Fakeshop im Internet aufgesessen – Staubsauger aus England kommt nicht

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Auf einen fingierten Online-Händler, sogenannter Fakeshop, ist eine Frau aus dem nördlichen Landkreis hereingefallen und hat jetzt einen Schaden von über 300 Euro erlitten.

Im Internet hatte sie bei einem Online-Shop einen Staubsauger einer renommierten Marke Ende Mai 2020 preisgünstig bestellt und das Geld nach Großbritannien überwiesen. Die Ware hat sie aber bis heute nicht erhalten, ebenso misslang eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer.

Die Polizei rät:

  • Keine Spontankäufe: Lassen Sie sich von sogenannten Schnäppchen im Internethandel nicht verleiten. Betrüger locken ihre Opfer mit unwahrscheinlich niedrigen Preisen. Vergleichen Sie im Zweifel mit anderen Anbietern im Internet oder einem Händler vor Ort.
  • Recherchieren Sie Onlinehändler auf Suchplattformen und prüfen sie sorgfältig deren Bewertungen und vor allen Dingen deren Existenz.
  • Geldüberweisungen an Online-Händler außerhalb Deutschlands sollten auf keinen Fall getätigt werden, solange die Ware nicht ordnungsgemäß angeliefert wurde.
  • Wählen Sie sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen. Getätigte Überweisungen können jedoch allenfalls kurzfristig rückgängig gemacht werden. Beim Lastschriftenverfahren können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden. Nutzen Sie beim Onlinekauf keine Zahlungsdienste wie Western Union oder paysafecard.
  • Kein Einkauf bei Zweifel: Wenn Sie unsicher sind, kaufen Sie am besten gar nicht im gewählten Shop. Sie sollten das gewünschte Produkt nur beim Händler Ihres Vertrauens erwerben.

Empfehlung der Redaktion:

Informieren Sie sich auf der Seite von Watchlist Internet, ob der Shop dort als Fakeshop gelistet ist.

Einfache Fakeshops sind in der Regel leicht zu erkennen:

  • Die Ware wird ungewöhnlich günstig angeboten. Es gibt aber auch bei besseren Fakeshops spezielle Lockangebote und Ware zum normalen Preis.
  • Die Ware ist immer verfügbar.
  • Das Impressum ist unvollständig, fehlt oder die Inhalte sind nicht korrekt (Gegenkontrolle mittels Suchmaschinen, Kartendienste, Handelsregister.de…)
  • Die Internetseite beinhaltet zahlreiche Fehler in der Rechtschreibung und Grammatik.
  • Wichtige AGB fehlen, sind fehlerhaft oder wurden von fremden Seiten kopiert.
  • Weitere Bereiche der Internetseite (Unterseiten) sind leer oder mit unsinnigen Fülltexten angereichert.
  • Der Domainname (www-Adresse) unterscheidet sich vom echten Hersteller.
  • Der Domainname ergibt keinen logischen Sinn mit der angebotenen Ware (z.B. ein Sportverein verkauft keine Luxushandtaschen)
  • Die Ware ist in der Regel nur gegen Vorkasse erhältlich.
  • Gütesiegel sind lediglich als Bild hineinkopiert und nicht zurückverfolgbar/überprüfbar.
  • Ein möglicher Kontakt findet nur auf Englisch oder in schlechtem deutsch statt.
  • Sie erhalten keine korrekte Bestellbestätigung.
  • Sie bekommen ungewöhnliche Bankverbindungen genannt, die eher nach privaten Bankkonten aussehen.

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