Mindelheim: Villa Kunterbunt und ein schwebender Bürgermeister

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Traditionell beginnt der Gumpige Donnerstag in Mindelheim mit dem Rathaussturm des Durahaufa und der Fanfaren, so auch heuer wieder.

10 Forderungen stellt der Durahaufa an die Stadtoberen, die selbige erfüllen müssen, um einen Sturm auf das Rathaus zu verhindern. Was eigentlich nie wirklich klappt, denn diese sind meist nicht zu erfüllen. Was natürlich auch so gewollt ist und den umstehenden auch sichtlich gefällt.

Villa Kunterbunt??

Als erste Forderung musste das Rathaus in eine Villa Kunterbunt verwandelt werden. Getreu dem Motto „Helden unserer Jugend“ sollte selbiges in eine Stattlichen zweitwohnsitz für Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf verwandelt werden. Was trotz der Bemühung seitens der Stadt leider nicht wirklich klappte. Etwas Farbe macht leider keine Villa Kunterbunt aus.

Hansl und Colubine Heiraten bald

Die Stadt hat seit kurzem einen Neuzugang in ihren Reihen zu verzeichnen. Eine Standesbeamtin ergänzt den Stab der Stadt seit kurzem und auch Sie musste sich als „Frischling“ beweisen und das Rathaus vor einer Erstürmung schützen. Sie sollte in einer amtlichen Büttenrede die Columbine und den Hansel davon überzeugen, ihre Wilde Ehe aufzugeben und endlich den Bund fürs Leben schließen. Das gelang ihr sogar sehr gut nur ob die beiden wirklich Heiraten, das steht in den Sternen.

Hindenburg und Weinfest

Das Weinfest lag dem Durahaufa schwer im Magen. Nicht nur dass es einen Tag vor dem Mittsommernachtsfest stattfinden sollte, sondern laut der MZ auch noch auf der „Hindenburg“ dazu. So sollte die MZ einen Bildbeweis für das Weinfest auf der Hindenburg liefern. Was natürlich nicht gelang, denn das Bild war eine sehr schlechte Fotomontage, was seitens des Durahaufens sofort als „Fake News“ erkannt wurde. Bürgermeister Winter versuchte das noch als „Alternative Fakten“ darzustellen, was nicht gelang.

Kochshow vor dem Rathaus

Die vierte Forderung galt einer Kochshow vor dem Rathaus. Als Menü sollte Hawaii Toast, ein Mett Igel und Heringssalat zubereitet werden. Was gut begann, mit dem herrichten eines Tisches, endete in einem Fast Food. Zubereitet wurde nichts, nur fertige Ware durch den Eingang getragen. Ziel verfehlt, obwohl durch Testesser bestätigt werden konnte, dass die gereichten Gerichte nicht schlecht waren.

Donald T. Draht nach Mindelheim

„Make the Durahaufa first“ sollte es lauten. So sollte der Bürgermeister dem Präsidenten zum Verwechseln ähnlichsehen. Doch dieser war als Trekki weit davon entfernt. Also nahm der Bürgermeister das Telefon in die Hand um direkt Donald um ein Statement zu bitten, warum der Durahaufa first sein sollte und dann erst der Rest. Das klappte sogar sehr gut und der Durahaufa ließ sich die Forderung als Erfüllt durchgehen.

Bonanza in Mindelheim

Wer kennt nicht das Intro mit der brennenden Landkarte, durch die Ben, Hoss, Adam und Little Joe reiten. Das sollte in Mindelheim nachgestellt werden. Natürlich wurde sehr auf Details gepocht. So musste Hoss entsprechend aussehen. Sprich 120 kg sollte das Pferd tragen können. Das klappte auch sehr gut, auch wenn die Landkarte anfangs nicht Feuer fangen wollte. Aber die Forderung wurde mehr oder weniger erfüllt, denn ob Hoss wirklich 120 kg wog, konnte nicht nachgeprüft werden.

Rumble in the Jungle

Muhamad Ali´s und George Foremann´s legendärer Kampf in Kinshasa am 30. Oktober 1974 gilt diesmal als Vorlage. Dieser sollte auf dem Marienplatz nachgestellt werden. Natürlich durch zwei Protagonisten aus verschiedenen Stadtratslagern. Ein Boxring war schon vorhanden und die zwei Kämpfer standen auch schon bereit. Doch statt 8 Runden war nach kurzer Zeit Schluss. Schiebung oder Betrug lauteten die Zwischenrufe. Somit war diese Forderung nicht Erfüllt.

Erich Meier als Held der Jugend

Altbürgermeister Meier schwebte einst als Erfüllung einer Forderung als Hochseilartist über den Marienplatz. Davon sollte es ein Revival geben. Also musste sich Bürgermeister Winter als Artist üben und mit etwas Hilfe der Feuerwehr über den Platz schweben. Nebenbei sollte er noch ein Tuch vom Narrenbaum entfernen, das Unbekannte dort befestigt haben. Diese Forderung konnte seitens der Stadt erfüllt werden und wo gibt es schon einen schwebenden Bürgermeister.

Essen für die kleinen

Ein leichtes für die Stadtoberen war es, Kindergartenkinder auf den Marienplatz zu bringen und diese mit Essen zu versorgen. Natürlich wurde standesgemäß zum Fasching an die kleinen Krapfen gereicht. Diese ließen sich diese schmecken und bestätigten die Forderung als erfüllt

Bezaubernde Jeanie in Mindelheim?

Als letzte und fast unerfüllbare Forderung galt es, den Durahaufa mit einer grünen Bowle zu versorgen. Die Bowle war dabei das kleinere Problem, doch das überreichen durch die bezaubernde Jeanie stellte die Stadt vor größere Probleme. Doch nach langer Suche konnte selbige gefunden werden. Dabei stellte sich heraus, dass Sie auch noch Mitarbeiterin der Stadt war. So musste sich der Durahaufa geschlagen geben mit dieser Forderung, denn nicht nur die Bowle wurde gereicht, sondern auch noch von der bezaubernden Jeanie, auch wenn Sie heute einen anderen Namen trägt.

Reichte alles aus?

Nun am Ende der Forderungen berieten sich der Durahaufen kurz, ob die Forderungen erfüllt worden seien. Zum Leidwesen der Stadtoberen kamen diese zum Ergebnis, dass dies nicht der Fall sei. So musste sich die Stadt geschlagen geben und die Erstürmung des Rathauses zulassen. Somit konnte die Regentschaft für diesen Tag wieder an die Narren fallen und der Gumpige starten.

Fotos: © Krivacek

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