&1 Mobilfunknetz wird nicht verkauft. Ralph Dommermuth, Gründer und Chef von United Internet und 1&1, hat Spekulationen über einen Verkauf des vierten deutschen Mobilfunknetzes eine klare Absage erteilt. Es gebe keine Gespräche mit Telefónica und er plane keinen Verkauf, so Dommermuth.
Zahlen & Fakten
- **Netzabdeckung 2025:** 1&1 versorgte Ende 2025 27 % der Haushalte in Deutschland mit seinem Netz.
- **Ziel für 2026:** Bis Ende 2026 soll die Abdeckung auf 35 % steigen.
- **Rechtsstreit:** 1&1 führt einen Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur um Low-Band-Frequenzen.
## 1&1 Mobilfunknetz: Kein Verkauf an Telefónica
Ralph Dommermuth, Gründer und Vorstandschef von United Internet und 1&1, hat Übernahmegerüchte bezüglich des 1&1 mobilfunknetzes entschieden zurückgewiesen. „An den Gerüchten ist nichts dran, es gibt keinen Dialog mit Telefonica“, sagte Dommermuth laut einem Bericht von Stern. Er betonte, dass er und sein Team seit Jahren hart kämpfen und nicht aufgeben würden, kurz bevor das Ziel erreicht sei.
1&1 baut derzeit in Deutschland das vierte Mobilfunknetz neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica O2 auf. Das Unternehmen hatte sich bei der Vergabe der 5G-Frequenzen im Jahr 2019 verpflichtet, ein eigenes Netz zu errichten.

## Kooperationen ja, Verkauf nein
Dommermuth zeigte sich offen für Kooperationen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Funktürmen in ländlichen Regionen. Dieses Modell ist in anderen europäischen Ländern bereits etabliert. Allerdings schloss er einen Verkauf des gesamten 1&1 mobilfunknetzes kategorisch aus.
## Wie steht 1&1 im Wettbewerb da?
1&1 hat nach eigenen Angaben Ende 2025 bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte mit seinem Netz versorgt und damit das von der Bundesnetzagentur vorgegebene Ziel von 25 Prozent übertroffen. Bis Ende 2026 soll die Netzabdeckung auf 35 Prozent steigen. Damit liegt 1&1 noch deutlich hinter den etablierten Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica O2, die eine nahezu flächendeckende Versorgung bieten.
## Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur
Derzeit befindet sich 1&1 in einem Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur. Die Behörde hatte Ende 2025 auslaufende Low-Band-Frequenzen nur an die drei etablierten Netzbetreiber verlängert und 1&1 dabei nicht berücksichtigt. Dommermuth hält diese Entscheidung für rechtswidrig, da diese Frequenzen für die Gebäudeversorgung besonders wichtig seien.
Die Bundesnetzagentur begründet ihre Entscheidung mit dem Ziel, eine effiziente Frequenznutzung zu gewährleisten und den Wettbewerb zu fördern. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Entscheidung den Markteintritt neuer Wettbewerber erschwert.
## Was bedeutet das für Verbraucher?
Trotz der Herausforderungen zieht Dommermuth eine positive Bilanz: Der Einstieg eines vierten Netzbetreibers habe den Wettbewerb belebt und zu günstigeren Tarifen für Verbraucher geführt. So sind die Preise für Mobilfunktarife in den letzten Jahren tatsächlich gesunken, wie Handelsblatt berichtet. Ob dieser Trend anhält, bleibt jedoch abzuwarten.
## Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
Warum baut 1&1 ein eigenes Mobilfunknetz?
1&1 hatte sich bei der Vergabe der 5G-Frequenzen im Jahr 2019 dazu verpflichtet, ein eigenes Netz zu errichten. Ziel ist es, unabhängiger von den etablierten Netzbetreibern zu werden und eigene innovative Dienste anbieten zu können. (Lesen Sie auch: Omv Aktie: Börsengang von Borouge International auf…)
Welche Vorteile bringt ein viertes Mobilfunknetz für Verbraucher?
Ein vierter Netzbetreiber kann den Wettbewerb im Mobilfunkmarkt erhöhen und somit zu günstigeren Preisen und besseren Angeboten für Verbraucher führen. Zudem können neue Technologien und Innovationen schneller vorangetrieben werden.
Welche Rolle spielen Low-Band-Frequenzen für den Mobilfunkausbau?
Low-Band-Frequenzen sind besonders wichtig für die Versorgung von Gebäuden und ländlichen Gebieten, da sie eine größere Reichweite haben und Hindernisse besser durchdringen. Der Streit zwischen 1&1 und der Bundesnetzagentur dreht sich um die Nutzung dieser Frequenzen. (Lesen Sie auch: Pötsch Volkswagen: Bleibt Er VW-Chefkontrolleur?)

Welche Strategie verfolgt 1&1 beim Ausbau seines Mobilfunknetzes?
1&1 setzt auf eine Kombination aus eigenen Funkmasten und Kooperationen mit anderen Unternehmen, beispielsweise bei der gemeinsamen Nutzung von Standorten. Der Fokus liegt zunächst auf städtischen Gebieten, bevor der Ausbau in ländlichen Regionen vorangetrieben wird.















