„Mama, mein Arm tut weh!“, klagt Paul (13) nach dem Arztbesuch. Aber seine Mutter beruhigt ihn: „Das ist bald vorbei, mein Schatz. Aber jetzt bist du gegen diese fiesen Bakterien geschützt!“ Eine Meningokokken Impfung kann Jugendliche vor schwerwiegenden Erkrankungen schützen. Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren wird diese Impfung nun empfohlen, um das Risiko einer Erkrankung zu minimieren und die Verbreitung der Bakterien einzudämmen.

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- Meningokokken Impfung: Was müssen Eltern wissen?
- Warum ist die Meningokokken Impfung gerade jetzt so wichtig?
- Welche Meningokokken-Typen werden durch die Impfung abgedeckt?
- Wie läuft die Meningokokken Impfung ab und welche Nebenwirkungen sind möglich?
- Gibt es Änderungen bei den Impfempfehlungen für Kleinkinder?
- Was kostet die Meningokokken Impfung und wer übernimmt die Kosten?
- Die Meningokokken Impfung: Ein wichtiger Schritt für die Gesundheit unserer Kinder
- Häufig gestellte Fragen
Meningokokken Impfung: Was müssen Eltern wissen?
Meningokokken sind Bakterien, die ernsthafte Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) verursachen können. Die Impfung schützt vor den Serogruppen A, C, W und Y, die besonders häufig schwere Krankheitsverläufe verursachen. Sie ist ein wichtiger Schritt, um die Gesundheit der Jugendlichen zu schützen und die Ausbreitung der Bakterien zu verringern.
Warum ist die Meningokokken Impfung gerade jetzt so wichtig?
Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren haben das höchste Risiko, an invasiven Meningokokken-Erkrankungen bestimmter Serogruppen zu erkranken. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind diese Erkrankungen zwar selten, verlaufen aber oft sehr schwerwiegend. Eine frühzeitige Impfung kann dieses Risiko deutlich reduzieren. Wie Stern berichtet, ist ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Kraft getreten.
Familien-Tipp
- Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über die Impfung.
- Informieren Sie sich umfassend über die Risiken und Vorteile.
- Planen Sie den Impftermin rechtzeitig.
- Beruhigen Sie Ihr Kind vor und nach der Impfung.
Welche Meningokokken-Typen werden durch die Impfung abgedeckt?
Die empfohlene Impfung schützt vor den vier Meningokokken-Serogruppen A, C, W und Y. Diese Typen sind für einen Großteil der schweren Meningokokken-Erkrankungen verantwortlich. Die Impfung trägt dazu bei, die sogenannte Herdenimmunität zu erhöhen, was bedeutet, dass auch nicht-geimpfte Personen indirekt geschützt werden, da die Verbreitung der Erreger insgesamt reduziert wird. (Lesen Sie auch: Sehr seltene Erkrankung: Säugling in Berlin an…)
Wie läuft die Meningokokken Impfung ab und welche Nebenwirkungen sind möglich?
Die Impfung wird in der Regel als Injektion in den Oberarm verabreicht. Oftmals ist nur eine einmalige Dosis notwendig, um einen ausreichenden Schutz aufzubauen. Nach der Impfung können vorübergehende Nebenwirkungen wie Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Injektionsstelle auftreten. Auch leichte allgemeine Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Müdigkeit sind möglich. Diese Beschwerden klingen jedoch meist innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab. Selten treten schwerwiegendere Nebenwirkungen auf.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Allergien oder Vorerkrankungen Ihres Kindes, bevor die Impfung durchgeführt wird.
Gibt es Änderungen bei den Impfempfehlungen für Kleinkinder?
Ja, die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) führt zu Anpassungen bei den Impfempfehlungen für Kleinkinder. Bisher gehörte der Schutz vor Meningokokken der Untergruppe C zu den Standardimpfungen für Kleinkinder ab dem zweiten Lebensjahr. Diese Empfehlung sowie die empfohlene Nachholimpfung bis zum 18. Lebensjahr entfallen nun. Die Empfehlung, Säuglinge ab einem Alter von zwei Monaten gegen Meningokokken B zu schützen, bleibt jedoch bestehen.
Was kostet die Meningokokken Impfung und wer übernimmt die Kosten?
Da die Impfung von der STIKO empfohlen wird, übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für Kinder und Jugendliche im empfohlenen Alter. Es ist jedoch ratsam, sich vorab bei der eigenen Krankenkasse zu erkundigen, um sicherzustellen, dass die Kostenübernahme gewährleistet ist. Für ältere Jugendliche oder Erwachsene, die sich impfen lassen möchten, kann die Kostenübernahme variieren. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück Kalifornien: Neun Skifahrer Vermisst!)
Die Meningokokken Impfung: Ein wichtiger Schritt für die Gesundheit unserer Kinder
Die neue Impfempfehlung ist ein wichtiger Schritt, um Jugendliche vor den schwerwiegenden Folgen einer Meningokokken-Erkrankung zu schützen. Durch die Impfung können nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch die gesamte Bevölkerung vor der Verbreitung dieser gefährlichen Bakterien geschützt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt und informieren Sie sich umfassend über die Meningokokken Impfung, um die bestmögliche Entscheidung für die Gesundheit Ihres Kindes zu treffen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet ebenfalls umfangreiche Informationen zum Thema Impfen an.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Meningokokken-Erkrankung?
Eine Meningokokken-Erkrankung wird durch Bakterien verursacht, die eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Diese Erkrankungen sind selten, aber oft lebensbedrohlich und können schwere Folgeschäden verursachen. (Lesen Sie auch: Lindsey Vonn Heimreise: So Kompliziert ist Ihr…)
Wie wird die Meningokokken-Impfung verabreicht?
Die Impfung erfolgt in der Regel als Injektion in den Oberarm. Oftmals ist nur eine einmalige Dosis ausreichend, um einen guten Schutz aufzubauen. Der genaue Ablauf sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Welche Nebenwirkungen können nach der Meningokokken Impfung auftreten?
Häufige Nebenwirkungen sind Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Injektionsstelle. Auch leichte allgemeine Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Müdigkeit sind möglich. Diese Beschwerden sind meist harmlos und klingen schnell wieder ab.
Wer übernimmt die Kosten für die Meningokokken Impfung?
Da die Impfung von der STIKO empfohlen wird, übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für Kinder und Jugendliche im empfohlenen Alter. Eine vorherige Rücksprache mit der Krankenkasse ist dennoch empfehlenswert.
Warum ist die Meningokokken Impfung für Jugendliche so wichtig?
Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko, an einer Meningokokken-Erkrankung zu erkranken. Die Impfung schützt sie vor den schwerwiegenden Folgen dieser Erkrankung und trägt dazu bei, die Ausbreitung der Bakterien in der Bevölkerung zu reduzieren. (Lesen Sie auch: Johannes Lochner Olympia: Goldrausch für deutschen Bobpilot!)
Die Entscheidung für oder gegen eine Meningokokken Impfung sollte immer in Absprache mit dem Kinderarzt getroffen werden. Eine umfassende Beratung hilft, alle Fragen zu klären und die beste Entscheidung für die Gesundheit des Kindes zu treffen. Denn Vorbeugung ist besser als Nachsorge, besonders wenn es um so ernste Erkrankungen geht.

