Kempten: Zehn Jahre Polizeipräsidium Schwaben Süd/West | Benefizkonzert

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Beim Festakt am 10. Oktober 2018 im Stadttheater Kempten, wurde das zehnjährige Bestehen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gefeiert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele Personen des öffentlichen Lebens, folgten der Einladung.
Im Zuge der Polizeireform in Bayern, wurde zum 1. Juni 2008 am Sitz der ehemaligen Polizeidirektion Kempten, unter Einbeziehung der ehemaligen Polizeidirektion Krumbach das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West gegründet.

Der Abend wurde mit einer Festrede des Bayerischen Staatsministers des Innern und für Integration Joachim Herrmann eröffnet. Die ausgezeichnete Sicherheitslage im Schutzbereich des Präsidiums belegt die erfolgreiche Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger, welche gestern in Kempten auch von Joachim Herrmann gelobt wurde.

Höhepunkt des Festaktes war das Benefizkonzert des Bayerischen Polizeiorchesters unter Leitung von Chefdirigent Prof. Johann Mösenbichler. Die Konzertbesucher erlebten ein musikalisch abwechslungsreiches Programm in der besonderen Atomsphäre des Stadttheaters. Die Erlöse des Konzerts werden zu gleichen Teilen zugunsten des Hilfswerks Kartei der Not und der Bayerischen Polizeistiftung gespendet.

Polizeipräsident Werner Strößner blickt zurück auf eine Dekade fordernder und erfolgreicher Verbandsgeschichte, richtet den Blick aber auch in die Zukunft:
„Die Veränderungen im Rahmen der Polizeireform hielten viele Herausforderungen für uns bereit, welchen wir erfolgreich begegnen konnten. Mein Dank für das Ergebnis gilt den Beschäftigten des Verbandes, welche hierfür maßgeblich verantwortlich zeichnen – und auch der Bürgerschaft, die ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihrer Polizei pflegt. Ohne dieses Vertrauen wäre eine erfolgreiche Sicherheitsarbeit kaum möglich. Die Kriminalitätslage ist derzeit einem rasanten Wandel unterworfen, welcher uns auch in Zukunft viel Anpassungsfähigkeit abverlangen wird.“

Eckpunkte zum Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Für den Bürger nahezu unbemerkt stellte die Polizeireform einen Meilenstein in der Geschichte der Bayerischen Polizei dar. Während sich nach außen hin betrachtet lediglich Zuständigkeiten änderten, bedeutete die Neugliederung nach innen einen erheblichen planerischen Aufwand.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West gliedert sich in die Abteilung Polizeiverwaltung und die Abteilung Einsatz mit fünf Sachgebieten, sowie ein Präsidialbüro. In Kempten wurde nach der Neugründung eine Einsatzzentrale, die für den gesamten Schutzbereich zuständig ist, in Betrieb genommen. Diese koordiniert sieben Tage die Woche an 24 Stunden alle polizeilichen Einsatzlagen. Die Struktur der nachgeordneten 22 Polizeiinspektionen und – stationen, fünf Kriminlapolizeidienststellen sowie vier Verkehrs- und zwei Grenzpolizeidienststellen blieb weitgehend unverändert. Neugegründet wurden die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben (KPI/Z) mit Sitz in Neu-Ulm, der Kriminaldauerdienst mit Sitz in Memmingen, und zwei Operative Ergänzungsdienste (OED) in Kempten und Neu-Ulm. Überdies verfügt der Verband über eine Wasserschutzpolizeigruppe in Lindau am Bodensee, eine Verhandlungsgruppe und eine Alpine Einsatzgruppe.

Mehr als 2.100 Beschäftigte sorgen für die Sicherheit von über 960.000 Bürgerinnen und Bürgern. Geografisch vereint der Schutzbereich in einer Ausdehnung von fast 6.000 Quadratkilometern, von den Allgäuer Alpen im Süden bis zum Donaumoos im Norden, beeindruckende Landstriche. Die touristische Anziehungskraft des Voralpenlades, der Königsschlösser und weiteren touristischen Attaktionen wie dem Legoland ist ungebrochen. Diese sorgt neben Veranstaltungshighlights wie der Vierschanzentournee oder der Allgäuer Festwoche in Kempten für ständige Besucherströme. Eine weitere Besonderheit sind gemeinsame Grenzverläufe mit der Schweiz und Österreich, sowie der Allgäu Airport als Tor in zahlreiche Staaten der Welt.

Auch die Ausrüstung der Polizei hat sich seit dem Gründungsjahr stark verändert. Hier seien nur die wichtigsten Punkte wie die Umstellung auf den Digitalfunk, die Erweiterung des ballistischen Schutzes und die Umstellung auf die neue Dienstkleidung erwähnt.

All diese Besonderheiten halten täglich wechselnde Anforderungen an die Sicherheitsarbeit bereit. Dieser stellen sich alle Beschäftigten der nachgeordneten Dienststellen und des Präsidiums, um den hohen Sicherheitsstandard in der Region erhalten zu können. Doch auch die gesellschaftlichen, kriminalistischen und politischen Entwicklungen der letzten zehn Jahre machten ständige Anpassungen der Gefahrenabwehrstrategie und im Bereich der Verbrechensbekämpfung erforderlich.

(Fotos: Polizei Bayern)

(PP Schwaben Süd/West)

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