Kaufbeuren: Feuerwehrmann auf Einsatzfahrt verletzt

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Der Melder ruft die Zeit ist knapp, jetzt muss es schnell gehen, rein in das Auto und ab ins Feuerwehrhaus. Fast alle Feuerwehren in Bayern sind Freiwillige Feuerwehren, bei denen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach einem Alarm erst ins Gerätehaus eilen müssen. Ein Kaufbeurer Feuerwehrmann wurde bei solch einer Fahrt zum Gerätehaus verletzt.

Solche Dachaufsetzer zeigen, dass ein Feuerwehrmann zum Einsatz unterwegs ist (Foto Archiv)

Solche Dachaufsetzer zeigen, dass ein Feuerwehrmann zum Einsatz unterwegs ist (Foto Archiv)

Nach einer Alarmierung war ein 27-jähriger Feuerwehrmann mit seinem Fahrzeug zur Hauptwache der Feuerwehr Kaufbeuren in der Neugablonzer Straße unterwegs. Beim Abbiegen in den Hof der Feuerwache übersah er ein entgegenkommenden PKW, es kam zu einem Zusammenstoß, bei welchem der Feuerwehrmann leicht am Knie verletzt wurde. Der Sachschaden beträgt 20.000 Euro.

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Sonderrechte auf dem Weg zur Wache

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren genießen nach einem Alarm Sonderrechte mit ihrem PKW. Sie dürfen dabei unter anderem die Höchstgeschwindigkeit übertreten und theoretisch auch rote Ampeln überfahren. Es gilt jedoch immer der Grundsatz, »Sicherheit vor Schnelligkeit« und niemand darf gefährdet oder gar verletzt werden. Die größte Problematik an dieser »Sonderrechtsfahrt« ist die fehlende Erkennbarkeit durch die anderen Verkehrsteilnehmer. Denn während im Einsatzfahrzeug Signalhorn und Blaulicht dafür sorgen, dass die Einsatzfahrt erkannt wird und andere Verkehrsteilnehmer »sofort freie Bahn« zu schaffen haben, sieht es bei der Fahrt im privaten PKW anders aus. Manche Feuerwehrmänner nutzen im Alarmfall Dachaufsetzer mit der Aufschrift »Feuerwehr im Einsatz«, eine Pflicht für andere Verkehrsteilnehmer in diesem Fall »sofort freie Bahn« zu schaffen, besteht jedoch nicht. Trotz allem hilft es natürlich sehr, wenn trotzdem an die Seite gefahren wird, um die Männer und Frauen zum Einsatz zu lassen.

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Blaulicht für alle Feuerwehrmänner?

Immer wieder gab es bei Alarmfahrten zum Gerätehaus Unfälle. Daraus resultierend folgten Diskussionen, in denen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren auch im privaten PKW eine Blaulichtanlage genehmigt werden sollte. Doch allein die Vorstellung, dass nach einem Einsatz auf einmal 15-20 PKW mit Blaulicht und Einsatzhorn zum Gerätehaus eilen, zeigte, dass dies nicht umsetzbar ist und wahrscheinlich die Unfallgefahr zusätzlich erhöhen würde. Letztendlich bleibt es bei dem Grundsatz »Sicherheit vor Schnelligkeit« – helfen geht nur wenn alle gesund im Gerätehaus und später am Einsatzort eintreffen.

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