Der Reaktorunfall von Tschernobyl jährt sich 2026 zum 40. Mal. Aus diesem Anlass rückt das Thema wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Eine neue TV-Dokumentation mit dem Titel „Der Sarkophag – Die neue Schutzhülle für Tschernobyl“ auf WELT am 13. Februar 2026 um 01:40 Uhr beleuchtet die Fortschritte und Herausforderungen bei der Sicherung des zerstörten Reaktors.

Hintergrund zur Tschernobyl-Katastrophe
Die Katastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion, nahe der heutigen Stadt Prypjat in der Ukraine. Bei einem Sicherheitstest kam es zu einer unkontrollierten Kettenreaktion, die eine massive Explosion und einen Brand auslöste. Dabei wurden große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt, die weite Teile Europas verstrahlten. Die unmittelbaren Folgen waren zahlreiche Todesopfer unter den Reaktormitarbeitern und Feuerwehrleuten, sowie die Evakuierung von zehntausenden Menschen aus der Umgebung.
Die langfristigen Auswirkungen der Katastrophe sind bis heute spürbar. Die radioaktive Kontamination betrifft Böden, Gewässer und die Nahrungskette. Es gibt erhöhte Krebsraten in den betroffenen Gebieten, insbesondere Schilddrüsenkrebs bei Kindern. Die Sperrzone um Tschernobyl ist weiterhin unbewohnbar, obwohl einige wenige Menschen in ihre Häuser zurückgekehrt sind. (Lesen Sie auch: Toni Kroos wehrt sich gegen Falschbehauptungen über…)
Die neue Schutzhülle über Tschernobyl
Unmittelbar nach der Katastrophe wurde der zerstörte Reaktorblock mit einem provisorischen Sarkophag aus Beton und Stahl umschlossen. Dieser sollte die weitere Freisetzung radioaktiver Stoffe verhindern. Der ursprüngliche Sarkophag war jedoch instabil und drohte einzustürzen. Daher wurde ab 2007 eine neue, größere Schutzhülle gebaut, die sogenannte „New Safe Confinement“ (NSC). Diese gigantische Stahlkonstruktion wurde im November 2016 fertiggestellt und über den alten Sarkophag geschoben.
Laut Bundesamt für Strahlenschutz soll die neue Schutzhülle den weiteren Austritt radioaktiver Stoffe für die nächsten 100 Jahre verhindern. Sie ist mit Krantechnik ausgestattet, um den alten Sarkophag abzureißen und die radioaktiven Abfälle zu bergen. Die NSC ist ein internationales Gemeinschaftsprojekt, an dem zahlreiche Länder beteiligt waren. Die Kosten beliefen sich auf rund 2,1 Milliarden Euro.
Aktuelle TV-Dokumentation
Die TV-Dokumentation „Der Sarkophag – Die neue Schutzhülle für Tschernobyl“, die am 13. Februar 2026 auf WELT ausgestrahlt wird, beleuchtet die Entstehung und die Funktionsweise der neuen Schutzhülle. Sie zeigt die Herausforderungen bei der Konstruktion und die Bedeutung für die Sicherheit der Region. Die Dokumentation bietet Einblicke in das Innere des Reaktors und zeigt die Arbeiten zur Beseitigung der radioaktiven Altlasten. (Lesen Sie auch: برينتفورد ضد آرسنال: Gunners mit wichtigem Sieg)
Die Sendung „Super-GAU Tschernobyl – Sarkophag für die Ewigkeit?“, die bereits am 12. Februar 2026 auf ZDFinfo lief, thematisierte ebenfalls die langfristigen Folgen des Reaktorunfalls und die Bemühungen um die Sicherung des Gebiets. Solche Dokumentationen tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Gefahren der Atomkraft wachzuhalten und die Notwendigkeit von Sicherheitsvorkehrungen zu verdeutlichen. Mehr Informationen zur Ausstrahlung finden Sie im TV-Programm von HÖRZU.
Ausblick auf die Zukunft von Tschernobyl
Auch nach dem Bau der neuen Schutzhülle bleiben zahlreiche Herausforderungen bestehen. Die Beseitigung der radioaktiven Abfälle wird noch Jahrzehnte dauern und erfordert den Einsatz von Robotern und Spezialtechnik. Die Sperrzone um Tschernobyl wird auf absehbare Zeit unbewohnbar bleiben. Es gibt jedoch auch Bestrebungen, das Gebiet touristisch zu nutzen und als Mahnmal für die Folgen der Atomkatastrophe zu erhalten.
Die Katastrophe von Tschernobyl hat die Welt verändert. Sie hat die Gefahren der Atomkraft deutlich gemacht und zu einem Umdenken in der Energiepolitik geführt. Viele Länder haben ihre Atomprogramme überdacht oder ganz eingestellt. Die Erinnerung an Tschernobyl soll dazu beitragen, dass sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt. (Lesen Sie auch: брентфорд – арсенал: Brentford gegen Arsenal: Spitzenspiel)

Elektromagnetische Felder und Tschernobyl
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) informiert umfassend über verschiedene Aspekte des Strahlenschutzes, darunter auch elektromagnetische Felder. Obwohl elektromagnetische Felder nicht direkt mit der Tschernobyl-Katastrophe in Verbindung stehen, ist das BfS eine wichtige Anlaufstelle für Informationen über Strahlung und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Informationen zu elektromagnetischen Feldern finden sich auf der Website des Bundesamts für Strahlenschutz.
Häufig gestellte Fragen zu tschernobyl
Häufig gestellte Fragen zu tschernobyl
Was war die Ursache der Tschernobyl-Katastrophe?
Die Katastrophe wurde durch einen fehlgeschlagenen Sicherheitstest im Block 4 des Kernkraftwerks verursacht. Eine Kombination aus Konstruktionsfehlern und menschlichem Versagen führte zu einer unkontrollierten Kettenreaktion und einer massiven Explosion, die den Reaktor zerstörte und große Mengen radioaktiver Stoffe freisetzte.
Welche Folgen hatte die Tschernobyl-Katastrophe für die Bevölkerung?
Die Katastrophe hatte verheerende Folgen für die Bevölkerung. Zahlreiche Menschen starben direkt an den Folgen der Strahlung oder später an Krebs. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden und leben seitdem in anderen Regionen. Die radioaktive Kontamination beeinträchtigte die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung. (Lesen Sie auch: Maddie Mastro bei Olympia 2026: Mehr als…)
Wie sicher ist die neue Schutzhülle über dem zerstörten Reaktor?
Die neue Schutzhülle, auch bekannt als „New Safe Confinement“, soll den weiteren Austritt radioaktiver Stoffe für die nächsten 100 Jahre verhindern. Sie ist eine stabile Stahlkonstruktion, die über den alten Sarkophag geschoben wurde und mit Krantechnik ausgestattet ist, um den Rückbau des Reaktors zu ermöglichen.
Kann man das Gebiet um Tschernobyl heute besuchen?
Ja, es ist möglich, die Sperrzone um Tschernobyl im Rahmen von geführten Touren zu besuchen. Allerdings ist der Aufenthalt in bestimmten Gebieten aufgrund der Strahlenbelastung begrenzt. Besucher müssen spezielle Schutzkleidung tragen und sich an strenge Verhaltensregeln halten.
Welche Lehren wurden aus der Tschernobyl-Katastrophe gezogen?
Die Tschernobyl-Katastrophe hat die Welt gelehrt, dass Atomkraft eine gefährliche Technologie ist, die bei unsachgemäßer Handhabung verheerende Folgen haben kann. Sie hat zu einem Umdenken in der Energiepolitik geführt und die Notwendigkeit von strengen Sicherheitsvorkehrungen und internationaler Zusammenarbeit verdeutlicht.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
