Siebnach: Wenn die Jugend zum Feuerwehrschlauch greift

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Vergangenen Dienstag zeigten in Siebnach über 60 Jugend Feuerwehrler Ihr können und übten Ihr Zusammenspiel in einem Löscheinsatz.

Jedes Jahr tun sich die Jugendfeuerwehren aus Siebnach, Schwabmünchen und Mindelheim zusammen und veranstalten zusammen eine Großübung. Im jährlich wechselnden Turnus fiel der Feuerwehr aus Siebnach die Gastgeberolle in diesem Jahr zu. Und die ließen sich es nicht nehmen, ein entsprechendes Objekt samt Einsatzszenario auszusuchen. So wurde ein Bauernhof als Örtlichkeit ausgewählt, der laut Übungsvorgabe in Brand stand. Zudem wurden zehn Personen im Gebäude vermisst, die durch die Notfalldarstellung des Jugend Roten Kreuz Unterallgäu, entsprechend auch geschminkt waren.

Kurz vor dem Übungsbeginn wurden nochmals die einzelnen Gruppenführer durch die Siebnacher über den Ablauf informiert. Somit wussten nur diese über das Objekt und das Szenario Bescheid. Somit konnte pünktlich um 19.00 Uhr unter den Augen Zahlreicher Zuschauer mit der Übung begonnen werden. Der Siebnacher Kommandant, Roland Schweier, kommentierte für die Zuschauer das ganze geschehen rund um die Übung und Ettringens Bürgermeister, Robert Sturm, schaute ebenfalls den Jungen und Mädchen über die Schulter.

Auch wenn es sich um überwiegend Jugendliche handelte, lediglich die Maschinisten der Fahrzeuge und wenige Atemschutzträger waren Erwachsene, zeigten diese jedoch eine Hochprofessionelle Leistung und konnten mit Schnelligkeit und geübten Handgriffen überzeugen. So wurden im Handumdrehen Unterflurhydranten angezapft und aus einem naheliegenden Bach konnte mittels eine Tragkraftspritze die Wasserversorgung zum Hof hergestellt werden. So regneten in kürzester Zeit einige Hunderte Liter Wasser pro Minute auf das Gebäude nieder und das regelrecht von allen Seiten. Fast zeitgleich gingen die Atemschutzträger auf die Suche nach den Vermissten, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Denn der besagte Raum, wo sich diese aufhielten, wurde mittels Nebelmaschinen ordentlich verraucht.

So konnte schnell neun gefunden werden, aber der letzte erwies sich als hartnäckig. Der wurde erst nach einer längeren Suche gefunden. Die Jugend aus Schwabmünchen, die sehr zahlreich vertreten war, baute etwas am Rand einen Verletzten Sammelplatz auf, wo alle „Geretteten“ dann noch betreut wurden oder medizinisch versorgt werden konnten. Somit konnte nach etwas über einer halben Stunde die Übung beendet werden und alle Gerätschaften wieder verstaut werden. Zum Abschluss versammelten sich alle Übungsteilnehmer nochmals zur Manöverkritik, die jedoch von allen Seiten Positiv ausfiel. Somit konnte Siebnachs Jugendleiterin, Sabine Schmid, zusammen mit Bürgermeister Sturm, alle Teilnehmer noch zu einem gemütlichen Übungsausklang im Feuerwehrhaus einladen.

Fotos: © Jarchow / Krivacek

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