Die starken Schneefälle der letzten Tage haben die Situation in der Schweiz zugespitzt. Mehrere Dörfer im Kanton Wallis mussten aufgrund akuter Lawinengefahr evakuiert werden. Grund dafür sind die enormen Neuschneemengen und die sinkende Schneefallgrenze Schweiz, die nun auch tiefere Lagen winterlich werden lässt.

Schneefallgrenze in der Schweiz: Ein Überblick
Die Schneefallgrenze Schweiz bezeichnet die Höhe, bis zu der Niederschlag in Form von Schnee fällt. Sie ist abhängig von der Temperatur der Luft: Je kälter die Luft, desto tiefer liegt die Schneefallgrenze. In den Alpen ist die Schneefallgrenze ein wichtiger Faktor für den Wintertourismus, aber auch für die Beurteilung der Lawinengefahr. Durch den Klimawandel und die damit einhergehenden steigenden Temperaturen verschiebt sich die durchschnittliche Schneefallgrenze tendenziell nach oben, was langfristige Auswirkungen auf die Schneesicherheit in den Skigebieten hat. Aktuell sorgt jedoch eine Kaltfront für ungewöhnlich viel Schnee bis in tiefe Lagen.
Aktuelle Entwicklung: Evakuierungen und Zugunglück
Die aktuellen Schneefälle haben in einigen Regionen der Schweiz zu kritischen Situationen geführt. Wie der Schweizer Sender SRF berichtet, mussten in der Walliser Gemeinde Orsières 50 Personen ihre Häuser verlassen. Betroffen sind mehrere Gebäude in La Fouly auf dem Plateau de la Neuve sowie die Weiler Le Clou und Les Granges sowie das Dorf Ferret. Die Gemeinde begründet die präventive Maßnahme mit der Erwartung weiterer starker Niederschläge nach den bereits gefallenen Schneemassen. Die Evakuierung gilt mindestens bis Mittwochmorgen. (Lesen Sie auch: Thomas Gottschalk: Fasnet-Auftritt in Bräunlingen begeistert)
Ein weiteres Ereignis, das die angespannte Lage verdeutlicht, ist ein Zugunglück im Wallis. Laut DIE ZEIT wurden fünf Personen verletzt, als ein Zug nach einem Lawinenabgang entgleiste. Das Unglück ereignete sich, als der Zug aus dem Lötschberg-Bahntunnel herausfuhr. In der Region gilt derzeit die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Der Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF warnt eindringlich vor der steigenden Lawinengefahr in vielen Regionen der Schweiz.
Neuschneemengen und Schneefallgrenze
Von Sonntagabend bis Montagmittag fielen in den Alpen bereits 20 bis 60 Zentimeter Neuschnee, im Unterwallis lokal noch mehr. Bis Dienstagabend werden am Alpennordhang und im Wallis weitere 30 bis lokal 70 Zentimeter erwartet. Insgesamt könnten bis Dienstagabend vielerorts zwischen 70 und 120 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Die Schneefallgrenze sinkt am Dienstag auf 500 bis 700 Meter, wodurch es auch in tieferen Lagen winterlich wird.
Einschätzung der Lawinengefahr
Die Lawinengefahr wird verbreitet auf Stufe gross (4 von 5) eingeschätzt und bleibt auch in den kommenden Tagen angespannt. Mit starkem bis stürmischem Westwind gibt es grosse Schneeverwehungen und Triebschneeansammlungen. Jürg Trachsel vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF warnt im Tages-Anzeiger, dass in manchen Regionen sogar die höchste Lawinenwarnstufe 5 erreicht werden könnte. (Lesen Sie auch: Karina Akopova und Nikita Rakhmanin erreichen)
Ausblick: Weitere Schneefälle erwartet
Auch in den kommenden Tagen ist keine Entspannung in Sicht. Bereits in der Nacht auf Mittwoch gibt es eine kurze Niederschlagspause, doch schon in den Morgenstunden breiten sich aus Westen neue Schneefälle aus. Von Mittwoch bis Freitag können weitere 15 bis 40 Zentimeter Schnee fallen, wobei die Schneefallgrenze Schweiz meist zwischen 800 und 1300 Metern pendelt.
Die Bedeutung der Schneefallgrenze für den Tourismus
Die Schneefallgrenze Schweiz spielt eine entscheidende Rolle für den Tourismus, insbesondere für den Wintertourismus. Eine tiefe Schneefallgrenze bedeutet, dass auch tiefer gelegene Skiorte von ausreichend Schnee profitieren und somit attraktiver für Touristen sind. Umgekehrt kann eine hohe Schneefallgrenze dazu führen, dass Skigebiete in tieferen Lagen schneearm sind und weniger Besucher anziehen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Skigebiete selbst, sondern auch auf die gesamte regionale Wirtschaft, die vom Tourismus abhängig ist.
Viele Skigebiete investieren daher in Beschneiungsanlagen, um die Schneesicherheit zu gewährleisten. Diese Anlagen produzieren künstlichen Schnee, der unabhängig von der natürlichen Schneefallgrenze ist. Allerdings ist die Produktion von Kunstschnee energieintensiv und kann negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Daher ist es wichtig, dass Skigebiete nachhaltige Strategien entwickeln, um mit den Auswirkungen des Klimawandels umzugehen und den Wintertourismus langfristig zu sichern. (Lesen Sie auch: 10.02.1836: Erste Zeitungsbeschwerde: Was geschah am 10)

Tabelle: Erwartete Neuschneemengen in verschiedenen Regionen (bis Dienstagabend)
| Region | Erwartete Neuschneemenge |
|---|---|
| Alpennordhang | 70-120 cm |
| Wallis | 70-120 cm |
| Tessiner Bergen | Weniger Neuschnee |
| Mittel- und Südbünden | Weniger Neuschnee |
FAQ zu Schneefallgrenze Schweiz
Häufig gestellte Fragen zu schneefallgrenze schweiz
Was genau versteht man unter der Schneefallgrenze in der Schweiz?
Die Schneefallgrenze bezeichnet die Höhe, bis zu der Niederschlag in Form von Schnee fällt. Sie variiert je nach Temperatur und Wetterlage. Aktuell liegt sie in vielen Regionen der Schweiz tiefer als üblich, was zu vermehrten Schneefällen auch in tieferen Lagen führt.
Warum ist die Schneefallgrenze für die Schweiz so wichtig?
Die Schneefallgrenze ist entscheidend für den Wintertourismus, die Lawinengefahr und die Wasserversorgung. Eine tiefe Schneefallgrenze bedeutet gute Bedingungen für den Wintersport, erhöht aber auch das Risiko von Lawinenabgängen. Zudem speichert Schnee Wasser, das im Frühjahr abfließt und zur Trinkwasserversorgung beiträgt.
Welche Auswirkungen haben die aktuellen Schneefälle auf die Lawinengefahr?
Die starken Schneefälle haben die Lawinengefahr in vielen Regionen der Schweiz deutlich erhöht. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für spontane Lawinenabgänge, insbesondere in steilem Gelände. Die Behörden haben daher entsprechende Warnungen herausgegeben und Evakuierungen angeordnet. (Lesen Sie auch: Cagliari – Lecce: gegen: Aufstellungen und Hintergründe)
Wie beeinflusst der Klimawandel die Schneefallgrenze in der Schweiz?
Der Klimawandel führt langfristig zu einem Anstieg der Schneefallgrenze. Steigende Temperaturen bedeuten, dass Niederschlag in höheren Lagen als Schnee fällt. Dies hat negative Auswirkungen auf die Schneesicherheit in tiefer gelegenen Skigebieten und verändert die alpine Landschaft.
Was können Skigebiete tun, um mit einer höheren Schneefallgrenze umzugehen?
Skigebiete können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um mit einer höheren Schneefallgrenze umzugehen. Dazu gehören der Einsatz von Beschneiungsanlagen, die Anpassung des Pistenangebots auf höhere Lagen und Investitionen in alternative touristische Angebote, die unabhängig von Schnee sind.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Schneefallgrenze und Lawinengefahr in der Schweiz?
Aktuelle Informationen zur Schneefallgrenze Schweiz und Lawinengefahr finden Sie auf den Webseiten von SRF Meteo, dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF und den kantonalen Behörden. Diese bieten regelmäßige Updates und Warnungen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
