Adressbuchschwindel Strafe: Ein 20-jähriger Mann muss sich im Kanton Basel-Landschaft vor Gericht verantworten, weil er durch Adressbuchschwindel Zahlungen von über 120’000 Franken erlangt haben soll. Ihm wird gewerbsmässiger Betrug und unlauterer Wettbewerb vorgeworfen, da er mehrere Hundert Personen geschädigt haben soll.

Der Fall im Baselbiet: Was wird dem jungen Mann vorgeworfen?
Der 20-Jährige soll im grossen Stil Adressbuchschwindel betrieben haben. Er soll systematisch Gewerbetreibende und Freiberufler kontaktiert und sie dazu gebracht haben, für vermeintliche Einträge in Online-Verzeichnissen zu bezahlen. Die Opfer gingen davon aus, dass es sich um eine Aktualisierung bestehender Einträge handelte, tatsächlich aber wurden sie zu Zahlungen für unnötige oder wertlose Dienstleistungen verleitet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, durch diese Machenschaften einen Gewinn von über 120’000 Franken erzielt zu haben.
Wie funktioniert Adressbuchschwindel?
Adressbuchschwindel ist eine Betrugsmasche, bei der Unternehmen oder Einzelpersonen durch irreführende Angebote zur Zahlung für Einträge in nutzlosen oder wertlosen Verzeichnissen verleitet werden. Oftmals werden bestehende Firmeneinträge als Grundlage genommen, um den Eindruck einer notwendigen Aktualisierung zu erwecken. Die Opfer werden unter Druck gesetzt oder mit falschen Versprechungen geködert, um sie zur Zahlung zu bewegen. Die Einträge bringen den Betroffenen jedoch keinen Mehrwert. (Lesen Sie auch: Jugendlicher Stromschlag: 17-Jähriger in Beinwil Schwer Verletzt)
Länder-Kontext
- Adressbuchschwindel ist in der Schweiz ein bekanntes Problem, das vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betrifft.
- Die Strafverfolgung von Betrugsfällen liegt in der Schweiz in der Verantwortung der Kantone.
- Die Bekämpfung von unlauterem Wettbewerb ist im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) geregelt.
- Der vorliegende Fall im Baselbiet unterstreicht die Notwendigkeit, Unternehmen und Einzelpersonen für diese Betrugsmasche zu sensibilisieren.
Welche Strafe droht dem Angeklagten?
Die Strafe für Adressbuchschwindel kann in der Schweiz je nach Schwere des Falls variieren. Bei gewerbsmässigem Betrug, wie er dem 20-Jährigen vorgeworfen wird, drohen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren oder Geldstrafen. Zudem kann das Gericht eine Busse wegen unlauteren Wettbewerbs verhängen. Bei der Strafzumessung werden Faktoren wie die Höhe des verursachten Schadens, die Anzahl der Geschädigten und die kriminelle Energie des Täters berücksichtigt. Es ist wichtig zu betonen, dass das Strafmass letztendlich vom Gericht im Einzelfall festgelegt wird.
Auswirkungen auf die Region Basel-Landschaft
Der Fall des Adressbuchschwindels im Baselbiet hat nicht nur Auswirkungen auf die direkt Geschädigten, sondern auch auf das Vertrauen in die Geschäftswelt der Region. Solche Betrugsfälle können das Image von ehrlichen Unternehmen schädigen und das wirtschaftliche Klima beeinträchtigen. Es ist daher wichtig, dass die Behörden konsequent gegen solche Machenschaften vorgehen und die Bevölkerung für die Risiken sensibilisieren. Die Kantonspolizei Basel-Landschaft bietet auf ihrer Webseite Informationen und Präventionstipps zum Thema Betrug an.
Wie können sich Unternehmen und Privatpersonen schützen?
Um sich vor Adressbuchschwindel zu schützen, sollten Unternehmen und Privatpersonen einige grundlegende Vorsichtsmassnahmen beachten. Dazu gehört, Angebote und Rechnungen genau zu prüfen und im Zweifelsfall Rücksprache zu halten. Es ist ratsam, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und keine unüberlegten Zahlungen zu leisten. Zudem sollten verdächtige Vorfälle der Polizei gemeldet werden. Eine gute Informationsquelle zum Thema ist auch die Webseite des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), die Informationen zum Thema unlauterer Wettbewerb bereitstellt. (Lesen Sie auch: Genoni im Rampenlicht: Schweizer Eishockey-Talente)
Laut einer Meldung von Blick, hat der Fall im Baselbiet erneut die Aufmerksamkeit auf die Problematik des Adressbuchschwindels gelenkt.
Die Konsumenteninformation der Schweizerischen Agentur für Konsumentenfragen (Konsumenteninfo) bietet ebenfalls wertvolle Tipps und Ratschläge zum Schutz vor Betrugsmaschen im Alltag.

Der Fall des 20-jährigen im Baselbiet, dem Adressbuchschwindel zur Last gelegt wird, verdeutlicht die Notwendigkeit, wachsam zu sein und sich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen. Die Sensibilisierung der Bevölkerung und die konsequente Strafverfolgung sind entscheidend, um das Vertrauen in die Wirtschaft und die Gesellschaft zu erhalten. (Lesen Sie auch: Romane Miradoli: Snowboard-Wettbewerbe bei Olympia 2026)
