Der schwäbische Textilmaschinenbauer Mayer & Cie. aus Albstadt, ehemals Weltmarktführer für Rundstrickmaschinen, ist nach einer Insolvenz von dem chinesischen Unternehmen Huixing übernommen worden. Der Kaufvertrag wurde am Montag unterzeichnet, wie mehrere Medien berichten.

Hintergrund: Mayer & Cie. – Vom Weltmarktführer in die Insolvenz
Mayer & Cie. kann auf eine 120-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem Weltmarktführer im Bereich der Rundstrick- und Flechtmaschinen. Die Technik aus Albstadt war international gefragt, wobei der Großteil der Produktion in den Export ging. Trotz dieser starken Position geriet das Familienunternehmen in den vergangenen Jahren zunehmend unter wirtschaftlichen Druck.
Gründe für die Insolvenz sind laut Bild ein stark eingebrochener Weltmarkt für Textilmaschinen, ein Umsatzrückgang von rund 50 Prozent im Vorjahr sowie massiv gestiegener Wettbewerb, vor allem durch subventionierte chinesische Anbieter. Hinzu kamen globale Belastungen wie US-Zölle, der Handelskrieg, der Ukraine-Konflikt und die hohe Inflation in wichtigen Absatzmärkten wie der Türkei. (Lesen Sie auch: Sigi Fink wechselt zu "Guten Morgen Österreich")
Übernahme durch Huixing: Ein Neuanfang für Mayer & Cie.?
Die Übernahme durch Huixing soll nun einen Neuanfang für das Traditionsunternehmen ermöglichen. Der neue Besitzer, Xu Hongjie, stammt aus einer südchinesischen Unternehmerfamilie und führt das Unternehmen Huixing, das weltweit Rundstrickmaschinen entwickelt und vertreibt. Laut der „Schwäbischen“ beschäftigt Huixing rund 1.000 Mitarbeiter und betreibt mehrere Produktionsstandorte.
Xu Hongjie erklärte, er fühle sich verpflichtet, das Unternehmen zu retten: „Es gilt dafür zu sorgen, dass das Unternehmen überlebt.“ Er will die Marke erhalten und die Produktion im Frühjahr wieder anlaufen lassen. Allerdings wird es einen Neustart mit einer kleineren Mannschaft geben. Die bisherige Mayer & Cie. GmbH & Co. KG ist durch die Vertragsunterzeichnung erloschen. Die Angestellten müssen neu eingestellt werden. Wie viele von den ehemals 270 Beschäftigten zurückkehren können, ist noch unklar. Zunächst soll der Neustart vorbereitet und der Verkauf angekurbelt werden.
Die Bundesagentur für Arbeit bietet Informationen und Unterstützung für Arbeitnehmer, die von einer Insolvenz betroffen sind. (Lesen Sie auch: Nikola Topic feiert NBA-Debüt nach Krebsdiagnose)
Weitere Traditionsunternehmen in Schwierigkeiten
Die Schwierigkeiten von Mayer & Cie. sind kein Einzelfall. Wie Merkur berichtet, will auch die Mayer-Gruppe, offiziell Mayer-Kuvert-network GmbH, mit Sitz in Heilbronn (Baden-Württemberg) noch im laufenden Jahr 2026 die Produktion am Stammsitz in Heilbronn einstellen, wodurch die dortigen Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Gründe dafür sind die zunehmende Digitalisierung und die damit einhergehende rückläufige Nachfrage nach Briefumschlägen und Kuverts, sowie steigende Kosten und Überkapazitäten.
Was bedeutet die Übernahme für die Zukunft der Textilmaschinenindustrie?
Die Übernahme von Mayer & Cie. durch ein chinesisches Unternehmen zeigt die zunehmende Bedeutung Chinas in der globalen Textilmaschinenindustrie. Subventionierte chinesische Anbieter setzen westliche Unternehmen unter Druck.
Die Bedeutung von Weltmarktführern für den Standort Deutschland
Weltmarktführer spielen eine wichtige Rolle für den Standort Deutschland. Sie sind oft Innovationstreiber, sichern Arbeitsplätze und tragen zum Export bei. Wenn solche Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, hat das oft weitreichende Folgen für die Region und die gesamte Wirtschaft. (Lesen Sie auch: Jocurile Olimpice De Iarnă 2026: Patinaj Artistic…)

Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es deutschen Unternehmen ermöglichen, im globalen Wettbewerb zu bestehen. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zur Förderung von Innovationen, zur Senkung der Energiekosten und zum Abbau bürokratischer Hürden.
Häufig gestellte Fragen zu Weltmarktführer
Häufig gestellte Fragen zu Weltmarktführer
Was genau bedeutet der Begriff „Weltmarktführer“?
Ein Weltmarktführer ist ein Unternehmen, das in seinem spezifischen Marktsegment weltweit eine führende Position einnimmt. Dies zeichnet sich in der Regel durch einen hohen Marktanteil, technologische Innovation und internationale Präsenz aus. Weltmarktführer sind oft wichtige Arbeitgeber und tragen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg ihres Standorts bei.
Welche Faktoren führen dazu, dass ein Unternehmen zum Weltmarktführer wird?
Mehrere Faktoren können dazu beitragen, dass ein Unternehmen zum Weltmarktführer aufsteigt. Dazu gehören unter anderem eine hohe Innovationskraft, eine klare Fokussierung auf bestimmte Marktsegmente, eine ausgeprägte Kundenorientierung, eine effiziente Produktion und Logistik sowie eine erfolgreiche internationale Expansion. Auch staatliche Fördermaßnahmen können eine Rolle spielen. (Lesen Sie auch: Zimbabwe VS Australia: vs. Australien: Überraschung im…)
Warum geraten Weltmarktführer in wirtschaftliche Schwierigkeiten und Insolvenz?
Auch Weltmarktführer sind nicht vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten gefeit. Gründe dafür können veränderte Marktbedingungen, zunehmender Wettbewerb durch neue Anbieter (insbesondere aus Schwellenländern), technologische Umbrüche, steigende Kosten, globale Krisen oder auch Managementfehler sein. Oft spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.
Welche Konsequenzen hat die Insolvenz eines Weltmarktführers für die Region?
Die Insolvenz eines Weltmarktführers kann erhebliche Konsequenzen für die Region haben, in der das Unternehmen ansässig ist. Dazu gehören der Verlust von Arbeitsplätzen, ein Rückgang der Steuereinnahmen, eine Schwächung der regionalen Wirtschaft und ein Imageverlust für den Standort. Oft sind auch Zulieferer und andere Unternehmen in der Region betroffen.
Wie können Unternehmen ihre Position als Weltmarktführer langfristig sichern?
Um ihre Position als Weltmarktführer langfristig zu sichern, müssen Unternehmen kontinuierlich in Innovationen investieren, ihre Prozesse optimieren, ihre Mitarbeiter qualifizieren, ihre Kundenbeziehungen pflegen und ihre internationalen Aktivitäten ausbauen. Auch eine vorausschauende Planung und ein gutes Risikomanagement sind entscheidend.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
