Mindelheim: Mindelonia auf der Überholspur

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Ganz war der Fasching für die Mindelonen noch nicht rum, vergangenen Samstag zeigten sie ein letztes mal Ihr können.

In Lauingen fand zum zweiten mal ein Freundschaftsturnier des Bayrisch Schwäbischen Fastnachtsverbands statt. Als einzige Mannschaft aus dem Unterallgäu nahm die Mindelonia diesmal mit teil. Ansonsten waren die meisten Garden aus dem Lauinger Raum und den angrenzenden Landkreisen vertreten. Einzig die Sonthofener Garde trat noch mit an und vertrat das Allgäu mit auf dem Turnier. Was so manchen etwas verwunderte, da doch die meisten Garden gerade im Unterallgäu zu finden sind. In drei Kategorien, Minis, Teens und große Garde maßen sich die Teilnehmer im Showtanz und den Gardemärschen. Dabei konnte man auch in Sachen Kostüme ein deutliches Nord-Süd-Gefälle sehen. Waren die Südlich beheimaten Garden noch mit etwas prunkvolleren Kostümen angetreten, so waren die Nördlicheren fast im Kölner raum angesiedelt. Perücken und etwas schlichtere Kostüme trugen zu einem einheitlichen Look bei.

Das die Mindelonen keine einfachen Gegner hatten, wurde im laufe des Turniers immer ersichtlicher. Zwei der anwesenden Garden tanzten regelmäßig bei Turnieren sehr erfolgreich mit. Das sah man auch dann an der Qualität der gezeigten Märsche. Davon ließen diese sich aber nicht beeindrucken und traten selbstbewusst an. Ihr hartes Training zeigte dann auch Erfolg und sie erkämpften sich einen respektablen dritten Platz im Gardemarsch, was angesichts der Konkurrenz eine große Überraschung war. Einen Wermutstropfen hatte das ganze allerdings, denn ausgerechnet bei den Mindelonen verletzte sich eine Tänzerin und musste zur Kontrolle ins Lauinger Krankenhaus gebracht werden. Rechtzeitig zur letzten Preisvergabe im Showtanz war sie jedoch wieder im Saal und konnte den zweiten Erfolg noch mitverfolgen.

In der Kategorie Showtanz Große Garde hatten die Mindelonen eine sehr schwere Hürde zu nehmen. Die ebenfalls angetretenen Garden hatten sehr gute Themen und auch viele Akrobatische Einlagen in ihrem Programm eingebaut. Diese Hürde schien zuerst unüberwindbar, doch zeigte sich im weiteren Verlauf, dass man Perfektion nicht mit Akrobatik Wettmachen kann. Darauf setzten die Mindelonen und das mehr als Erfolgreich. Trotz der fehlenden Tänzerin zogen diese Ihr Programm durch und sammelten einen Punkt nach dem anderen bei den Wertungsrichtern. Nach einem Stechen, wo jeder Anwesenden meinte, es ging um Platz eins, kam dann die große Überraschung. Platz zwei und drei waren bereits auf dem Treppchen, als dann Platz eins verkündet wurde, gab es kein halten mehr. Die Mindelonia siegte mit einem deutlichen Vorsprung zu den anderen Plätzen im Showtanz. Sichtlich überrascht und mit einem Strahlen nahmen diese dann die Urkunde und den Pokal von Christoph Spiess entgegen.

Mit diesem Erfolg zeigten die Damen und Herren den anwesenden, das Unterallgäu ist nicht zu unterschätzen und wir bieten mehr als nur schöne Bälle sondern auch kreative und erfolgreiche Garden. Doch wie wurde der Erfolg erst möglich? Wir möchten euch hier mal in einer kurzen Zusammenfassung schreiben, wie die Punktrichter bewerteten.

Die diesjährigen Juroren stellten sich zusammen aus Christa Brejl, Daniela Agvaz, Robin Bottler und Sofia Schulz. Sie nahmen die verschiedenen Garden genauer unter die Lupe. Hierbei unterschieden sie in zwei verschiedenen Disziplinen, zum einem dem Gardetanz und zum anderen den Schautanz. Bei den Gardetänzen wurde schon beim Aufmarsch darauf geachtet ob die grundstellung richtig ist, sowie auf Ausstrahlung und auf Sauberkeit der Uniform. Die meisten Punkte, konnten durch die Choreographie erlangt werden. Ebenso wurde besonders auf die Exaktheit der Audführung geachtet und die Darstellung der Disziplin. Auch der Schwierigkeitsgrad war ein kleines Augenmerk der Juroren.
Ähnlich sah es auch aus bei dem Schautanz. Dort wurden unteranderem die Thematik sowie auch die Kostüme bewertet. Wichtig war es hierbei, dass die Garden ihre Kreativität mit einbrachten und wie ihre Ausführung pärsentiert wurde. Aus diesen ganzen Punkte hatte sich die gesamt Punktzahl errechnet, die dann mit einem undbekannten Faktor multipliziert wurde.

Fotos: © Schweinberger / Jarchow / Krivacek

Bilder der Minis

Bilder der Teeniegarden

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