

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