Neuer Vorstand beim Förderverein des Fliegermuseums Bad Wörishofen e.V.

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Einen neuen Vorstand wählten die Mitglieder des Fördervereins bei ihrer jährlichen Hauptversammlung

Bad Wörishofen (pm-ext/FE). Am Donnerstag, 29. März 2018 trafen sich die flugzeugbegeisterten Mitglieder des Fördervereins im Kurhotel Marienbad zur jährlichen Hauptversammlung. Turnusgemäß erfolgten dieses Jahr die Neuwahlen der Vorstandschaft. Zum Bedauern aller Anwesenden verkündete der erste Vorstand Fritz Giritsch nach der Begrüßung, sich wegen gesundheitlichen Gründen aus der Vorstandschaft zurückziehen zu müssen. Er war am Aufbau des Vereines und des Museums maßgeblich beteiligt und führte ihn seit der Stunde, der Gründung am 16. Juli 2004, als Vorstandsvorsitzender. Nach Entlastung der Vorstandschaft wurde Hans Jürgen Bürger zum ersten Vorsitzenden gewählt. Auch er ist Gründungsmitglied und hatte bislang den Posten des zweiten Vorstandes inne. Zweiter Vorstand wurde Kurt Schromm, Schatzmeister blieb Karl Englmair, Schriftführer wurde Frank Eberlein und zu den beiden Beisitzern wurden Klaus Friede und Karl Neumeier gewählt. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig in Ihre Ämter gewählt.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Das Herzstück des Museum, welches in der historischen Segelfliegerhalle von 1934 beheimatet ist, ist eine vollständige MIG21 aus den ehemaligen Beständen der NVA. Leider mussten die Tragflächen abgenommen und an einer Wand stehend ausgestellt werden, da sonst kaum Platz für die vielen anderen Exponate wäre. Mit dem Erwerb dieses Düsenflugzeugs begann 1994 auch die Idee eines Museums. Für Interessierte der Jetfliegerei kann vor allem der neue Vorstand Hans Jürgen Bürger Auskünfte bis in das tiefste Detail liefern. Er war von 1963 bis 1990 Berufspilot bei der NVA und nach der Wende bei der Bundeswehr und hat allein auf den verschiedenen Typen der MIG21 über 800 Flugstunden absolviert.

Bad Wörishofen eine lange Verbundenheit zur Fliegerei, die bis in das Jahr 1893 zurückgeht, als der Weltenfahrer Alfred Groß zusammen mit Pfarrer Sebastian Kneipp im Garten des Sebastianeums einen Flugapparat des Flugpioniers Otto Lilienthal ausstellte. 1934 wurde die Segelfliegergruppe Bad Wörishofen gegründet. Eine originales Segelflugzeug aus dieser Zeit, die SG38 (abgeleitet vom Konstrukteur Edmund „Schneider“ aus „Grunau“, umgangssprachlich oft als „Schulgleiter“ bezeichnet) schwebt an der Decke über den Besuchern des Museums. Mit dem Beginn des zweiten Weltkriegs rekrutierte die Luftwaffe das Fluggelände und baute es zu einem Militärflugplatz aus. Über dieses düstere Kapitel der Fliegerei berichtet ein Diorama des damaligen Flugplatzes und auch einige Fundstücke, die sowohl die rasante technische Entwicklung dieser Zeit zeigen, aber auch das Leid und Schicksal vieler damals Betroffener dokumentieren. Weiter gibt es im Museum eine Vielzahl von kleineren Exponaten, wie Modelldioramen, Flugzeuginstrumenten, Flugzeugteilen, bis hin zu Ausrüstungsgegenständen von Piloten und Originaldokumente aus verschiedenen Zeiten. Der Museumsverein hat sich damit mittlerweile eine große Anerkennung in der Szene der „historischen Fliegerei“ erarbeitet und erfreut sich mehr und mehr auch über internationale Besucher.

Für Interessierte öffnet das Museum neben den regelmäßigen Öffnungszeiten am jeweils ersten Samstagnachmittag und dritten Donnerstagabend jeden Monats auch dieses Jahr am internationalen Museumstag, Sonntag den 3.Mai seine Tore. An allen Öffnungstagen sind Vereinsmitglieder vor Ort, die auch gerne kleine Führungen machen.

Der Eintritt ins Museum ist kostenlos. Über kleine Spenden freut sich der Verein natürlich.

Wenn Sie in unserem Artikel einen Fehler finden markieren Sie diesen bitte und drücken Sie dann die Tasten „Strg“ & „Enter“ auf der Tastatur, um diesen an uns zu melden. Vielen Dank!



Share.

About Author

Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das:

Fehlerbericht

Der folgende Text wird anonym an den Autor des Artikels gesendet: