Gewinnversprechen – Abzocke mit Methode

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Betrüger ergaunern 1.750 Euro

Das Versprechen angeblicher hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unter-schiedlichsten Varianten anwenden. Die Methode ist aber immer die gleiche: Vor einer Ge-winnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, z. B. „Gebühren“ zu bezahlen, kostenpflichtige Telefonnummern anzurufen oder an Veranstaltun-gen teilzunehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird.

26-Jähriger wird um 1.750 Euro erleichtert

MEMMINGEN. Durch Vorspiegelung eines vermeintlichen Lotteriegewinns von 16.000 Euro haben bislang unbekannte Täter einen 26-Jährigen um insgesamt 1.750 Euro betrogen. Bereits Mitte Mai erhielt der junge Mann einen Anruf von einem der Mittäter, der sich fälschlicherweise als Stuttgarter Staatsanwalt ausgegeben hatte. Hierbei wurde er zunächst aufgefordert 950 Euro für eine angebliche Mitgliedschaft in einer Lotterie auf ein ausländisches Konto zu überweisen, da die Forderungen mit ansonsten wesentlich höheren Gebühren über einen Anwalt bzw. das Gericht beigetrieben werden müssen. Nur wenige Tage danach erhielt er einen weiteren Anruf der vermeintlichen Lotteriegesellschaft, dass er nun 16.000 Euro in der letzten Ziehung gewonnen habe und hierfür im Vorfeld eine Überweisung der Bearbeitungsgebühr für die Abwicklung der Gewinnauszahlung von mehreren hundert Euro notwendig wird.

Nachdem der getäuschte Mann beide Zahlungen vorgenommen hatte, bis dato jedoch keine Rückmeldung mehr erhielt, kamen ihm Zweifel. Er meldete den Sachverhalt der Polizei. Die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass selbst eine Überprüfung der Anrufernummer oft keine ausreichende Garantie dafür bietet, dass es sich bei dem Gesprächspartner tatsächlich um den Vertreter der angegebenen Firma oder Behörde handelt, da diese meist durch technische Manipulation der Täter so verändert wird um sie identisch erscheinen zu lassen.
Anrufer geben sich als Rechtsanwälte aus

Sie melden sich zumeist per Telefon – manchmal auch per E-Mail- bei ihren Opfern und be-haupten, diese hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe, einen hochwertigen Pkw oder andere Sachwerte gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer Be-arbeitungsgebühr übergeben werden. Die Anrufer geben sich häufig als vermeintlich vertrau-enswürdige Personen, wie „Rechtsanwälte“ aus. Zielgruppe sind zumeist Senioren. Die Täter operieren überwiegend aus dem Ausland. Die Anrufer sind in Gesprächsführung geschult und wirken deshalb überzeugend.

Täter täuschen seriöse Rufnummern vor

Sie melden sich zumeist per Telefon – manchmal auch per E-Mail- bei ihren Opfern und be-haupten, diese hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe, einen hochwertigen Pkw oder andere Sachwerte gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer Be-arbeitungsgebühr übergeben werden. Die Anrufer geben sich häufig als vermeintlich vertrau-enswürdige Personen, wie „Rechtsanwälte“ aus. Zielgruppe sind zumeist Senioren. Die Täter operieren überwiegend aus dem Ausland. Die Anrufer sind in Gesprächsführung geschult und wirken deshalb überzeugend.

Was kann ich tun, wenn ich angeblich gewonnen habe?

  • -Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben.
  • -Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten. Zahlen Sie keine Gebühren oder wählen gebührenpflichtige Rufnummern (Vorwahl: 0900, 0180, 0137…)
  • -Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.
  • -Geben Sie keine persönlichen Informationen preis: keine Adressen, Kontodaten, Kreditkar-tennummern oder Ähnliches
  • -Weisen Sie unberechtigte Geldforderungen zurück.
  • -Wenn Sie meinen, Opfer eines Betruges oder Betrugsversuchs geworden zu sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei

Betrüger fordern 600 Euro | Opfer wird misstrauisch

Am Dienstag, den 16.06.2020, wurde eine 56-jährige Rentnerin aus Legau ebenfalls Opfer eines Anrufbetruges mit falschem Gewinnversprechen. Der Anrufer, welcher einen Glücksspielgewinn von 39.000 Euro suggerierte, forderte jedoch für die Gewinnauszahlung die Vorauszahlung einer Sicherheitsgebühr in Hohe von insgesamt 600 Euro ein. Der gutgläubigen Frau wurde aufgetragen in einem nahegelegenen Supermarkt sogenannte Wertkarten (auch: Guthabenkarten oder Prepaidkarten) zu kaufen und telefonisch die entsprechenden Codes, welche auf den Karten „freigerubbelt“ werden müssen, zu übermitteln. Als die Täter im Anschluss die Übermittlung weiterer Codes einforderten wurde die Geschädigte schließlich misstrauisch und meldete den Sachverhalt der Polizei.

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