Lucas Braathen, der norwegische Skirennläufer, sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Seit der Saison 2024/25 startet er für Brasilien im Ski-Weltcup. Kjetil André Aamodt, eine Ski-Ikone, vergleicht ihn nun mit Alberto Tomba, einer Legende des Sports. Doch was steckt hinter diesem Vergleich und dem überraschenden Nationenwechsel?

Lucas Braathen: Vom Norweger zum Brasilianer
Lucas Pinheiro Braathen, geboren in Norwegen, hat brasilianische Wurzeln durch seine Mutter. Diese Verbindung nutzte er, um ab der Saison 2024/25 für Brasilien an den Start zu gehen. Dieser Schritt sorgte für Aufsehen in der Skiwelt, da Braathen bis dahin als einer der vielversprechendsten norwegischen Athleten galt. Der Wechsel ermöglicht es ihm, seine Karriere auf eine neue Art und Weise zu gestalten und gleichzeitig seine familiäre Herkunft zu repräsentieren. (Lesen Sie auch: Lucas Pinheiro Braathen: Vom norwegischen Talent)
Aamodt sieht Parallelen zu Alberto Tomba
Kjetil André Aamodt, ein norwegischer Ski-Star, sieht in Lucas Braathen Parallelen zu Alberto Tomba, einem der bekanntesten und charismatischsten Skirennläufer aller Zeiten. Aamodt lobte Braathen in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport als einen starken Skifahrer mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit, der sowohl attraktiv als auch exzentrisch sei. Er betonte jedoch, dass Braathen noch einige Weltcupsiege mehr einfahren müsse, um das Niveau des dreifachen Olympiasiegers Tomba zu erreichen. Tomba gewann in seiner Karriere beeindruckende 50 Weltcuprennen.
Aktuelle Entwicklung und Ziele
Trotz des Nationenwechsels und des hohen Erwartungsdrucks bleibt Lucas Braathen fokussiert. Er möchte bei den kommenden Wettbewerben sein Bestes geben und für Brasilien Erfolge feiern. Sein langfristiges Ziel sind die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo, wo er eine Medaille gewinnen möchte. Braathen selbst sieht den Wechsel als Chance, den Skisport in Brasilien populärer zu machen. „Ich möchte als Vorbild dienen und junge Menschen für den Skisport begeistern“, sagte Braathen in einem Interview. (Lesen Sie auch: Alexander Schmid startet trotz Verletzung bei Olympia…)
Braathens bisherige Erfolge
Bevor er für Brasilien startete, feierte Lucas Braathen bereits einige Erfolge im norwegischen Team. Er gewann sechs Weltcuprennen und zeigte sein Talent vor allem im Slalom und Riesenslalom. Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking lief es jedoch nicht nach Plan, da er sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom ausschied. Nun möchte er für Brasilien neu angreifen und seine Karriere mit weiteren Erfolgen krönen.
Ein Schockmoment im Training
Wie der Kicker berichtet, entging Lucas Pinheiro Braathen kurz vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden nur knapp einem schweren Unfall. Während des Trainings tauchte plötzlich ein anderer Skifahrer auf der Piste auf. Braathen konnte einen Zusammenstoß in letzter Sekunde verhindern. „Ich bin sehr dankbar, heil davongekommen zu sein“, schrieb er auf Social Media. Dieser Vorfall verdeutlicht die Gefahren im alpinen Skisport, denen sich die Athleten täglich stellen müssen. (Lesen Sie auch: Fabian Gratz gibt Olympia-Debüt im Riesenslalom)
Was bedeutet der Nationenwechsel für den Skisport?
Der Nationenwechsel von Lucas Braathen wirft auch Fragen nach der Zukunft des Skisports auf. Immer mehr Athleten entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für einen Wechsel des Landes, für das sie an den Start gehen. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel bessere Trainingsbedingungen, finanzielle Unterstützung oder die Möglichkeit, sich in einem weniger konkurrenzbetonten Umfeld zu etablieren. Für kleinere Skinationen bietet dies die Chance, international konkurrenzfähiger zu werden und den Sport im eigenen Land populärer zu machen. Zugleich stellt sich die Frage, wie die traditionellen Ski-Nationen mit dieser Entwicklung umgehen werden.
Ausblick auf die kommenden Wettbewerbe
Lucas Braathen bereitet sich intensiv auf die kommenden Weltcuprennen und die Olympischen Spiele 2026 vor. Er trainiert hart, um seine Technik zu verbessern und seine körperliche Fitness zu optimieren. Sein Ziel ist es, für Brasilien Top-Platzierungen zu erreichen und eine Medaille bei den Olympischen Spielen zu gewinnen. Dabei kann er auf die Unterstützung seines Teams und seiner Familie zählen. (Lesen Sie auch: Anton Grammel bei Olympia 2026: Vom Bodensee)

Tabelle: Lucas Braathens Weltcup-Siege (bis 02/2026)
| Saison | Disziplin | Ort | Datum |
|---|---|---|---|
| 2020/21 | Riesenslalom | Sölden | 18.10.2020 |
| 2022/23 | Slalom | Wengen | 15.01.2023 |
| 2022/23 | Slalom | Kitzbühel | 22.01.2023 |
| 2022/23 | Riesenslalom | Soldeu | 19.03.2023 |
| 2023/24 | Slalom | Gurgl | 18.11.2023 |
| 2023/24 | Slalom | Madonna di Campiglio | 22.12.2023 |
Häufig gestellte Fragen zu lucas braathen
Warum startet Lucas Braathen für Brasilien?
Lucas Braathen hat brasilianische Wurzeln durch seine Mutter. Er möchte seine familiäre Herkunft repräsentieren und gleichzeitig den Skisport in Brasilien populärer machen. Zudem sieht er darin eine Chance, seine Karriere neu zu gestalten und sich in einem neuen Umfeld zu beweisen.
Welche Erfolge hat Lucas Braathen bisher gefeiert?
Vor seinem Wechsel zu Brasilien gewann Lucas Braathen sechs Weltcuprennen im Slalom und Riesenslalom. Er gehörte zu den vielversprechendsten Talenten im norwegischen Ski-Team. Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking konnte er jedoch keine Medaille gewinnen.
Mit wem wird Lucas Braathen verglichen?
Die norwegische Ski-Ikone Kjetil André Aamodt vergleicht Lucas Braathen mit Alberto Tomba, einem der größten Skirennläufer aller Zeiten. Aamodt lobt Braathens außergewöhnliche Persönlichkeit und sein Talent, betont aber, dass er noch mehr Siege benötigt, um Tombas Niveau zu erreichen.
Was sind Lucas Braathens Ziele für die Zukunft?
Lucas Braathen möchte für Brasilien Erfolge im Ski-Weltcup feiern und bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo eine Medaille gewinnen. Er will als Vorbild dienen und den Skisport in Brasilien populärer machen.
Wie gefährlich ist der alpine Skisport?
Der alpine Skisport birgt erhebliche Risiken. Athleten sind hohen Geschwindigkeiten und unvorhersehbaren Bedingungen ausgesetzt. Stürze können schwere Verletzungen verursachen. Lucas Braathen entging kurz vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden nur knapp einem schweren Unfall.
Weitere Informationen zum Thema Skisport finden Sie auf der offiziellen Website des Internationalen Ski-Verbandes (FIS).
