Mandeldrink Schimmelpilzgift: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einer Untersuchung von Mandeldrinks das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 gefunden. Dieser Stoff kann das Erbgut verändern und Krebs erzeugen, weshalb das BfR den Verzehr von belasteten Mandeldrinks für Kinder als potenzielles Gesundheitsrisiko einstuft.

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- Warum ist Aflatoxin B1 in Mandeldrinks ein Problem für Kinder?
- Wie gelangen Schimmelpilzgifte in Mandeldrinks?
- Welche anderen Pflanzendrinks sind betroffen?
- Wie reagieren Hersteller und Handel auf die Warnung?
- Welche Lösungsansätze gibt es, um die Belastung zu reduzieren?
- Ausblick: Was bedeutet das für die Zukunft?
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Das BfR fand in 31 von 39 getesteten Mandeldrinks Aflatoxin B1.
- Aflatoxin B1 kann Krebs erzeugen und stellt besonders für Kinder ein Risiko dar.
- Ochratoxin A wurde in geringen Mengen in Mandel- und Sojadrinks gefunden, gilt aber als wenig bedenklich.
- Haferdrinks enthielten Deoxynivalenol und T-2/HT-2-Toxine, die aber wahrscheinlich keine Beeinträchtigungen verursachen.
Warum ist Aflatoxin B1 in Mandeldrinks ein Problem für Kinder?
Aflatoxin B1 ist ein Schimmelpilzgift, das von bestimmten Schimmelpilzarten produziert wird, die auf Lebensmitteln wie Mandeln wachsen können. Da Aflatoxin B1 das Erbgut schädigen und Krebs auslösen kann, gibt es keine definierte, sichere Aufnahmemenge. Kinder sind besonders gefährdet, da sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Nahrung aufnehmen und ihr Stoffwechsel noch nicht vollständig entwickelt ist, um Giftstoffe effizient abzubauen. Wie Stern berichtet, stuft das BfR die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigungen als „mittel“ ein. Stern berichtete zuerst über die Ergebnisse der Studie.
Das BfR untersuchte 162 handelsübliche Hafer-, Mandel- und Sojadrinks auf Schimmelpilzgifte und Pflanzentoxine. Die Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen erfolgte für Kinder im Alter von sechs Monaten bis unter sechs Jahren.
Wie gelangen Schimmelpilzgifte in Mandeldrinks?
Schimmelpilzgifte können bereits während des Anbaus, der Ernte, des Transports oder der Lagerung in die Mandeln gelangen. Eine unzureichende Trocknung und Lagerung der Mandeln unter feuchten Bedingungen begünstigen das Wachstum von Schimmelpilzen und somit die Bildung von Mykotoxinen. Die Verarbeitung der Mandeln zu Mandeldrink kann die Konzentration der Schimmelpilzgifte möglicherweise nicht vollständig reduzieren. Dr. Katharina Stapel, Expertin für Lebensmittelsicherheit, erklärt: „Eine lückenlose Überwachung der gesamten Produktionskette ist entscheidend, um die Belastung mit Schimmelpilzgiften so gering wie möglich zu halten.“ (Lesen Sie auch: Hannah Montana Jubiläum: Miley Cyrus Erinnert sich!)
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) legt Grenzwerte für Aflatoxine in Lebensmitteln fest, um die Verbraucher zu schützen. Diese Grenzwerte sollen sicherstellen, dass die Aufnahme von Aflatoxinen so gering wie möglich gehalten wird. Allerdings betont die EFSA, dass Aflatoxine aufgrund ihrer karzinogenen Wirkung grundsätzlich unerwünscht sind. Weitere Informationen zu Aflatoxinen finden Sie auf der Webseite der EFSA.
Welche anderen Pflanzendrinks sind betroffen?
Neben Mandeldrinks wurden auch in Soja- und Haferdrinks Schimmelpilzgifte gefunden. Ochratoxin A wurde in 33 von 39 Mandeldrinks und 23 von 29 Sojadrinks in sehr geringen Mengen nachgewiesen. Das BfR stuft den Verzehr dieser Drinks durch Kinder jedoch als „wenig bedenklich“ ein. Deoxynivalenol wurde in 67 von 86 Haferdrinks gefunden, während T-2- und HT-2-Toxine in allen 86 untersuchten Haferdrinks nachweisbar waren. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Haferdrinks sind laut BfR aber „unwahrscheinlich“, obwohl sich die Gesamtaufnahme erhöhen kann, wenn zusätzlich weitere haferhaltige Produkte wie Haferflocken gegessen werden.
Ein Sojadrink-Produkt wies zudem erhöhte Werte von Tropanalkaloiden (Atropin und Scopolamin) auf, die gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen könnten. Tropanalkaloide können auf natürliche Weise in bestimmten Pflanzen vorkommen und unbeabsichtigt in Lebensmittel gelangen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) überwacht regelmäßig Lebensmittel auf Pflanzentoxine.
Wie reagieren Hersteller und Handel auf die Warnung?
Nach der Veröffentlichung der BfR-Ergebnisse haben einige Hersteller von Mandeldrinks angekündigt, ihre Qualitätskontrollen zu verstärken und ihre Produktionsprozesse zu überprüfen. Einige Handelsketten haben betroffene Produkte vorsorglich aus dem Sortiment genommen. Eine Sprecherin eines großen Lebensmittelkonzerns erklärte: „Die Sicherheit unserer Produkte hat oberste Priorität. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass alle Grenzwerte eingehalten werden.“ (Lesen Sie auch: Colonia Tovar Fastnacht: Deutsches Fest in Venezuela…)
Verbraucherschutzorganisationen fordern eine transparente Kennzeichnung von Lebensmitteln, um Eltern eine informierte Entscheidung zu ermöglichen. „Eltern müssen klar erkennen können, welche Produkte für ihre Kinder geeignet sind und welche potenziellen Risiken bestehen“, so Maria Müller von der Verbraucherzentrale. Es ist ratsam, bei der Auswahl von Pflanzendrinks auf Bio-Qualität zu achten, da hier strengere Richtlinien für den Anbau und die Verarbeitung gelten.
Welche Lösungsansätze gibt es, um die Belastung zu reduzieren?
Um die Belastung von Mandeldrinks mit Schimmelpilzgiften zu reduzieren, sind Maßnahmen entlang der gesamten Produktionskette erforderlich. Dazu gehören:
- Optimierung der Anbaubedingungen, um das Wachstum von Schimmelpilzen zu verhindern.
- Sorgfältige Ernte und Trocknung der Mandeln, um Feuchtigkeit zu vermeiden.
- Strenge Qualitätskontrollen bei der Lagerung und dem Transport.
- Effektive Reinigungs- und Verarbeitungsprozesse, um Schimmelpilzgifte zu reduzieren.
- Regelmäßige Überwachung der Endprodukte, um die Einhaltung der Grenzwerte sicherzustellen.
Achten Sie beim Kauf von Mandeldrinks auf Bio-Qualität und informieren Sie sich über die Herkunft der Mandeln. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen Pflanzendrinks kann ebenfalls dazu beitragen, das Risiko einer einseitigen Belastung zu verringern.
Ausblick: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Warnung des BfR vor Schimmelpilzgiften in Mandeldrinks unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und Verbesserung der Lebensmittelsicherheit. Hersteller, Handel und Behörden müssen zusammenarbeiten, um die Belastung mit Schimmelpilzgiften in Lebensmitteln zu minimieren und die Gesundheit der Verbraucher, insbesondere von Kindern, zu schützen. Es ist zu erwarten, dass die Kontrollen von Mandeldrinks und anderen Pflanzendrinks in Zukunft verstärkt werden. Verbraucher sollten sich umfassend informieren und auf eine ausgewogene Ernährung achten. (Lesen Sie auch: Lang Galatasaray: im Visier: Kommt Noa in…)

Häufig gestellte Fragen
Was genau ist Aflatoxin B1?
Aflatoxin B1 ist ein starkes Schimmelpilzgift, das von bestimmten Schimmelpilzarten produziert wird, die auf Lebensmitteln wie Mandeln, Erdnüssen und Mais wachsen können. Es ist bekannt dafür, das Erbgut zu schädigen und Krebs zu verursachen.
Wie viel Aflatoxin B1 ist für Kinder gefährlich?
Da Aflatoxin B1 krebserzeugend wirkt und das Erbgut verändern kann, gibt es keine sichere Aufnahmemenge. Kinder sind besonders gefährdet, da sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Nahrung aufnehmen. (Lesen Sie auch: Rhode Island Schießerei: Drei Tote bei Eishockey-Spiel)
Sollten Eltern ihren Kindern keine Mandeldrinks mehr geben?
Welche Alternativen gibt es zu Mandeldrinks?
Es gibt verschiedene Alternativen zu Mandeldrinks, wie beispielsweise Haferdrinks, Sojadrinks, Reisdrinks oder Kokosdrinks. Es ist ratsam, verschiedene Pflanzendrinks abzuwechseln, um eine einseitige Belastung zu vermeiden.
Wo finde ich weitere Informationen zu Schimmelpilzgiften in Lebensmitteln?
Weitere Informationen zu Schimmelpilzgiften in Lebensmitteln finden Sie auf den Webseiten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Die Ergebnisse des BfR zur Belastung von Mandeldrinks mit Schimmelpilzgiften sind besorgniserregend, besonders im Hinblick auf die Gesundheit von Kindern. Es ist entscheidend, dass Hersteller, Handel und Behörden Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit von Lebensmitteln zu gewährleisten und Verbraucher umfassend zu informieren. Nur so kann das Risiko durch Mandeldrink Schimmelpilzgift minimiert und das Vertrauen in pflanzliche Alternativen erhalten werden.
