Mindelheim: Wie geht es weiter am Bahnhof nach dem Brand

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Mitte Juli wurde am Mindelheimer Bahnhof ein Teil der Firma Weikmann ein Raub der Flammen.

Seitdem hat sich vieles getan, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht erkennen kann. Auch für die Mindelheimer Feuerwehr hatte dieser Brand enorme Auswirkungen. Wurden sie nicht nur am Brandtag enorm gefordert, erreichten sie die darauffolgenden Tage und Wochen immer wieder Notrufe und sie mussten zum Objekt ausrücken. Mittlerweile dürften sich die Einsätze auf rund 20 Summieren, die sie dort hatten. Zum einen waren dies die Tage danach noch Nachlöscharbeiten, durch aufflammende Glutnester verursacht, zum anderen glimmte das Getreide in den Silos trotz des massiven Löscheinsatzes immer weiter. Gerade letzteres verursachte die meisten Einsätze und beeinträchtigte die Anwohner zum Leidwesen des Inhabers. Dieser hätte sich auch ein rasches Ende des gesamten gewünscht, um den Anwohnern wenigstens in dieser Hinsicht Erleichterung zu verschaffen.

Erst in den Wochen danach konnte man so langsam das Ausmaß des Schadens begutachten, nachdem sich endlich alles abgekühlt hatte. So gaben sich Ermittler der Kripo sowie Gutachter der Versicherung sprichwörtlich die Klinke in die Hand auf dem Gelände. Zwischenzeitlich gab es auch schon einige Treffen im Zusammenhang mit dem Brand, an dem nicht nur Vertreter der Firma und der Versicherung anwesend waren, sondern es wurde auch das Landratsamt und die Stadt von Anfang an mit eingebunden. Auch lag es dem Inhaber sehr am Herzen, eine Fachfirma mit den Aufräumarbeiten zu beauftragen. Somit kam die weltweit agierende Firma Belfor zum Zuge, die in Sachen Brandschadenssanierung zu der Nummer eins in der Branche zählt. Somit konnte ein Fachgerechter Abbau und Entsorgung der Materialien sichergestellt werden.

Leider zeigten sich im laufe der ersten Arbeiten auch schon die enormen Ausmaße der Schäden. Das erst vor drei Jahren Erbaute Silogebäude samt Technik kann wahrscheinlich nicht gehalten werden und muss abgerissen werden. Die Schäden durch die Hitze sind zu Stark, um das Gebäude wirtschaftlich halten zu können. Jede Sanierung, die möglich wäre, würde einen Neubau gleichkommen und die Kapazität der Lagermenge deutlich verringern. Vorsichtig geschätzt, belaufen sich die sich Summierenden Schäden jetzt schon möglicherweise im zweistelligen Millionenbereich. Eine genaue Summe kann aber erst nach dem gesamten Bau und Aufräummaßnahmen genannt werden, da sich diese in beide Richtungen noch bewegen kann.

Aktuell laufen auch schon Planungen, wie es in Zukunft weiter gehen soll. Aktuell liefern sechs Futtermischwerke den Bedarf der Firma Weikmann. Somit konnte diese ihrerseits, Ihre eigenen Kunden weiter versorgen. Im Moment werden mehrere Optionen geprüft, von Wiederaufbau in mehreren Varianten bis hin zur Aussiedlung. Alles hat Vor und Nachteile, so wünschten sich einige Anwohner einen Neuaufbau an der alten Stelle. So würden Sie dadurch, den zukünftig erwarteten höheren Bahnverkehr, nicht wahrnehmen, da sie durch die Gebäude abgeschirmt wären. Zum anderen wäre auch die Aktuelle Technik weitaus leiser, als die vorhergehende. Zum anderen gibt es aber auch Anwohner, die eine Aussiedlung bevorzugen würden. Im Moment steht aber noch keine der Varianten sicher fest, einzig der Faktor Zeit drängt. In den nächsten Wochen wird diesbezüglich eine Entscheidung fallen, denn es muss für die kommende Saison schon jetzt geplant werden und das geht nur mit vorhandener Technik und Lagerkapazitäten.

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