Die renommierte Neuropsychologin Feggy Ostrosky Shejet hat sich in ihrer Karriere intensiv mit dem Thema Gewalt und Kriminalität auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Feggy Ostrosky Interview gab sie Einblicke in ihre Forschung über die Gehirne von Gewalttätern und Serienmördern und stellte die Frage nach den Ursachen des Bösen im Menschen.

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Feggy Ostrosky Shejet: Eine Expertin im Gespräch
Feggy Ostrosky Shejet, eine anerkannte Neuropsychologin, hat sich durch ihre Arbeit mit mehr als 370 Gewalttätern und Serienmördern einen Namen gemacht. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Frage, wie ein Mensch zu einem Gewalttäter wird und ob es möglich ist, anhand von Gehirnstrukturen potenzielle Mörder zu identifizieren. In ihren Studien untersucht sie die neuronalen Grundlagen von aggressivem Verhalten und die Rolle von genetischen und Umweltfaktoren bei der Entstehung von Kriminalität.
Ihre Arbeit umfasst die Analyse von Gehirnscans, die Durchführung von psychologischen Tests und ausführliche Gespräche mit den untersuchten Personen. Dabei versucht sie, Muster und Gemeinsamkeiten zu erkennen, die Aufschluss über die Entstehung von Gewaltverhalten geben können. Die Ergebnisse ihrer Forschung tragen dazu bei, ein besseres Verständnis für die komplexen Ursachen von Kriminalität zu entwickeln und möglicherweise präventive Maßnahmen zu verbessern. (Lesen Sie auch: Fastenzeit 2026: So Nutzen Sie die Zeit…)
Zusammenfassung
- Feggy Ostrosky Shejet ist eine Neuropsychologin, die sich auf die Erforschung von Gewalttätern spezialisiert hat.
- Sie untersucht die neuronalen Grundlagen von aggressivem Verhalten.
- Ihre Forschung zielt darauf ab, die Ursachen von Kriminalität besser zu verstehen.
- Die Ergebnisse könnten präventive Maßnahmen verbessern.
Was treibt Menschen zu Gewalt und Mord?
Die Frage, was Menschen zu Gewalt und Mord treibt, ist ein zentrales Thema in der Forschung von Feggy Ostrosky. Sie geht davon aus, dass es keine einfache Antwort gibt, sondern ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Genetische Veranlagung, traumatische Erlebnisse in der Kindheit, soziale Bedingungen und psychische Erkrankungen können eine Rolle spielen.
Ostrosky betont, dass es wichtig ist, die individuellen Lebensgeschichten und Umstände der Täter zu berücksichtigen, um ihre Motive und Handlungen zu verstehen. Durch die Analyse von Gehirnstrukturen und psychologischen Profilen versucht sie, Muster zu erkennen, die auf bestimmte Risikofaktoren hinweisen könnten. Dies könnte dazu beitragen, gefährdete Personen frühzeitig zu identifizieren und ihnen gezielte Unterstützung anzubieten. Die Forschungsergebnisse von Frau Ostrosky zeigen, dass die Hirnaktivität von Gewaltverbrechern oft von der Norm abweicht. Wie Stern berichtet, sind bestimmte Areale, die für Empathie und Impulskontrolle zuständig sind, weniger aktiv oder gar beschädigt.
Kann man am Gehirn erkennen, ob jemand ein Mörder ist?
Die Frage, ob man am Gehirn erkennen kann, ob jemand ein Mörder ist, ist ethisch und wissenschaftlich umstritten. Feggy Ostrosky Shejet betont, dass es nicht möglich ist, eine Person aufgrund ihrer Gehirnstruktur als „Mörder“ zu identifizieren. Allerdings können bestimmte Auffälligkeiten im Gehirn, wie beispielsweise eine verminderte Aktivität im präfrontalen Kortex, der für die Impulskontrolle zuständig ist, auf ein erhöhtes Risiko für aggressives Verhalten hinweisen. Die Ergebnisse ihrer Forschung müssen jedoch immer im Kontext der individuellen Lebensumstände und anderer Risikofaktoren betrachtet werden. (Lesen Sie auch: Wettertrend für Ostern 2026: Zickzack-Muster erwartet?)
Es ist wichtig zu betonen, dass die Neuropsychologie keine deterministische Wissenschaft ist. Das bedeutet, dass eine bestimmte Gehirnstruktur oder ein bestimmtes genetisches Merkmal nicht zwangsläufig dazu führt, dass eine Person zum Gewalttäter wird. Vielmehr handelt es sich um Risikofaktoren, die in Kombination mit anderen Faktoren die Wahrscheinlichkeit für aggressives Verhalten erhöhen können. Die Forschung von Ostrosky dient dazu, diese Risikofaktoren besser zu verstehen und präventive Maßnahmen zu entwickeln, die dazu beitragen, Gewalt zu verhindern.
Der präfrontale Kortex spielt eine entscheidende Rolle bei der Steuerung von Verhalten, der Entscheidungsfindung und der sozialen Interaktion. Eine Schädigung oder Funktionsstörung dieses Bereichs kann zu Impulsivität, Aggressivität und sozial unangepasstem Verhalten führen.
Die Bedeutung der Forschung für die Prävention von Gewalt
Die Forschung von Feggy Ostrosky Shejet hat wichtige Implikationen für die Prävention von Gewalt. Indem sie die neuronalen und psychologischen Grundlagen von aggressivem Verhalten besser versteht, können gezielte Präventionsprogramme entwickelt werden, die auf die spezifischen Risikofaktoren von gefährdeten Personen zugeschnitten sind. Diese Programme können beispielsweise darauf abzielen, die Impulskontrolle zu verbessern, Empathie zu fördern oder soziale Kompetenzen zu stärken. Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) ist die Zahl der Gewaltdelikte in den letzten Jahren gestiegen, was die Notwendigkeit effektiver Präventionsmaßnahmen unterstreicht. (Lesen Sie auch: Mandeldrink Schimmelpilzgift: Gefahr für Kinder durch Aflatoxin)
Ein wichtiger Aspekt der Prävention ist die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren in der Kindheit und Jugend. Kinder, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, Vernachlässigung erfahren oder in einem gewaltgeprägten Umfeld aufwachsen, haben ein erhöhtes Risiko, später selbst zu Gewalttätern zu werden. Durch gezielte Interventionen und Unterstützungsangebote können diese Kinder und Jugendlichen gestärkt und vor einem Abgleiten in die Kriminalität bewahrt werden. Hierbei spielen auch Bildungsprogramme eine wichtige Rolle, die auf die Förderung von Empathie und Gewaltfreiheit abzielen.

Ethische Aspekte der Neurokriminologie
Die Neurokriminologie, die sich mit den neuronalen Grundlagen von Kriminalität befasst, wirft auch wichtige ethische Fragen auf. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse nicht dazu missbraucht werden, Menschen zu stigmatisieren oder zu diskriminieren. Die Ergebnisse sollten stets im Kontext der individuellen Lebensumstände und anderer Risikofaktoren betrachtet werden. Es ist wichtig, dass die Forschungsergebnisse nicht dazu verwendet werden, Menschen aufgrund ihrer Gehirnstruktur zu verurteilen oder zu bestrafen. Die Menschenwürde und das Recht auf ein faires Verfahren müssen stets gewahrt bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hat ethische Richtlinien für die Forschung mit Menschen herausgegeben, die auch in der Neurokriminologie beachtet werden müssen.
Die Forschung von Feggy Ostrosky Shejet und anderen Neurokriminologen kann dazu beitragen, ein besseres Verständnis für die komplexen Ursachen von Gewalt und Kriminalität zu entwickeln. Dieses Wissen kann genutzt werden, um gezielte Präventionsprogramme zu entwickeln, die dazu beitragen, Gewalt zu verhindern und die Gesellschaft sicherer zu machen. Es ist jedoch wichtig, dass die Forschungsergebnisse verantwortungsvoll und ethisch korrekt eingesetzt werden, um Stigmatisierung und Diskriminierung zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Hannah Montana Jubiläum: Miley Cyrus Erinnert sich!)
Die Arbeit von Feggy Ostrosky Shejet ist von großer Bedeutung für das Verständnis der Ursachen von Gewalt und Kriminalität. Ihre Forschung trägt dazu bei, die komplexen Zusammenhänge zwischen Gehirnstrukturen, psychologischen Faktoren und sozialen Bedingungen aufzudecken. Die Erkenntnisse aus dem Feggy Ostrosky Interview können dazu beitragen, gezielte Präventionsprogramme zu entwickeln und die Gesellschaft sicherer zu machen. Es bleibt jedoch wichtig, die ethischen Aspekte der Neurokriminologie zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse verantwortungsvoll eingesetzt werden.
