Der Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ von Nicolas Steiner ist ein gewagtes Spielfilmdebüt, das mit seiner surrealen und fragmentarischen Welt gleichermaßen vertraut und fremdartig wirkt. Der Film entführt das Publikum in eine düstere, visuelle Version unserer Realität, die an Meister des Absurden wie Kafka und Ionesco erinnert.

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- Nicolas Steiner Film: Eine surreale Reise in die Abgründe der Bürokratie
- Wie unterscheidet sich „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ von anderen Filmen?
- Die schauspielerischen Leistungen im Fokus
- Die Bedeutung der visuellen Gestaltung
- Die Rolle der Musik und des Sounddesigns
- Für wen lohnt sich „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“?
- Häufig gestellte Fragen
Film-Fakten
- Regisseur Nicolas Steiner präsentiert sein Spielfilmdebüt.
- Die surreale Welt des Films erinnert an Werke von Kafka und Ionesco.
- Luna Wedler und Karl Markovics spielen die Hauptrollen.
- Der Film vermischt Elemente verschiedener Genres und Zeiten.
| Titel | Sie glauben an Engel, Herr Drowak? |
|---|---|
| Regie | Nicolas Steiner |
| Drehbuch | Bettina Gundermann |
| Besetzung | Luna Wedler, Karl Markovics, u.a. |
| Genre | Surrealer Genremix |
| Kinostart | 2025 |
| Verleih | X Verleih |
Unser Eindruck: Ein visuell beeindruckendes und gedanklich anregendes Debüt, das zum Nachdenken über Menschlichkeit und Bürokratie anregt.
Nicolas Steiner Film: Eine surreale Reise in die Abgründe der Bürokratie
Nicolas Steiner Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ ist ein mutiger und ungewöhnlicher Film, der sich Genregrenzen entzieht und den Zuschauer in eine Welt entführt, die sowohl faszinierend als auch beunruhigend ist. Die fragmentarische Erzählweise und die surrealen Bilder schaffen eine Atmosphäre der Entfremdung und des Absurden, die an Werke von Kafka und Ionesco erinnert. Laut Die Zeit, auf deren Meldung dieser Artikel basiert, gelingt es Steiner, das Menschliche in einem kafkaesken bürokratischen Apparat zu entdecken.
Die Zeit berichtet, dass der Film den Zuschauer in eine Welt entführt, die aus vielen kleinen Fragmenten zusammengebaut ist. Die Welt wirkt vage bekannt und erinnert an eine düstere Version unserer Realität.
Wie unterscheidet sich „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ von anderen Filmen?
Was diesen Nicolas Steiner Film von anderen Werken abhebt, ist seine konsequente Umsetzung des surrealen Konzepts. Während andere Filme oft nur einzelne surreale Elemente einstreuen, taucht Steiner tief in eine Welt ein, in der die Gesetze der Logik und der Realität außer Kraft gesetzt sind. Die Kameraarbeit von Markus Nestroy trägt maßgeblich zur Schaffung dieser einzigartigen Atmosphäre bei.
Der Film erinnert visuell an Terry Gilliams „Brazil“ oder Jean-Pierre Jeunets und Marc Caros „Delicatessen“, geht aber thematisch noch einen Schritt weiter. Während „Brazil“ die Absurdität der Bürokratie anprangert und „Delicatessen“ eine groteske Zukunftsvision entwirft, erkundet Steiners Film die Frage nach der Menschlichkeit in einer entmenschlichten Welt. (Lesen Sie auch: Transgender Film: Ein Mutiger Weg im Konservativen…)
Die Wuppertaler Schwebebahn ist kurz im Film zu sehen und verstärkt den Eindruck einer abwesenden urbanen Landschaft.
Die schauspielerischen Leistungen im Fokus
Luna Wedler verkörpert die lebensfrohe Studentin Lena mit einer entwaffnenden Natürlichkeit. Sie ist der Gegenpol zu Karl Markovics, der den verbitterten Hugo Drowak mit großer Intensität spielt. Das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller ist ein zentrales Element des Films. Wedler gelingt es, die Hoffnung und den Glauben an das Gute im Menschen zu verkörpern, während Markovics die Resignation und die Verzweiflung einer von der Bürokratie zermürbten Seele darstellt.
Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern ist spürbar und trägt dazu bei, dass der Zuschauer mit den Figuren mitfiebert. Wedlers unerschütterlicher Optimismus und Markovics‘ zynische Ablehnung prallen aufeinander und erzeugen eine Spannung, die den Film bis zum Schluss fesselt.
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Die Bedeutung der visuellen Gestaltung
Die visuelle Gestaltung des Nicolas Steiner Films ist ein weiteres herausragendes Merkmal. Kameramann Markus Nestroy schafft Bilder von großer Kraft und Schönheit, die die surreale Atmosphäre des Films unterstreichen. Die brutalen Architekturen und die kargen Landschaften verstärken den Eindruck einer entmenschlichten Welt. Die Farbpalette des Films ist düster und gedämpft, was die beklemmende Stimmung zusätzlich verstärkt. (Lesen Sie auch: Jazzy Film: Ein Dschungelabenteuer für die Ganze…)
Die visuellen Elemente des Films sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern tragen auch zur thematischen Tiefe des Films bei. Die wiederholten Motive und die symbolträchtigen Bilder laden den Zuschauer dazu ein, über die Bedeutung der dargestellten Welt nachzudenken.
Die Drehorte des Films, darunter brutalistische Gebäude, erwecken den Eindruck einer abwesenden urbanen Landschaft.
Die Rolle der Musik und des Sounddesigns
Auch die Musik und das Sounddesign spielen in „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ eine wichtige Rolle. Die Musik verstärkt die emotionale Wirkung der Bilder und trägt zur Schaffung einer beklemmenden Atmosphäre bei. Das Sounddesign ist subtil und präzise und trägt dazu bei, dass der Zuschauer in die Welt des Films eintauchen kann.
Die Musik und das Sounddesign sind eng mit der visuellen Gestaltung des Films verbunden und tragen dazu bei, dass der Zuschauer ein intensives und immersives Kinoerlebnis hat. Die Klänge und Geräusche der Umgebung verstärken den Eindruck einer entmenschlichten Welt und tragen dazu bei, dass der Zuschauer die Verzweiflung der Figuren spürt.
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Für wen lohnt sich „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“?
Dieser Nicolas Steiner Film lohnt sich für alle, die sich für ungewöhnliche und anspruchsvolle Filme interessieren. Wer Filme wie „Brazil“ von Terry Gilliam oder „Delicatessen“ von Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro mochte, wird hier auf seine Kosten kommen. Der Film ist kein leichtes Unterhaltungskino, sondern ein Werk, das zum Nachdenken anregt und den Zuschauer mit Fragen zurücklässt. Es ist ein Film für Cineasten, die sich gerne auf neue und ungewöhnliche Filmerfahrungen einlassen.
Wer jedoch ein klassisches Erzählkino mit klaren Handlungsstrukturen und eindeutigen Antworten erwartet, könnte von diesem Film enttäuscht sein. „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ ist ein Film, der Mut zur Interpretation und zur Auseinandersetzung mit komplexen Themen erfordert.
Häufig gestellte Fragen
Was macht den Film von Nicolas Steiner so besonders?
Der Film zeichnet sich durch seine surreale Atmosphäre, die fragmentarische Erzählweise und die starken schauspielerischen Leistungen aus. Er entführt den Zuschauer in eine Welt, die sowohl faszinierend als auch beunruhigend ist und regt zum Nachdenken über Menschlichkeit und Bürokratie an. (Lesen Sie auch: Spider-MAN Noir Nicolas Cage: Bugs Bunny War…)
Welche Themen werden in „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ behandelt?
Der Film thematisiert die Entfremdung des Menschen in einer bürokratischen Welt, die Suche nach Glück und Sinn im Leben sowie die Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehungen. Er wirft Fragen nach der Menschlichkeit in einer entmenschlichten Umgebung auf.
Wer sind die Hauptdarsteller in dem Film?
Die Hauptrollen spielen Luna Wedler als lebensfrohe Studentin Lena und Karl Markovics als verbitterter Hugo Drowak. Die beiden Schauspieler überzeugen mit ihren intensiven Darstellungen und tragen maßgeblich zum Erfolg des Films bei.
Wo kann man sich den Trailer zum Film ansehen?
Der Trailer zum Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ ist auf verschiedenen Videoplattformen wie YouTube und Vimeo zu finden. Eine Suche nach dem Filmtitel in Kombination mit dem Wort „Trailer“ sollte schnell zum gewünschten Ergebnis führen.
Ist der Film für ein breites Publikum geeignet?
Der Film ist eher für ein cineastisch interessiertes Publikum geeignet, das sich auf ungewöhnliche und anspruchsvolle Filme einlassen kann. Wer ein leichtes Unterhaltungskino erwartet, könnte von der surrealen Atmosphäre und der fragmentarischen Erzählweise des Films enttäuscht sein.
Der Nicolas Steiner Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ ist ein bemerkenswertes Spielfilmdebüt, das mit seiner surrealen Welt und seinen starken schauspielerischen Leistungen überzeugt. Der Film regt zum Nachdenken an und lässt den Zuschauer mit Fragen zurück, was ihn zu einem einzigartigen und unvergesslichen Kinoerlebnis macht. Die Ähnlichkeit des Filmes mit kafkaesken Filmen ist nicht zu übersehen.
