Tuning World Bodensee 2019 – Hallen voller Schmuckstücke

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Das Mekka für Tuningfreunde und Tuner selbst ist jedes Jahr Anfang Mai die Messe Friedrichshafen mit der Tuning World Bodensee

Der Ansturm ist riesig auf die Messehallen. Schon morgens um halb zehn stehen die Besucher Schlange an den Eingängen und warten darauf, hineingelassen zu werden. Pünktlich um 10 ging es dann los mit dem Sturm auf die Stände und Autos in den Messehallen und den Shows auf dem Freigelände zwischen den Hallen. Chromblitzende Felgen und Massen von Autos empfingen die Besucher schon in den ersten Hallen des Geländes. Allerlei Infostände von verschiedenen Herstellern versorgten die Interessierten mit den neuesten Entwicklungen aus Ihren Häusern. Von Modernen Ladeluftkühlern über die neueste Federung bis hin zu Hightech Auspuffanlagen war alles rund um das Auto vertreten. Und natürlich auch Oft im Eingebauten Zustand direkt vor Ort zu Besichtigen.

Tiefergelegt ist der aber nicht

Beim Rundgang durch die Hallen erlebte man dann doch eine kleine Überraschung. So stand plötzlich eine Panzerhaubitze des Heeres mitten in den Hallen und diese konnte man auch besichtigen. Wir verkniffen uns natürlich nicht die Frage, ob diese Tiefergelegt sei. “Das nicht, aber einen Klasse Sportauspuff hat die“ bekamen wir dann von einem Major als Antwort zurück. Das die Bundeswehr dort vertreten ist, hat einen simplen Grund, wo hat man viele Jugendliche auf einem Haufen und kann besser Werbung machen als dort. Trotz des vielen Chroms und Glitzer der Autos, alles schöne hat auch seine Schattenseiten. Das sah man dann oft auch an den Blicken der Besucher.

Teuer, teurer noch Teurer

Sofern die Hersteller Autos Präsentierten, waren es oft Luxusfahrzeuge, die sich nur ganz wenige Besucher der Messe leisten konnten. Teilweise kosten die Präsentierten Autos weit über 100.000 € und waren somit unerschwinglich für die Leute. Viele wünschten sich eher Autos aus dem Normalen Preissegment, die sie auch selbst fahren, mit den verbauten Teilen. Einige Besucher meinten auf Nachfrage „Schön anzusehen, aber was hab ich davon? Oder Wir wollen sehen, was WIR kaufen können und nicht ein Scheich“ Die Firmen sind da aber anderer Meinung, was uns vor Ort bestätigt wurde. Das zwar die Autos belagert wurden, dafür aber die Stände leer blieben, schien dann wohl doch nicht zu Interessieren.

150-mal das gleiche

Ein weiterer Kritikpunkt, der den Besuchern sehr missfiel, war die Anzahl von gleichen Autos in den Club und Privathallen. Auf der einen Seite haben sich einige Clubs sehr viel Mühe mit Ihren Ständen gegeben und es waren echte Highlights dabei aber wenn sich in einer Halle mehr Polos als Besucher befinden, sollte man Nachdenken. Leider war die Mischung der gezeigten Autos eher mäßig. Viele gute gingen unter den Massen unter. So zum Beispiel ein T5 Bus der zur Rollenden Disko umgebaut wurde. Mit 250.000 € Einsatz in das Fahrzeug kein billiges unterfangen, aber ein sehr sehenswertes, da auch dementsprechend Qualität an den Tag gelegt wurde. Zwei Besonderheiten vielen uns ins Auge.

Viele Km für das Event

Zwei besondere Fahrzeuge fielen uns auf der Messe auf. Zum einen Stand eine Gruppe aus Ungarn in den Hallen. Deren Autos waren nicht nur Hingucker, sondern hatten wahrscheinlich die längste Anfahrt hinter sich. 1100 Km führ der Club zum Event, um dabei zu sein. Zum anderen nahmen zwei Franzosen, die ebenfalls über 700 Km Anfahrt hinter sich haben, mit Ihrem Auto eine Sonderstellung auf dem Event ein. Bei Ihrem Fahrzeug handelte es sich um einen in Eigenregie umgebauten VW Polo auf Elektroantrieb. 10 Jahre tüftelten und bauten die beiden an dem Auto rum, bis es endgültig fertig war. Inclusive Tieferlegung und vielen weiteren Besonderheiten am Auto.

Als Fazit von dem ganzen kann man nur Sagen, Besuchen wenn möglich. Trotz der Kritik hat die Messe viel gutes an sich und man kann gute neue Kontakte knüpfen. Und wenn man genau hinschaut, so manches Schmankerl versteckt sich manchmal auch auf dem Parkplatz.

Video: © Jarchow

Fotos: © Jarchow / Krivacek

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