Ein neuer Asbest Fund Burgenland und in der Steiermark wurde von Greenpeace gemeldet. Betroffen sind die Gemeinden Winden und Breitenbrunn im Burgenland sowie Hartberg und Neudau in der Oststeiermark. Die Umweltschutzorganisation wies darauf hin, dass in der Oststeiermark teils reine Asbeststeine im Bankett gefunden wurden, was eine akute Gefährdung darstellt.

Die wichtigsten Fakten
- Greenpeace meldet neue Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark.
- Betroffene Gemeinden sind Winden und Breitenbrunn im Burgenland sowie Hartberg und Neudau in der Steiermark.
- In der Oststeiermark wurden teils reine Asbeststeine im Bankett gefunden.
- Asbest kann bei Freisetzung krebserregend sein und stellt eine Gesundheitsgefahr dar.
Inhaltsverzeichnis
- Wo genau wurden die Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark entdeckt?
- Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark: Eine wachsende Gefahr
- Die Rolle der Behörden und die notwendigen Maßnahmen
- Wie gefährlich ist Asbest wirklich und welche gesundheitlichen Risiken bestehen?
- Asbest im Alltag: Wo lauern die Gefahren?
- Die grenzüberschreitende Relevanz der Asbestfunde
- Häufig gestellte Fragen
Wo genau wurden die Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark entdeckt?
Die Asbestfunde wurden in den Gemeinden Winden und Breitenbrunn im Burgenland sowie in Hartberg und Neudau in der Steiermark lokalisiert. Insbesondere in der Oststeiermark fand Greenpeace Asbeststeine direkt im Bankett, also am Straßenrand, was die Gefahr einer unkontrollierten Freisetzung von Asbestfasern erhöht. Diese Funde unterstreichen die Notwendigkeit einer umfassenden Untersuchung und Sanierung.
Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark: Eine wachsende Gefahr
Die jüngsten Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark, aufgedeckt von Greenpeace, sind ein alarmierendes Zeichen. Wie Der Standard berichtet, handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein potenziell flächendeckendes Problem. Asbest, ein Material, das früher aufgrund seiner Hitzebeständigkeit und Festigkeit in zahlreichen Bauprodukten eingesetzt wurde, ist seit den 1990er Jahren in Österreich verboten. Die Gefahr besteht darin, dass beim Bearbeiten oder Verwittern asbesthaltiger Materialien feine Fasern freigesetzt werden, die beim Einatmen krebserregend sind.
Besonders brisant ist die Situation in der Oststeiermark, wo Greenpeace sogar reine Asbeststeine am Straßenrand entdeckte. Diese Funde deuten darauf hin, dass Asbest nicht nur in verbauten Materialien, sondern auch in der natürlichen Umgebung vorkommen kann. Dies könnte auf unsachgemäße Entsorgung oder natürliche Vorkommen des Minerals zurückzuführen sein.
Asbestfasern sind besonders gefährlich, wenn sie eingeatmet werden. Sie können zu Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliom (einer seltenen Krebserkrankung des Rippenfells) führen. Daher ist es wichtig, den Kontakt mit asbesthaltigen Materialien zu vermeiden und bei Verdacht auf Asbestbelastung umgehend Fachleute zu kontaktieren.
Die Rolle der Behörden und die notwendigen Maßnahmen
Nach den Asbestfunden im Burgenland und der Steiermark stellt sich die Frage nach der Verantwortung und den notwendigen Maßnahmen. Die zuständigen Behörden, allen voran die jeweiligen Landesregierungen und die Umweltabteilungen, sind gefordert, die Situation rasch zu untersuchen und geeignete Sanierungsmaßnahmen einzuleiten. Dazu gehört die genaue Kartierung der betroffenen Gebiete, die Sicherung der Fundstellen und die fachgerechte Entfernung und Entsorgung des Asbests. (Lesen Sie auch: Greenpeace verzeichnete weitere Asbestfunde im Burgenland)
Die burgenländische Landesregierung hat bereits angekündigt, die Vorfälle zu prüfen und entsprechende Schritte einzuleiten. Es ist jedoch wichtig, dass die Maßnahmen nicht nur reaktiv, sondern auch präventiv sind. Das bedeutet, dass bestehende Gebäude und Infrastrukturen systematisch auf Asbest untersucht werden müssen, um potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.
Auch für die Bevölkerung ist es wichtig, sensibilisiert zu werden. Werden bei Bauarbeiten oder im eigenen Garten verdächtige Materialien entdeckt, sollten diese nicht selbstständig bearbeitet, sondern umgehend den Behörden gemeldet werden. Nur so kann eine Gefährdung der Gesundheit vermieden werden.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich und welche gesundheitlichen Risiken bestehen?
Asbest ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das aufgrund seiner besonderen Eigenschaften lange Zeit in vielen Bereichen eingesetzt wurde. Seine Hitzebeständigkeit, Festigkeit und Flexibilität machten es zu einem idealen Material für den Bau, die Industrie und sogar für Textilien. Die gesundheitlichen Risiken von Asbest wurden jedoch erst spät erkannt. Die Arbeiterkammer Österreich bietet umfangreiche Informationen zu den Gefahren von Asbest.
Die Gefahr von Asbest liegt in seinen feinen Fasern, die beim Einatmen tief in die Lunge gelangen können. Dort können sie Entzündungen und Vernarbungen verursachen, die zu schweren Erkrankungen führen. Zu den häufigsten asbestbedingten Krankheiten gehören Asbestose (eine chronische Lungenerkrankung), Lungenkrebs und Mesotheliom. Letzteres ist eine seltene, aber äußerst aggressive Krebserkrankung des Rippenfells oder des Bauchfells, die fast ausschließlich durch Asbest verursacht wird.
Die Latenzzeit zwischen der Asbestexposition und dem Ausbruch einer Erkrankung kann sehr lang sein, oft mehrere Jahrzehnte. Das bedeutet, dass Menschen, die heute an asbestbedingten Krankheiten leiden, möglicherweise vor vielen Jahren Asbest ausgesetzt waren.
Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jede Asbestexposition zwangsläufig zu einer Erkrankung führt. Das Risiko hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Dauer und Intensität der Exposition, der Art der Asbestfasern und der individuellen Veranlagung. Dennoch gilt: Je weniger Asbestfasern eingeatmet werden, desto geringer ist das Risiko. (Lesen Sie auch: Greenpeace verzeichnete weitere Asbestfunde im Burgenland)
Asbest im Alltag: Wo lauern die Gefahren?
Obwohl Asbest in Österreich seit den 1990er Jahren verboten ist, ist das Material noch immer in vielen älteren Gebäuden und Anlagen vorhanden. Besonders häufig findet man Asbest in:
- Asbestzementprodukten (z.B. Wellplatten, Rohre)
- Bodenbelägen (z.B. Cushion-Vinyl-Böden)
- Spritzasbest (z.B. zur Dämmung von Stahlkonstruktionen)
- Klebstoffen und Spachtelmassen
- Bremsbelägen (in älteren Fahrzeugen)
Bei Renovierungs- oder Abbrucharbeiten können asbesthaltige Materialien beschädigt werden und Fasern freisetzen. Daher ist es wichtig, solche Arbeiten nur von Fachleuten durchführen zu lassen, die über die notwendige Ausrüstung und Kenntnisse verfügen. Auch im Alltag können Gefahren lauern, beispielsweise wenn alte Asbestzementplatten auf dem Dach verwittert sind oder beim Reinigen von asbesthaltigen Bodenbelägen Fasern freigesetzt werden.
Es ist ratsam, bei Verdacht auf Asbestbelastung eine Analyse durchführen zu lassen. Spezialisierte Labore können Proben von Materialien oder Luft auf Asbestfasern untersuchen und so Klarheit schaffen. Das Umweltbundesamt bietet Informationen und Richtlinien zum Thema Asbest.
Die grenzüberschreitende Relevanz der Asbestfunde
Die Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark sind nicht nur für Österreich von Bedeutung, sondern haben auch eine grenzüberschreitende Relevanz. Dies betrifft insbesondere Deutschland, da viele deutsche Urlauber und Pendler die Regionen regelmäßig besuchen oder durchqueren. Die Gesundheit der Bevölkerung sollte oberste Priorität haben, unabhängig von der Nationalität.

Darüber hinaus zeigt der Fall, dass die Asbestproblematik auch Jahrzehnte nach dem Verbot des Materials noch nicht gelöst ist. Es ist daher wichtig, dass auch in Deutschland die Anstrengungen zur Asbestsanierung und zur Sensibilisierung der Bevölkerung verstärkt werden. Ein grenzüberschreitender Austausch von Informationen und Erfahrungen kann dazu beitragen, die Asbestbelastung in Europa insgesamt zu reduzieren.
Die aktuellen Funde unterstreichen die Notwendigkeit, das Thema Asbest nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und weiterhin wachsam zu bleiben. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Gesundheit der Bevölkerung langfristig geschützt wird. (Lesen Sie auch: Schulassistenz Steiermark: Kritik an Novelle – droht…)
Häufig gestellte Fragen
Was ist Asbest und warum ist es gefährlich?
Asbest ist ein natürlich vorkommendes Mineral, dessen Fasern lungengängig sind und beim Einatmen schwere Erkrankungen wie Asbestose, Lungenkrebs oder Mesotheliom verursachen können. Daher ist der Umgang mit Asbest streng reglementiert.
Wo kann Asbest in alten Gebäuden vorkommen?
Asbest findet sich oft in Asbestzementprodukten wie Wellplatten und Rohren, in Bodenbelägen, Spritzasbest zur Dämmung, Klebstoffen und Spachtelmassen. Bei Sanierungen ist Vorsicht geboten.
Wie erkenne ich asbesthaltige Materialien?
Asbesthaltige Materialien sind oft schwer zu erkennen. Eine Analyse durch ein spezialisiertes Labor ist notwendig, um Asbest sicher zu identifizieren. Bei Verdacht sollte man keine Materialien selbst bearbeiten.
Was soll ich tun, wenn ich Asbest entdecke?
Bei Entdeckung von Asbest sollte man die Materialien nicht selbst bearbeiten oder entfernen, sondern umgehend die zuständigen Behörden oder Fachleute informieren, die die Situation beurteilen und geeignete Maßnahmen einleiten können. (Lesen Sie auch: Spö Führungsdebatte: Was die Krise Wirklich Auslöste)
Wer ist für die Asbestsanierung zuständig?
Die Asbestsanierung muss von zertifizierten Fachbetrieben durchgeführt werden, die über die notwendige Ausrüstung und das Know-how verfügen, um Asbest sicher zu entfernen und zu entsorgen. Die Kosten können je nach Umfang variieren.
Die Asbestfunde im Burgenland und der Steiermark sind ein Weckruf. Sie zeigen, dass die Altlasten der Vergangenheit noch immer eine Gefahr darstellen und dass eine kontinuierliche Überwachung und Sanierung notwendig sind, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Die Sensibilisierung der Bevölkerung und die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Fachleuten sind dabei entscheidend.
