Türkheim: Statt rechter formt sich linke Gewalt

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Was ist los in der Marktgemeinde Türkheim? Nach zahlreichen Schlägereien mischt nun ein linkes Aktionsbündnis mit – jetzt werden Türkheimer Bürger direkt bedroht.

Gibt es eine rechte Szene in Türkheim oder nicht? Nach kontroversen Diskussionen in den sozialen Medien eskaliert die Situation nun mit direkten Bedrohungen einzelner Türkheimer Bürger*innen durch eine „Antifaschistische Aktion Bayern“. Bildet sich jetzt statt einer gewaltbereiten rechten Szene eine gewaltbereite linke Szene – es sieht zumindest danach aus.

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„NAZI SEIN HEISST PROBLEME KRIEGEN!“

Flugblätter mit diesem Spruch und einem aufgedruckten Vermummten, sowie einer handschriftlichen Notiz befanden sich an einem Fahrzeug eines Türkheimer Bürgers, welcher sich in einem Internet-Forum eine Diskussion mit einem mutmaßlichen Mitgliedern dieser der „Antifaschistischen Aktion Bayern“ gestellt hatte. Dabei ging es um die „Zwischenfälle zwischen Asylbewerbern und Türkheimern“ die, so die Antifa Bayern, durch eine nicht näher beschriebene aktive rechte Szene in Türkheim angeheizt wird. Auch, so die der Aktivisten der Antifa Bayern weiter, gab es in den letzten Wochen immer wieder Anschläge dieser „Rechten“ auf die Asylbewerberunterkünfte in Türkheim (Fensterbrüche durch Steinwürfe) sowie mutmaßliche Brandanschläge in der Mainacht (es brannten mehrere Strohballen in der Nähe einer Asylunterkunft). Hier sehen sieht die der Aktivisten eine aktive rechte Szene, welche durch die Polizei und die Medien stillschweigend gedeckt wird.

Gewalt und Drohung statt offene Diskussion – Bärendienst an der sozialistischen Sache

In den letzten Stunden eskalierten diese bisher mit Worten geführten Diskussionen mit den ersten aktiven Drohungen gegen politisch Andersdenkende. Wer nicht die Meinung der „Antifaschistischen Aktion Bayern“ vertritt, ist automatisch ein „Nazi“ und muss scheinbar ab sofort mit „Gewalt“ rechnen. Erinnern wir uns noch mal kurz, unter welchen Staatsformen und Regierungen zuletzt politisch Andersdenkende in Deutschland verfolgt wurden. Richtig, es waren erst die „echten Nationalsozialisten“ unter Adolf Hitler und später, zwischen 1949 und 1989, die Kommunisten der SED in der DDR, welche ihre eigenen Bürger mit dem allgegenwärtigen Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) überwachten und sogar auf die eigenen Menschen schoss, wenn diese sich aus dem sozialistischen „Paradies“ entfernen wollten. Mit den aktuellen Drohungen hat sich die „Antifaschistische Aktion Bayern“ einen Bärendienst erwiesen. Gerade von der Diskussion und vor allem der intellektuellen Kontroverse mit dem politischen Gegner lebt die sozialistische Arbeit. Gewaltandrohungen zeigen eine Kapitulation vor der Diskussion und eine klare Niederlage an der sozialistischen Sache. Wir haben uns auch an die Fraktion der Linken im Bayerischen Landtag gewand um zu hinterfragen, ob diese Aktionen wirklich in Einklang mit den sozialistischen Grundideen vereinbar sind – gerade auch weil einige Aktivisten der „Antifaschistischen Aktion Bayern“ der Jugendorganisation der Linken ‚Solid angehören soll. Dieser Umstand wurde jedoch durch einen Sprecher von ‚Solid gegenüber unserer Redaktion wie folgt dementiert: „…der Artikel (enthält) viele Unwahrheiten, allein die Tatsache das in dem Artikel von mehreren Personen gesprochen wird, die Antifa Türkheim(! Nicht Bayern, wie in eurem Artikel behauptet wird) (jedoch so auf dem Flyer unterschrieben hat Anm. d. Redaktion) besteht aus einer Person. Ihr berichtet von mehreren. Dazu zeigt die Tatsache das ihr DIE LINKE, die Antifa & die solid unter einen Kamm schert doch nur eure Unwissenheit…“, weiterhin ergänzt der Sprecher „wir (’solid Anm. d. Redaktion) distanzieren uns von Gewalt ja. Jedoch ist ein Flyer keine Gewalt. Trotzdem hat die solid nichts mit der Flyeraktion zu tun.“

Wer steckt hinter der „Antifaschistischen Aktion Bayern“?

Bisher, so ergaben Recherchen, scheint es sich bei den dem Aktivisten um Schülerinnen und einen Schüler aus Türkheim und Umgebung zu handeln, welche sich mit anderen linksradikalen Gruppierungen in Schwaben, unter anderem im Raum Kempten zusammengetan haben. Die Der Aktivisten waren bisher vor allem in den sozialen Medien unterwegs und stellten sich dort mutig Diskussionen und platzierten sich gegen rechte Hetze in Kommentaren. Diese anfänglich gute Arbeit wird nun durch die Gewaltaufrufe gegen einen einzelnen Türkheimerinnen und Türkheimer zunichte gemacht. Mit den Veröffentlichungen von Kommentaren und dem klaren Androhen von Gewalt gegen Bürger, ist eine rote Linie überschritten worden die schwerwiegende Folgen haben kann.

Wer schlafende Hunde weckt

Durch diese „Aktionen“ der „Antifaschistischen Aktion Bayern Türkheim?“ ist zu befürchten, dass sich tatsächlich eine rechte Bewegung als Gegenpol zu dieser linken Gruppierung Einzelperson in Türkheim bildet. Extremistische Gewalt, sei sie von rechts, von links oder religiös motiviert, hat in einer modernen aufgeklärten Demokratie keinen Platz. Solche „Drohungen“ – wie die Flugblätter an den Fahrzeugen, sind kein Spaß, es sind Straftaten die von der Polizei geahndet werden müssen.

Politisch aktiv und kreativ

Gerade in unserer Zeit fehlt es an politisch engagierten Jugendlichen. Dieser neue Gruppierung einzelne Schüler in aus Türkheim hat so viele Möglichkeiten aktiv etwas zu verändern und nutzt dieses gigantische Potential nicht. Durch Gespräche, also echte Gespräche von Mensch zu Mensch und nicht von Bildschirm zu Bildschirm, kann viel mehr erreicht werden als Propaganda in den sozialen Netzwerken. Und nur am Rande, wer Menschen die heute eine andere Meinung haben als „Nazis“ beschimpft, relativiert dadurch die Verbrechen der echten Nazis, die Millionen von Menschen in den Tod getrieben haben. Wer dann noch nach „Bomberharris“ ruft, welcher endlich „Türkheim und seine Nazis“ treffen soll und daneben eine Israelische Flagge postet, sollte sich wirklich schämen und noch mal ein paar Nachhilfestunden in Geschichte belegen. Politische Arbeit heißt Flagge und Gesicht zeigen, draußen in der echten Welt. Die Geschwister Scholl – mutige Widerstandskämpfer in der NS Zeit – warfen auch keine iPads sondern Flugblätter – und dabei riefen sich nicht zu Gewalt gegen anders Denkende auf. Einfach mal darüber nachdenken – mit solchen Aktionen wie der „Bedrohung“ einzelner Bürger holt man keine Sympathisanten auf seine Seite – und ohne Unterstützer stirbt jede politische Aktion früher oder später.

Anmerkung der Redaktion

Zwischenzeitlich hat sich die „Antifaschistische Aktion Türkheim“ unseres Artikels angenommen und „bat“ im Rahmen einer Diskussion um „Richtigstellung“ des Artikels. Diesem Wunsch sind wir hiermit gerne nachgekommen.

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