Der Güggeli Express Konkurs bedeutet das Ende einer Ära für viele Schweizer. Das beliebte Familienunternehmen, das seit 1998 mit seinen Grillwagen in der Deutschschweiz unterwegs war, musste Konkurs anmelden. Betroffen sind 30 Mitarbeitende und 14 Grillwagen, die nun vor einer ungewissen Zukunft stehen. Das Zürcher Obergericht bestätigte die Zahlungsunfähigkeit.

Die wichtigsten Fakten
- Güggeli-Express, ein Schweizer Familienunternehmen, hat Konkurs angemeldet.
- 30 Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz.
- Das Unternehmen betrieb 14 Grillwagen in der Deutschschweiz.
- Der Konkurs wurde vom Zürcher Obergericht bestätigt.
Güggeli Express Konkurs: Ein Traditionsunternehmen am Ende
Der Güggeli-Express war über Jahrzehnte hinweg eine feste Grösse im Schweizer Gastronomiebereich. Mit seinen markanten Grillwagen versorgte das Unternehmen hungrige Kunden auf Festplätzen, an Bahnhöfen und anderen frequentierten Standorten mit knusprigen Poulets. Wie Blick berichtet, ist nun Schluss damit.
Die Nachricht vom Konkurs des Güggeli-Express hat in der Deutschschweiz für Bestürzung gesorgt. Viele Menschen verbinden mit dem Unternehmen positive Erinnerungen und schätzen die Qualität der angebotenen Produkte. Der Konkurs wirft jedoch auch Fragen nach den Ursachen und den Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeitenden auf.
Was sind die Gründe für den Konkurs?
Die genauen Gründe für den Konkurs des Güggeli-Express sind nicht öffentlich bekannt. Allerdings lassen sich einige Faktoren vermuten, die zu der finanziellen Schieflage beigetragen haben könnten. Zum einen ist der Wettbewerb im Gastronomiebereich in den letzten Jahren stark gestiegen. Zahlreiche neue Anbieter drängen auf den Markt, was den Preisdruck erhöht und die Margen schmälert. Zum anderen könnten auch gestiegene Kosten, beispielsweise für Energie, Personal und Rohstoffe, eine Rolle gespielt haben. Hinzu kommt, dass die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen die Gastronomiebranche insgesamt stark belastet haben. Es ist möglich, dass der Güggeli-Express sich von den Folgen der Pandemie nicht mehr vollständig erholen konnte.
Ein weiterer Aspekt könnte die veränderte Konsumgewohnheiten der Bevölkerung sein. Immer mehr Menschen legen Wert auf eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Dies könnte dazu geführt haben, dass die Nachfrage nach gegrillten Poulets, die eher als ungesund gelten, gesunken ist. (Lesen Sie auch: Blitzer Pilotprojekt Bündnerland: Wo wird Neu Geblitzt?)
Der Schweizer Gastronomiemarkt ist hart umkämpft. Laut einer Studie von Gastrosuisse, dem Branchenverband der Schweizer Hotellerie und Restauration, betrug der Umsatz der Branche im Jahr 2022 rund 25 Milliarden Franken. Die Gewinnmargen sind jedoch oft gering.
Was bedeutet das für Verbraucher, Arbeitnehmer und die Branche?
Für die Verbraucher bedeutet der Konkurs des Güggeli-Express, dass eine beliebte Anlaufstelle für schnelle und unkomplizierte Mahlzeiten wegfällt. Viele Kunden werden die knusprigen Poulets und die dazugehörigen Saucen vermissen. Ob es in Zukunft einen Nachfolger geben wird, der das Konzept des Güggeli-Express fortführt, ist derzeit ungewiss.
Für die 30 Mitarbeitenden des Unternehmens ist der Konkurs ein herber Schlag. Sie verlieren ihren Arbeitsplatz und müssen sich nun nach einer neuen Beschäftigung umsehen. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist dies keine einfache Aufgabe. Es ist zu hoffen, dass die betroffenen Arbeitnehmer schnell eine neue Perspektive finden.
Für die Gastronomiebranche insgesamt ist der Konkurs des Güggeli-Express ein Warnsignal. Er zeigt, dass auch Traditionsunternehmen nicht vor den Herausforderungen des Marktes gefeit sind. Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen sich Gastronomiebetriebe kontinuierlich an die veränderten Bedürfnisse der Kunden anpassen und innovative Konzepte entwickeln. Die Digitalisierung und der Trend zu einer nachhaltigen Ernährung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Historischer Vergleich: Konkurse in der Schweizer Gastronomie
Der Konkurs des Güggeli-Express ist kein Einzelfall in der Schweizer Gastronomie. In den letzten Jahren gab es immer wieder Traditionsunternehmen, die aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten aufgeben mussten. Ein bekanntes Beispiel ist die Schliessung der Mövenpick-Restaurants in der Schweiz im Jahr 2019. Auch andere bekannte Namen wie die Restaurantkette Bindella oder das Hotel Schweizerhof in Bern mussten in der Vergangenheit Restrukturierungen durchlaufen oder Konkurs anmelden. Diese Beispiele zeigen, dass der Wettbewerbsdruck in der Branche hoch ist und dass sich Unternehmen ständig neu erfinden müssen, um zu überleben. Laut Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, werden jährlich rund 2’000 Konkurse in der Schweiz verzeichnet. (Lesen Sie auch: Lukas Britschgi träumt von Olympia-Diplom und Bestleistung)
Das Unternehmen beginnt mit dem Betrieb von Grillwagen in der Deutschschweiz.
Ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen in der Gastronomiebranche.
Das Unternehmen stellt den Betrieb ein und 30 Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz.
Expertenmeinung zum Güggeli Express Konkurs
„Der Konkurs des Güggeli-Express ist bedauerlich, aber nicht überraschend“, sagt Dr. Stefan Meier, Wirtschaftsexperte an der Universität Zürich. „Die Gastronomiebranche steht vor grossen Herausforderungen. Die Unternehmen müssen sich an die veränderten Konsumgewohnheiten anpassen und innovative Konzepte entwickeln. Wer das nicht schafft, hat es schwer.“ Meier betont, dass die Digitalisierung und der Trend zu einer nachhaltigen Ernährung wichtige Faktoren für den Erfolg in der Gastronomie sind. Er rät den betroffenen Mitarbeitenden, sich frühzeitig um eine neue Beschäftigung zu kümmern und sich gegebenenfalls weiterzubilden.
Gastrosuisse hat sich bisher nicht öffentlich zum Konkurs des Güggeli-Express geäussert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Branchenverband die Entwicklung mit Sorge beobachtet. (Lesen Sie auch: Falsche Bankmitarbeiter Ergaunern Halbe Million von ST.…)

Wie geht es weiter?
Die Zukunft des Güggeli-Express ist ungewiss. Es ist möglich, dass ein Investor das Unternehmen übernimmt und den Betrieb unter neuem Namen fortführt. Es ist aber auch denkbar, dass die Marke Güggeli-Express für immer verschwindet. Für die betroffenen Mitarbeitenden gilt es nun, sich neu zu orientieren und nach einer neuen Beschäftigung zu suchen. Die Schweizer Wirtschaft bietet jedoch auch in schwierigen Zeiten Chancen für qualifizierte Arbeitskräfte. Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im internationalen Vergleich weiterhin niedrig, wie das SRF berichtet.
Häufig gestellte Fragen
Was genau bedeutet der Güggeli Express Konkurs für die Kunden?
Der Konkurs bedeutet, dass die Grillwagen des Güggeli-Express nicht mehr in Betrieb sind. Kunden können somit keine Poulets und andere Produkte des Unternehmens mehr erwerben. Es ist unklar, ob ein Nachfolger das Geschäft übernehmen wird.
Wie viele Mitarbeitende sind vom Konkurs des Güggeli-Express betroffen?
Insgesamt 30 Mitarbeitende verlieren durch den Konkurs ihren Arbeitsplatz. Für sie bedeutet dies eine schwierige Situation, da sie sich nun nach einer neuen Anstellung umsehen müssen. (Lesen Sie auch: Thierry Burkart: Neue Liebe & Politische Zukunft…)
Welche Faktoren haben zum Konkurs des Güggeli-Express beigetragen?
Die Gründe sind vielfältig. Vermutet werden ein gestiegener Wettbewerb, höhere Kosten und die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Auch veränderte Konsumgewohnheiten könnten eine Rolle gespielt haben.
Gibt es Hoffnung auf eine Fortführung des Güggeli-Express unter neuer Führung?
Es ist derzeit unklar, ob ein Investor das Unternehmen übernehmen und den Betrieb fortführen wird. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Attraktivität des Geschäftsmodells und den finanziellen Rahmenbedingungen.
Wie bewertet die Branche den Konkurs des Güggeli-Express?
Der Konkurs wird als Warnsignal für die gesamte Gastronomiebranche gesehen. Er zeigt, dass auch Traditionsunternehmen nicht vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten gefeit sind und sich ständig anpassen müssen.
Der Güggeli Express Konkurs markiert das Ende einer Ära. Das Unternehmen war über Jahrzehnte hinweg ein fester Bestandteil der Schweizer Gastronomielandschaft. Die Gründe für den Konkurs sind vielfältig und zeigen die Herausforderungen, vor denen die Branche steht. Für die betroffenen Mitarbeitenden gilt es nun, nach vorne zu schauen und neue Perspektiven zu entwickeln.
