US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, ein Lazarettschiff nach Grönland zu schicken, um dort die medizinische Versorgung zu unterstützen. Die Ankündigung erfolgte über Trumps Plattform Truth Social und sorgte für Verwunderung, insbesondere in Dänemark, zu dessen autonomem Gebiet Grönland gehört.

Hintergrund: Trumps Grönland-Interesse
Die Idee, ein Lazarettschiff nach Grönland zu entsenden, ist nicht die erste Initiative von Donald Trump im Zusammenhang mit der größten Insel der Welt. Bereits in der Vergangenheit hatte der damalige US-Präsident öffentlich Interesse am Kauf Grönlands bekundet, was zu diplomatischen Verstimmungen mit Dänemark führte. Diese frühere Episode wirft ein Licht auf Trumps anhaltendes Interesse an der Arktisregion und ihre strategische Bedeutung für die Vereinigten Staaten. (Lesen Sie auch: Gaziantep – Trabzonspor: will gegen den Abstand)
Aktuelle Entwicklung: Trumps Ankündigung und Dänemarks Reaktion
Laut einem Bericht von tagesschau.de vom 22. Februar 2026, verkündete Trump auf Truth Social, dass ein Lazarettschiff „auf dem Weg“ nach Grönland sei, um sich um die „vielen Kranken“ zu kümmern. Er untermauerte seine Aussage mit einem KI-generierten Bild eines US-amerikanischen Lazarettschiffs. Dänemark, das für die Außen- und Sicherheitspolitik Grönlands zuständig ist, zeigte sich überrascht und erklärte, nicht über die Pläne informiert worden zu sein. Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen äußerte sich zurückhaltend und betonte, dass keine Hilfe von außen benötigt werde, da das grönländische Gesundheitswesen funktioniere und die Grönländer die notwendige medizinische Versorgung erhielten, wie die FAZ berichtet.
Reaktionen und Einordnung
Die Ankündigung Trumps hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. In Dänemark wird die Initiative skeptisch gesehen, da sie als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Königreichs interpretiert werden könnte. Zudem wird Trumps Behauptung, dass sich in Grönland niemand um Kranke kümmere, als unbegründet zurückgewiesen. Grönland verfügt über ein eigenes Gesundheitssystem mit Krankenhäusern, darunter ein größeres mit 130 Betten in der Hauptstadt Nuuk. Andere Beobachter sehen in Trumps Vorstoß ein Signal, dass sein Interesse an Grönland und der Arktisregion weiterhin besteht. (Lesen Sie auch: 1860 München – Hansa Rostock: 3. Liga:…)
Was bedeutet das? / Ausblick
Trumps Ankündigung, ein Lazarettschiff nach Grönland zu schicken, wirft Fragen nach den Motiven und Zielen des ehemaligen US-Präsidenten auf. Möglicherweise handelt es sich um einen Versuch, seine Popularität in den USA zu steigern, indem er sich als Wohltäter Grönlands präsentiert. Es könnte aber auch ein strategisches Kalkül dahinterstecken, die US-amerikanische Präsenz in der Arktis zu verstärken und Einfluss auf die Region auszuüben. Die dänische Regierung wird sich in jedem Fall mit der Situation auseinandersetzen und eine angemessene Antwort auf Trumps Initiative finden müssen.
Die Situation wird zusätzlich durch einen aktuellen Notfall auf einem amerikanischen U-Boot vor Grönland kompliziert. Wie T-Online am 21. Februar 2026 berichtete, unterstützten dänische Streitkräfte die USA bei der Evakuierung eines Besatzungsmitglieds, das dringend medizinische Hilfe benötigte. Dieser Vorfall verdeutlicht die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Arktis, zeigt aber auch die Sensibilität der Region für militärische Aktivitäten. (Lesen Sie auch: SC Paderborn – Hertha: BSC unter Zugzwang:…)
Die Rolle von Lazarettschiffen in der humanitären Hilfe
Lazarettschiffe, wie die von Trump erwähnten „USNS Mercy“ und „USNS Comfort“, sind schwimmende Krankenhäuser, die in Katastrophengebieten oder Konfliktzonen medizinische Hilfe leisten können. Sie verfügen über eine umfangreiche Ausstattung, darunter Operationssäle, Intensivstationen und Labore. Ihr Einsatz in Grönland wäre jedoch ungewöhnlich, da die Insel über ein funktionierendes Gesundheitssystem verfügt. Die US Navy unterhält eine eigene Webseite mit detaillierten Informationen zu ihren Lazarettschiffen und deren Einsatzgebieten.

FAQ zu lazarettschiff nach grönland
Häufig gestellte Fragen zu lazarettschiff nach grönland
Warum plant Donald Trump ein Lazarettschiff nach Grönland zu schicken?
Donald Trump gab über seine Plattform Truth Social bekannt, dass er ein Lazarettschiff nach Grönland schicken möchte, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Er begründete dies mit der angeblichen Notwendigkeit, sich um Kranke zu kümmern, die sonst keine Hilfe erhielten. (Lesen Sie auch: Deutscher Viererbob dominiert: Adam Ammour auf Erfolgskurs)
Wie hat die dänische Regierung auf Trumps Ankündigung reagiert?
Die dänische Regierung zeigte sich überrascht und verärgert über Trumps Pläne. Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen betonte, dass Dänemark keine Kenntnis von der Initiative habe und dass das grönländische Gesundheitssystem funktioniere, wodurch keine externe Hilfe erforderlich sei.
Welche Kapazitäten hat das grönländische Gesundheitssystem?
Grönland verfügt über ein eigenes Gesundheitssystem, das den Einwohnern eine kostenlose medizinische Versorgung bietet. Es gibt mehrere Krankenhäuser auf der Insel, darunter ein größeres Krankenhaus mit 130 Betten in der Hauptstadt Nuuk, das eine umfassende Versorgung gewährleistet.
Welche Lazarettschiffe könnten für den Einsatz in Grönland in Frage kommen?
Dänische Medien spekulieren, dass es sich bei dem von Trump erwähnten Lazarettschiff um die „USNS Mercy“ oder die „USNS Comfort“ handeln könnte. Beide Schiffe sind Teil der US Navy und verfügen über umfangreiche medizinische Einrichtungen und Kapazitäten.
Welche Rolle spielt Grönland in der Arktisstrategie der USA?
Grönland hat aufgrund seiner geografischen Lage eine strategische Bedeutung für die USA in der Arktis. Trumps früheres Interesse am Kauf der Insel deutet darauf hin, dass die USA ihre Präsenz und ihren Einfluss in der Region verstärken möchten, möglicherweise aus sicherheitspolitischen oder wirtschaftlichen Gründen.
