Türkheim: Klausen treiben ihr Unwesen

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Große und in Fell bekleidetet Wesen, trieben in Türkheim ihr Unwesen und feierten ihre alljährliche Tradition, die leider auch von ihren Schattenseiten bedeckt wird.

Am Mittwoch- sowie am Donnerstagabend, fand in Türkheim das alljährliche Klausentreiben statt.
Mit ihrem Einzug am Mittwochabend wurde diese Tradition eingeläutet. Mit Fell bedeckt und Ruten ausgerüstet, trieben die Klausen dann auch am Donnerstagabend weiter ihr Unwesen. Dabei jagten sie mehrere Jugendliche, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten, durch die dunklen Seitenstraßen von Türkheim. Auch für die kleineren Gäste war es ein wohl gewöhnungsbedürftiger Anblick.

Besucher nehmen Tradition mit Humor
Einige Besucher kamen nach Türkheim, um sich das Klausentreiben auch in diesem Jahr nicht entgehen zu lassen. Mit schellenden Glocken rannten die Klausen durch die dunklen Straßen Türkheims um jagt auf junge Besucher zu machen. Wenn einer der jungen Besucher gefangen wurde, trieben die Klausen sie in eine Ecke und ließen sie auf Knien ein Lied oder auch ein Gebet aufsagen. Für Außenstehende sah es meist härter aus als es war, dennoch waren bei kleineren Aktionen die Ordner des Klausen Vereins stets vor Ort. Aber auch für die „Opfer“ der Klausen, war es ein Spaß sich von ihnen fangen zu lassen und kurz darauf wieder der gejagte zu sein.

Tradition von Schattenseiten überdeckt

In den letzten Jahren gab es immer wieder mal Meldungen über kleinere Vorfälle auf dem Klausentreiben in Türkheim, sowie auch in diesem Jahr. Wie die Polizei berichtete, gingen zwei junge Männer aus dem Ostallgäu, mit Baseballschläger und Glasflaschen auf die Klausen los. Hierbei wurde einer der Klausen am Kopf verletzt und zog sich dabei eine Platzwunde zu.

Durch viele Gerüchte wird diese Tradition ins Negative gezogen und immer mehr mit Hass und Gewalt besucht. Viele kommen von weit her angereist, doch nur um es sich vom Auto aus an zu schauen. „Für uns ist es wie Autokino.“ So der Satz einer Besucherin die ebenfalls zu der Veranstaltung gefahren war. Aber auch viele Gruppen bildeten sich dort in den Straßen und ließen sich von den Klausen jagen. „Jagt uns doch, wir sind sowieso schneller als ihr!“ und „Ihr habt nichts drauf, ihr könnt nur zuschlagen!“ galten als Provokationen den Klausen, von Seiten aus der Jugendlichen, um von ihnen gejagt zu werden. Als einer der Jugendlichen gefasst wurde, folgten meist Ausreden wie „Die schlagen öfters zu, das will ich nicht!“ oder „Die schlagen viel zu fest auf uns drauf!“.

Aus unserer Sicht können wir nichts Schlechtes behaupten über die Tradition des Klausen-Vereins. Es wurde durch die Ordner des Vereins, genau aufgepasst wie weit die Klausen gehen durften und dass keiner irgendwelche Schäden davonträgt. Enttäuschend waren so manch Provokationen, die die Gemüter zwischenzeitlich kurz hoch kochen ließ, dennoch blieb alles friedlich.

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