Der **plug-in hybrid verbrauch** im Alltag weicht drastisch von den Herstellerangaben ab. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer ISI zeigt, dass Plug-in-Hybride im realen Fahrbetrieb etwa das Vierfache des im WLTP-Zyklus ermittelten Normverbrauchs konsumieren. Das bedeutet höhere Spritkosten und einen größeren CO2-Fußabdruck für Autofahrer.

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- Plug-in-Hybride im Realitätscheck: Warum der Verbrauch so stark abweicht
- Welche Faktoren beeinflussen den plug-in hybrid verbrauch im Alltag?
- „Schock“ für Wissenschaftler: Hoher Verbrauch im Elektro-Modus
- EU-Regularien in der Kritik: Anpassung gefordert
- Was bedeutet das für Autofahrer?
- Wie kann der plug-in hybrid verbrauch optimiert werden?
- Ausblick: Strengere Regeln für Plug-in-Hybride
- Häufig gestellte Fragen
Auto-Fakten
- Realverbrauch von Plug-in-Hybriden liegt im Schnitt beim Vierfachen des Normverbrauchs.
- Die Studie basiert auf Daten von knapp einer Million Fahrzeugen.
- Auch im rein elektrischen Modus ist der Verbrauch höher als erwartet.
- Wissenschaftler fordern Anpassung der EU-Regularien.
Plug-in-Hybride im Realitätscheck: Warum der Verbrauch so stark abweicht
Die Diskrepanz zwischen dem auf dem Papier stehenden Normverbrauch und dem tatsächlichen **plug-in hybrid verbrauch** ist ein bekanntes Problem. Doch die aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) verdeutlicht das Ausmaß dieser Abweichung. Demnach verbrauchen Plug-in-Hybride im alltäglichen Straßenverkehr im Schnitt das Vierfache des offiziellen Wertes. Wie Stern berichtet, basiert die Untersuchung auf Echtdaten von knapp einer Million Fahrzeugen verschiedener Hersteller aus den Baujahren 2021 bis 2023. Während der durchschnittliche Normverbrauch bei etwa 1,5 Litern auf 100 Kilometern liegt, sind es in der Realität rund 6 Liter.
Diese deutliche Abweichung hat mehrere Konsequenzen. Zum einen steigen die Spritkosten für die Fahrer erheblich. Zum anderen erhöht sich der CO2-Ausstoß, was die Klimabilanz der Fahrzeuge verschlechtert. Dies ist besonders problematisch, da Plug-in-Hybride oft als Brückentechnologie auf dem Weg zur reinen Elektromobilität angesehen werden und entsprechend gefördert werden.
Welche Faktoren beeinflussen den plug-in hybrid verbrauch im Alltag?
Die Gründe für den erhöhten **plug-in hybrid verbrauch** sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist das Fahrprofil der Nutzer. Der WLTP-Zyklus, der zur Ermittlung des Normverbrauchs dient, ist ein standardisierter Test, der wenig mit den realen Bedingungen auf der Straße zu tun hat. Im Alltag spielen Faktoren wie aggressive Fahrweise, häufige Beschleunigungs- und Bremsmanöver, hohe Geschwindigkeiten auf der Autobahn und der Einsatz von Komfortfunktionen wie Klimaanlage oder Heizung eine große Rolle.
Auch die mangelnde Nutzung des Elektromotors trägt zur Diskrepanz bei. Viele Fahrer laden ihre Plug-in-Hybride nicht regelmäßig auf, sodass der Verbrennungsmotor häufiger zum Einsatz kommt als vorgesehen. Zudem ist die elektrische Reichweite vieler Modelle begrenzt, was insbesondere auf längeren Strecken zu einem höheren Benzinverbrauch führt. (Lesen Sie auch: Inflation Bundesländer: Wo die Teuerung am Stärksten…)
Der ADAC hat in eigenen Tests ebenfalls deutliche Abweichungen zwischen Normverbrauch und Realverbrauch von Plug-in-Hybriden festgestellt. Achten Sie daher bei der Wahl eines Plug-in-Hybriden auf unabhängige Testergebnisse und berücksichtigen Sie Ihr individuelles Fahrprofil.
„Schock“ für Wissenschaftler: Hoher Verbrauch im Elektro-Modus
Besonders überraschend war für die Wissenschaftler der hohe Verbrauch selbst im rein elektrischen Modus. Laut SWR verbrauchten die Autos im Schnitt etwa 3 Liter Benzin pro 100 Kilometer, selbst wenn sie überwiegend elektrisch fuhren. Studienleiter Patrick Plötz vom Fraunhofer ISI bezeichnete dies als „Schock“. Dieser Wert deutet darauf hin, dass der Verbrennungsmotor auch im Elektro-Modus unbemerkt anspringt, beispielsweise zur Unterstützung bei starker Beschleunigung oder zur Aufrechterhaltung der Batterietemperatur.
Dieser hohe Verbrauch im Elektro-Modus verdeutlicht, dass die aktuelle Messmethodik den **plug-in hybrid verbrauch** nicht adäquat erfasst. Es besteht die Gefahr, dass Plug-in-Hybride als umweltfreundlicher dargestellt werden, als sie tatsächlich sind. Dies kann zu Fehlentscheidungen bei der Kaufberatung und zu einer Verzerrung der CO2-Flottenziele der Autohersteller führen.
EU-Regularien in der Kritik: Anpassung gefordert
Die Ergebnisse der Studie haben eine Debatte über die Notwendigkeit einer Anpassung der EU-Regularien für die Verbrauchsmessung von Plug-in-Hybriden ausgelöst. Die Wissenschaftler fordern, die Lücke zwischen „theoretischem“ und „tatsächlichem“ Kraftstoffverbrauch durch schärfere Vorgaben deutlich zu verkleinern. Eine solche Anpassung hätte auch Auswirkungen auf die Autohersteller, da die Einhaltung der ihnen von der EU vorgegebenen CO2-Flottenwerte davon abhängt. Die EU-Kommission hat angekündigt, die Ergebnisse der Studie bei der Überprüfung der aktuellen Verbrauchsstandards zu berücksichtigen.
Eine mögliche Maßnahme wäre die Einführung eines realistischeren Testzyklus, der stärker auf realen Fahrbedingungen basiert. Auch die Förderung einer konsequenten Nutzung des Elektromotors durch Anreize oder verpflichtende Vorgaben könnte dazu beitragen, den **plug-in hybrid verbrauch** im Alltag zu senken. (Lesen Sie auch: Airfryer Boom: Darum Sind die Küchengeräte so…)
Was bedeutet das für Autofahrer?
Für Autofahrer bedeutet die Diskrepanz zwischen Normverbrauch und Realverbrauch, dass sie mit höheren Spritkosten rechnen müssen als erwartet. Es ist daher ratsam, sich vor dem Kauf eines Plug-in-Hybriden umfassend zu informieren und unabhängige Tests zu konsultieren. Auch das eigene Fahrprofil und die Nutzungsgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Modell.
Darüber hinaus können Autofahrer selbst dazu beitragen, den **plug-in hybrid verbrauch** zu senken. Eine regelmäßige Aufladung der Batterie, eine vorausschauende Fahrweise und der Verzicht auf unnötige Komfortfunktionen können den Benzinverbrauch deutlich reduzieren. Auch die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs und die Überprüfung des Reifendrucks tragen zur Effizienz bei.
Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihren Plug-in-Hybrid an öffentlichen Ladestationen oder zu Hause aufzuladen. Viele Energieversorger bieten spezielle Tarife für Elektrofahrzeuge an, die das Laden zu bestimmten Zeiten günstiger machen.
Wie kann der plug-in hybrid verbrauch optimiert werden?
Es gibt verschiedene Strategien, um den **plug-in hybrid verbrauch** zu optimieren. Dazu gehören:
- Regelmäßiges Aufladen: Laden Sie Ihr Fahrzeug so oft wie möglich auf, um den Anteil der elektrischen Fahrten zu erhöhen.
- Vorausschauende Fahrweise: Vermeiden Sie unnötige Beschleunigungs- und Bremsmanöver.
- Eco-Modus nutzen: Aktivieren Sie den Eco-Modus, um den Verbrauch zu reduzieren.
- Reifendruck prüfen: Achten Sie auf den richtigen Reifendruck, um den Rollwiderstand zu minimieren.
- Gewicht reduzieren: Vermeiden Sie unnötigen Ballast im Fahrzeug.
- Klimaanlage sparsam einsetzen: Nutzen Sie die Klimaanlage nur bei Bedarf.
Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können Autofahrer den **plug-in hybrid verbrauch** ihres Fahrzeugs deutlich senken und somit Spritkosten sparen und die Umwelt schonen. Die Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bietet auf ihrer Webseite weitere Informationen und Tipps zum Thema Kraftstoffverbrauch. (Lesen Sie auch: Villacher Fasching 2026: Vorfreude trotz gemischter Bilanz)

Ausblick: Strengere Regeln für Plug-in-Hybride
Die Diskussion um den realen **plug-in hybrid verbrauch** wird voraussichtlich zu strengeren Regeln für die Zulassung und Förderung von Plug-in-Hybriden führen. Es ist zu erwarten, dass die EU-Kommission die Verbrauchsstandards anpassen und realistischere Testverfahren einführen wird. Auch die Förderbedingungen könnten verschärft werden, um sicherzustellen, dass Plug-in-Hybride tatsächlich einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten. Dies könnte sich langfristig auf die Attraktivität von Plug-in-Hybriden auswirken und den Übergang zur reinen Elektromobilität beschleunigen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der tatsächliche plug-in hybrid verbrauch höher als der Normverbrauch?
Der Normverbrauch wird unter idealisierten Bedingungen im WLTP-Zyklus ermittelt, der wenig mit dem realen Fahrbetrieb zu tun hat. Faktoren wie Fahrstil, Streckenprofil und Nutzung von Komfortfunktionen beeinflussen den Verbrauch im Alltag.
Wie viel höher ist der plug-in hybrid verbrauch im Durchschnitt?
Eine Studie des Fraunhofer ISI hat ergeben, dass Plug-in-Hybride im realen Fahrbetrieb etwa das Vierfache des Normverbrauchs konsumieren. Das bedeutet, dass ein Fahrzeug mit einem Normverbrauch von 1,5 Litern in der Realität etwa 6 Liter verbraucht. (Lesen Sie auch: Yannick Schwaller führt Schweizer Curling-Team zu perfektem)
Was können Autofahrer tun, um den plug-in hybrid verbrauch zu senken?
Regelmäßiges Aufladen der Batterie, eine vorausschauende Fahrweise, die Nutzung des Eco-Modus und der Verzicht auf unnötige Komfortfunktionen können den Benzinverbrauch deutlich reduzieren.
Werden die EU-Regularien für Plug-in-Hybride angepasst?
Die EU-Kommission plant, die Verbrauchsstandards für Plug-in-Hybride zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um realistischere Werte zu erhalten. Auch die Förderbedingungen könnten verschärft werden.
Lohnt sich der Kauf eines Plug-in-Hybriden trotzdem?
Ob sich ein Plug-in-Hybrid lohnt, hängt vom individuellen Fahrprofil und den Nutzungsgewohnheiten ab. Wer regelmäßig kurze Strecken elektrisch fährt und die Batterie auflädt, kann Spritkosten sparen. Auf längeren Strecken ist der Verbrauch jedoch höher.
Der hohe **plug-in hybrid verbrauch** im Realbetrieb ist ein Problem, das sowohl für Autofahrer als auch für die Umwelt negative Folgen hat. Es ist wichtig, dass die EU-Regularien angepasst werden, um realistischere Verbrauchsstandards zu schaffen. Autofahrer sollten sich vor dem Kauf eines Plug-in-Hybriden umfassend informieren und ihr Fahrverhalten anpassen, um den Verbrauch zu optimieren. Ein Tipp: Führen Sie ein Fahrtenbuch, um Ihren tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln und Ihr Fahrverhalten entsprechend anzupassen.
