Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine neue Empfehlung herausgegeben, die das Ende klassischer asymmetrischer bsi verschlüsselung einläuten könnte. Bis Ende 2031 sollen Verfahren wie RSA und ECC nicht mehr isoliert, sondern in Kombination mit Post-Quanten-Kryptographie eingesetzt werden. Für besonders sensible Bereiche gilt diese Empfehlung sogar schon ab Ende 2030. Was bedeutet diese Ankündigung für Unternehmen und private Nutzer?

Hintergrund: Warum neue Verschlüsselungsverfahren?
Die Notwendigkeit, über neue Verschlüsselungsmethoden nachzudenken, ergibt sich aus der Entwicklung von Quantencomputern. Diese neuartigen Rechner basieren auf den Gesetzen der Quantenmechanik und könnten in der Lage sein, bestimmte mathematische Probleme deutlich schneller zu lösen als klassische Computer. Das betrifft insbesondere die Faktorisierung großer Zahlen, die eine Grundlage vieler aktueller Verschlüsselungsverfahren darstellt.
Der sogenannte Shor-Algorithmus, der 1994 entwickelt wurde, zeigt, dass Quantencomputer asymmetrische Verschlüsselungsverfahren wie RSA und ECC effizient brechen können, wie die FAZ berichtet. Da diese Verfahren in vielen Bereichen der digitalen Welt eingesetzt werden – von der Authentifizierung über sichere Kommunikation bis hin zu Software-Updates – besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko. (Lesen Sie auch: Edmonton Oilers: Connor McDavid jagt Olympia-Gold in…)
Die Verwundbarkeit dieser Systeme ist seit Langem bekannt. Umso wichtiger ist es, dass Hersteller und Anwender rechtzeitig auf die Bedrohung reagieren und auf квантенresistente Verfahren umsteigen.
Die aktuellen Empfehlungen des BSI im Detail
In seiner jährlichen Aktualisierung der „Technischen Richtlinie TR-02102“ spricht sich das BSI erstmals für ein konkretes Ablaufdatum klassischer asymmetrischer Verschlüsselungsverfahren aus. Konkret bedeutet das:
- Bis Ende 2031 sollen klassische asymmetrische Verfahren nicht mehr alleine für die bsi verschlüsselung eingesetzt werden.
- Für höchstsensitive Anwendungen gilt diese Einschränkung bereits ab Ende 2030.
- Stattdessen sollen hybride Verfahren zum Einsatz kommen, die klassische und Post-Quanten-Kryptographie kombinieren.
- Für klassische Signaturverfahren ist eine Abkündigung der alleinigen Nutzung bis Ende 2035 geplant.
BSI-Präsidentin Claudia Plattner betont die Notwendigkeit der Umstellung: „Mit der Abkündigung der klassischen Verschlüsselungsverfahren setzen wir neue Maßstäbe. Die Umstellung auf Verfahren der Post-Quanten-Kryptographie ist alternativlos, die Technische Richtlinie gibt nun konkreten Handlungsbedarf vor.“ (Quelle: BSI) (Lesen Sie auch: برشلونة unterliegt Atlético Madrid im Halbfinale)
Die Technische Richtlinie TR-02102 des BSI gilt in vielen Bereichen als Referenz für den Stand der Technik. In einigen Bereichen, beispielsweise bei der Verarbeitung von Verschlusssachen, ist die Konformität mit dieser Richtlinie sogar verpflichtend.
Was bedeutet das für die Praxis?
Die Empfehlungen des BSI haben weitreichende Konsequenzen für Unternehmen, Behörden und private Nutzer. Sie müssen sich frühzeitig mit der Thematik der Post-Quanten-Kryptographie auseinandersetzen und ihre Systeme entsprechend umstellen.
Konkret bedeutet das: (Lesen Sie auch: NHL-Stars im Rampenlicht: Glanzvolle Auftritte bei Olympia)
- Analyse bestehender Systeme: Welche Verschlüsselungsverfahren werden aktuell eingesetzt? Wo bestehen Risiken?
- Auswahl geeigneter Post-Quanten-Algorithmen: Welche Algorithmen sind geeignet und verfügbar? Welche Anforderungen müssen erfüllt werden?
- Implementierung und Test: Wie können die neuen Algorithmen in bestehende Systeme integriert werden? Wie kann die Sicherheit der neuen Systeme gewährleistet werden?
- Schulung der Mitarbeiter: Die Mitarbeiter müssen für die Thematik sensibilisiert und geschult werden.
Die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptographie ist ein komplexer Prozess, der sorgfältige Planung und Umsetzung erfordert. Es ist ratsam, sich frühzeitig mit Experten in Verbindung zu setzen und sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Kryptographie zu informieren. Informationen bietet beispielsweise die Webseite der Bundesregierung.

Ausblick: Die Zukunft der Verschlüsselung
Die Empfehlungen des BSI sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer квантенfesten Kryptographie. Sie zeigen, dass die Bedrohung durch Quantencomputer ernst genommen wird und dass Handlungsbedarf besteht. In den kommenden Jahren werden sich die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Post-Quanten-Kryptographie weiter beschleunigen. Es ist zu erwarten, dass neue Algorithmen entwickelt und bestehende Algorithmen verbessert werden. Auch die Standardisierung von Post-Quanten-Algorithmen wird eine wichtige Rolle spielen, um die Interoperabilität verschiedener Systeme zu gewährleisten.
Herausforderungen bei der Umstellung auf Post-Quanten-Kryptographie
Die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptographie ist mit einigen Herausforderungen verbunden: (Lesen Sie auch: مباريات اليوم: Fußball-Höhepunkte am 12. Februar 2026)
- Komplexität: Die neuen Algorithmen sind komplexer als die klassischen Verfahren und erfordern ein tieferes Verständnis der Kryptographie.
- Performance: Einige Post-Quanten-Algorithmen sind rechenintensiver als klassische Verfahren, was sich auf die Performance von Systemen auswirken kann.
- Standardisierung: Noch sind nicht alle Post-Quanten-Algorithmen standardisiert, was die Interoperabilität erschweren kann.
- Kosten: Die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptographie kann mit erheblichen Kosten verbunden sein, insbesondere für Unternehmen mit komplexen IT-Infrastrukturen.
FAQ zu bsi verschlüsselung und Post-Quanten-Kryptographie
Häufig gestellte Fragen zu bsi verschlüsselung
Warum empfiehlt das BSI die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptographie?
Quantencomputer könnten in Zukunft viele der heute verwendeten Verschlüsselungsverfahren brechen. Um sensible Daten auch weiterhin zu schützen, empfiehlt das BSI den Einsatz von квантенresistenten Algorithmen, die auch von Quantencomputern nicht geknackt werden können. Die Umstellung soll schrittweise bis 2031 erfolgen.
Welche Verschlüsselungsverfahren sind von der Empfehlung des BSI betroffen?
Betroffen sind vor allem asymmetrische Verschlüsselungsverfahren wie RSA und ECC (Elliptic Curve Cryptography), die weit verbreitet sind und in vielen Bereichen der digitalen Welt eingesetzt werden. Diese Verfahren basieren auf mathematischen Problemen, die von Quantencomputern effizient gelöst werden könnten.
Was ist Post-Quanten-Kryptographie?
Post-Quanten-Kryptographie (PQC) umfasst kryptographische Verfahren, die auch dann sicher sind, wenn ein Angreifer einen Quantencomputer zur Verfügung hat. Diese Verfahren basieren auf mathematischen Problemen, die auch für Quantencomputer schwer zu lösen sind, und bieten somit einen langfristigen Schutz für sensible Daten.
Was müssen Unternehmen jetzt tun, um sich auf die Umstellung vorzubereiten?
Unternehmen sollten zunächst ihre bestehenden Systeme analysieren und feststellen, welche Verschlüsselungsverfahren eingesetzt werden. Anschließend sollten sie sich über Post-Quanten-Kryptographie informieren und prüfen, welche Algorithmen für ihre Anwendungen geeignet sind. Die Implementierung und das Testen der neuen Verfahren sollten sorgfältig geplant werden.
Gibt es schon konkrete Post-Quanten-Algorithmen, die eingesetzt werden können?
Ja, es gibt bereits einige vielversprechende Post-Quanten-Algorithmen, die sich in der Entwicklung befinden oder bereits standardisiert wurden. Dazu gehören beispielsweise CRYSTALS-Kyber (ein Key-Encapsulation-Mechanismus) und CRYSTALS-Dilithium (ein Signaturverfahren), die vom NIST (National Institute of Standards and Technology) ausgewählt wurden.
Zeitplan für die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptographie
| Zeitraum | Empfehlung des BSI |
|---|---|
| Bis Ende 2030 | Für höchstsensitive Anwendungen: Keine alleinige Nutzung klassischer asymmetrischer Verschlüsselungsverfahren. |
| Bis Ende 2031 | Generelle Empfehlung: Keine alleinige Nutzung klassischer asymmetrischer Verschlüsselungsverfahren. |
| Bis Ende 2035 | Abkündigung der alleinigen Nutzung klassischer Signaturverfahren. |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
