Mindelheim: Neujahrsempfang mit besonderem Flair

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Mindelheims Bürgermeister, Dr. Stephan Winter, lud auch heuer wieder Mindelheimer Unternehmer und Lokalprominenz zum Neujahrsempfang der Stadt.

Zahlreich erschienen die geladenen Gäste dann auch, rund 300 waren es an diesem Abend im Forum. Darunter Altbürgermeister Maier, Altlandrat Haisch, Landtagsabgeordneter Franz Josef Pschierer und MdB Stephan Stracke, der etwas später dazustieß. Aber auch Unternehmer Christian Grob lies es sich nicht nehmen und genoss den Abend mit allen anderen Anwesenden im Saal. Sein Name wurde an diesem Abend noch häufig genannt in Verbindung mit den Sozialen Engagement rund um die Kreisklinik in Mindelheim.

Seine Rede begann Bürgermeister Dr. Stephan Winter mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen“. On seiner Ansprache blickte der Bürgermeister auf das Vergangene Jahr zurück und deren Highlights. Bei den abgeschlossenen Projekten wurde die Innenstadtsanierung, die Wiedereröffnung des Schwäbischen Krippenmuseums im Oktober, Straßenbaumaßnahmen wie etwa die Ortsdurchfahrt Mindelau, die Sanierung an der Grund- und Mittelschule oder den Breitbandausbau genannt.

Ebenso stand die Wirtschaft im Focus. Bei einer Gesamteinwohnerzahl von 15.611 Personen sind rund 11.400 Arbeitsplätze in der Stadt, die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 2,0 %. Auch der Schuldenstand der Stadt sank im vergangenen Jahr auf 7,8 Millionen Euro, aber auf der anderen Seite gab es auch ein Guthaben von etwas über 8 Millionen, als Rücklagen für dringliche Projekte, die nicht aufschiebbar wären. Ebenso stand ein Ausblick für die künftigen „Hausaufgaben“ der Stadt auf der Agenda. „Kinder und Bildung“ sind die Hauptthemen. Neubauten bzw. Erweiterungen in Kindergärten sind bereits auf den Weg gebracht. Großen Nachholbedarf gebe es beim Thema Wohnraum: „Wir brauchen mehr barrierefreie und günstige Wohnungen“, sagt Dr. Winter. Ganz Besonders bei jungen Familien, Alleinerziehenden oder Senioren sei die Nachfrage sehr hoch. Lösen will der Bürgermeister das Problem vorläufig mit Flächen auf der Lautenwirtswiese und im Mindelheimer Norden. Das sei aber erst ein Anfang und eine Neuausweisung von Flächen gestallte sich immer schwieriger so der Bürgermeister.

Landrat Weirather blickte ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. So erinnerte er an eine Investition von vier Millionen Euro für hochwertige Geräte für die Radiologie. Die Hälfte des Betrags stamme jedoch von Christian Grob. Dessen Vater stieß zu seinen Lebzeiten das Projekt an und sein Sohn vollendete mit der Spende des Betrages die Bereitstellung des neuen MRT Platzes am Klinikum. Dennoch wird ab 2020 im Klinikum weiter gebaut. 50 Millionen Euro wird der Landkreis in Neubauten, Sanierung und Brandschutz investieren.

Bissig, humorvoll mit diversen Anspielungen und Doppeldeutigkeiten führte Kulturamtsleiter Christian Schedler durchs Programm an diesem Abend. Ins Visier genommen wurde beispielsweise die Entscheidung des Schulamtes, den Unterricht im Großteil der Unterallgäuer Schulen wegen einer Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes von Mittwoch bis Freitag entfallen zu lassen. „Drei Tage Sonderferien“ seien angesichts der „lebensbedrohlichen Witterung“ vollkommen vertretbar. „Früher nannte man das Winter.“ Und heute? Da wolle man sich ja nicht ausmalen, was einem jungen Schüler drohe, wenn er mit seinem Smartphone in der Hand aus der Haustür marschiere und dabei in eine Pfütze treten könnte. Nicht weniger schlimm wäre, wenn eine Mutter am Gaßnerplatz beim vielen Schnee ihr Auto nicht aus der Garage bekäme, um ihren Sprössling am Maristenkolleg abzusetzen. Das führte im gesamten Sahl zu einem Applaus und vielen Lachern.

Aber es gab noch zwei weitere Highlights an diesem Abend. Zum einen die Festrede von Robert Antretter, gebürtige Mindelheimer und ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter, über diese wir nochmals separat berichten und das Akkordeonensemble „Just Air“ der Musikschule in Mindelheim.

Wer an Akkordeon denk, kommt zuerst auf Schifferklavier oder Volksmusik doch was dann einen erwartet ist nicht nur meilenweit davon entfernt, sondern eher auf einem anderen Planeten zu finden. Unter der Leitung von Helga Knoll-Zettl spielten acht Akkordeons, begleitet von einer Schlagzeugerin, Klassiker wie „Music“ von John Miles oder „Heal the World“ von Michael Jackson.  Das Publikum war nicht nur erstaunt nach den ersten Klängen, sondern ließ sich verzaubern und so mancher sang leise die Lieder mit im Publikum. Das die neun Damen und Herren eine Klasse Darbietung von sich gaben, konnte man am Applaus feststellen. Und so war für einige Zuschauer auch danach beim gemütlichen Teil das ganze ein Gesprächsthema bei dem es nur Positive Resonanz zu hören gab.

Fotos:  © Jarchow

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