Falsche Touristen, die sich als hilfsbedürftig ausgaben, wurden kürzlich im Kanton Zug von der Polizei verhaftet. Die beiden Männer, irische Staatsangehörige, stehen im Verdacht, junge Menschen um ihr Geld betrogen zu haben, indem sie eine Notlage vortäuschten. Sie befinden sich nun in Untersuchungshaft.

+
Die wichtigsten Fakten
- Zwei irische Staatsangehörige wegen Betrugsverdachts verhaftet.
- Sie gaben sich als Touristen in Notlage aus.
- Die Betrugsmasche zielte auf junge Menschen ab.
- Die Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft.
Wie funktioniert die Masche falscher Touristen?
Die Betrugsmasche der falschen Touristen funktioniert typischerweise, indem sie ahnungslose Passanten, insbesondere junge Menschen, ansprechen und eine Notlage vorspielen. Sie behaupten beispielsweise, ihre Geldbörse verloren zu haben oder dringend Geld für die Weiterreise oder medizinische Versorgung zu benötigen. Durch geschicktes Manipulieren und Vortäuschen von Verzweiflung versuchen sie, ihr Gegenüber zur Herausgabe von Bargeld zu bewegen.
Die Festnahme im Kanton Zug
Wie Blick berichtet, erfolgte die Festnahme der beiden Iren im Alter von 27 und 35 Jahren durch die Zuger Polizei. Die Beamten waren aufmerksam geworden, nachdem mehrere Personen ähnliche Vorfälle gemeldet hatten. Die Beschreibungen der Täter und ihrer Vorgehensweise deckten sich, was die Polizei zu gezielten Ermittlungen veranlasste. Schließlich konnten die Verdächtigen identifiziert und festgenommen werden.
Die Untersuchungshaft und weitere Ermittlungen
Die beiden mutmaßlichen Betrüger befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Dies ermöglicht den Strafverfolgungsbehörden, den Fall umfassend zu untersuchen und Beweismittel zu sichern. Es wird geprüft, ob die Männer für weitere Betrugsfälle im Kanton Zug oder in anderen Regionen der Schweiz verantwortlich sind. Die Polizei ruft Personen, die ebenfalls Opfer der Betrugsmasche geworden sind, dazu auf, sich zu melden. (Lesen Sie auch: Asyl Prepaidkarte Schweiz: Kanton Zug führt Karte)
Sollten Sie von einer ähnlichen Situation betroffen sein, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und notieren Sie sich Details wie Aussehen, Sprache und Vorgehensweise der Täter.
Prävention: Wie kann man sich vor falschen Touristen schützen?
Es gibt einige einfache Verhaltensregeln, die helfen können, sich vor falschen Touristen und ähnlichen Betrugsmaschen zu schützen:
- Seien Sie misstrauisch gegenüber Fremden, die Sie in eine vermeintliche Notlage verwickeln wollen.
- Leisten Sie keine spontanen Geldzahlungen an unbekannte Personen.
- Überprüfen Sie die Glaubwürdigkeit der Geschichte, indem Sie beispielsweise anbieten, die Polizei oder die Botschaft zu kontaktieren.
- Informieren Sie sich über gängige Betrugsmaschen, um diese besser erkennen zu können. Die Polizei bietet hierzu umfangreiche Informationen.
- Sprechen Sie mit Freunden und Familie über Ihre Erfahrungen, um auch andere für das Thema zu sensibilisieren.
Die Rolle von Social Media bei der Aufklärung
Soziale Medien können eine wichtige Rolle bei der Aufklärung über Betrugsmaschen spielen. Nutzer können ihre Erfahrungen teilen und andere vor falschen Touristen warnen. Allerdings ist es wichtig, Informationen in sozialen Medien kritisch zu hinterfragen und nicht ungeprüft zu verbreiten. Falschinformationen können zu unnötiger Panik führen oder unschuldige Personen belasten.
Nutzen Sie soziale Medien, um sich zu informieren, aber überprüfen Sie die Quellen und seien Sie kritisch gegenüber ungeprüften Behauptungen. (Lesen Sie auch: Lost Traveller Betrug: Polizei warnt nach Festnahmen…)
Die rechtliche Lage bei Betrug
Betrug ist in der Schweiz strafbar. Gemäß Artikel 146 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen anderen unrechtmäßig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig täuscht und so zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich oder einen anderen am Vermögen schädigt. Die Strafe für Betrug kann eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe sein. Bei gewerbsmäßigem Betrug kann die Strafe höher ausfallen.
Wie geht es weiter?
Die Ermittlungen der Zuger Polizei dauern an. Es bleibt abzuwarten, welche Beweise gegen die beiden Verdächtigen gesammelt werden können und ob sie für weitere Straftaten verantwortlich sind. Die Strafverfolgungsbehörden werden alles daran setzen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Eine Verurteilung könnte auch präventive Wirkung haben und andere potenzielle Betrüger abschrecken. Die Schweizerische Regierung setzt sich aktiv für die Bekämpfung von Kriminalität ein.
Häufig gestellte Fragen
Was sind typische Merkmale von falschen Touristen?
Falsche Touristen agieren oft in Gruppen und sprechen Passanten in touristischen Gebieten an. Sie bitten um Geld für angebliche Notfälle, wie verlorene Geldbörsen oder fehlende Fahrkarten, und üben dabei psychischen Druck aus.
Wie kann ich mich verhalten, wenn ich von falschen Touristen angesprochen werde?
Bleiben Sie ruhig und misstrauisch. Geben Sie keine persönlichen Informationen preis und leisten Sie keine sofortigen Geldzahlungen. Bieten Sie an, die Polizei oder die Botschaft zu kontaktieren, um die Situation zu überprüfen.
Welche rechtlichen Konsequenzen drohen falschen Touristen bei einer Verurteilung?
Bei einer Verurteilung wegen Betrugs drohen falschen Touristen in der Schweiz Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen. Bei gewerbsmäßigem Betrug können die Strafen noch höher ausfallen.
An wen kann ich mich wenden, wenn ich Opfer von falschen Touristen geworden bin?
Wenn Sie Opfer von falschen Touristen geworden sind, sollten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten. Notieren Sie sich alle relevanten Details zum Vorfall und den Tätern, um die Ermittlungen zu unterstützen. (Lesen Sie auch: Abwassermonitoring Schweiz: Neuer Schritt für die Gesundheit?)
Gibt es eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Betrugsmaschen in der Schweiz?
Ja, die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) bietet auf ihrer Webseite umfangreiche Informationen und Tipps zum Schutz vor Betrugsmaschen aller Art. Dort finden Sie auch aktuelle Warnmeldungen und Verhaltenshinweise.
Der Fall der falschen Touristen im Kanton Zug zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und sich vor Betrugsmaschen zu schützen. Durch Aufklärung und Sensibilisierung können wir dazu beitragen, dass Betrüger weniger Chancen haben und die Sicherheit in unserer Gesellschaft erhöht wird.

