Trotz Gegenwind durch US-Zölle und zunehmender Konkurrenz aus China konnte die deutsche Elektroindustrie im Jahr 2025 einen neuen Exportrekord erzielen. Der elektroexport deutschland erreichte einen Wert von 257,5 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders hervorzuheben ist dabei die Bedeutung des US-Marktes, der trotz leichter Einbußen China als wichtigsten Abnehmer überholte.

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- Wie konnte die deutsche Elektroindustrie trotz US-Zöllen einen Exportrekord erzielen?
- Elektroexport Deutschland: Ein genauerer Blick auf die Zahlen
- Die USA überholen China: Eine Dekade später
- Europa als Stabilitätsanker im Exportgeschäft
- Was bedeutet das für Verbraucher?
- Allzeithoch auch für die Einfuhren
- Expertenstimme
- Historischer Vergleich
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Deutscher Elektroexport erreicht 2025 Rekordwert von 257,5 Milliarden Euro.
- USA überholen China als wichtigsten Abnehmer von Elektronik „Made in Germany“.
- Starker Dezember 2025 mit einem Exportplus von 10,6 Prozent trägt maßgeblich zum Rekord bei.
- Zuwächse im Exportgeschäft mit europäischen Ländern, insbesondere Niederlande und Frankreich.
| Unternehmen | Umsatz | Gewinn/Verlust | Mitarbeiterzahl | Branche | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Elektroindustrie Deutschland | 257,5 Mrd. Euro (Export) | N/A | N/A | Elektrotechnik/Elektronik | +5,1% |
| Politik | Maßnahme | Betroffener Bereich | Volumen | Ab wann | Wer profitiert/verliert |
| USA | Erhöhte Zölle | Elektroexport | N/A | Laufend | Verlierer: Deutsche Exporteure, Profiteur: US-Hersteller |
Wie konnte die deutsche Elektroindustrie trotz US-Zöllen einen Exportrekord erzielen?
Trotz der Einführung von US-Zöllen auf bestimmte elektronische Produkte konnte die deutsche Elektroindustrie einen Exportrekord erzielen, indem sie ihre Lieferungen in andere Regionen diversifizierte und von einem starken Dezember profitierte. Die Exporte in fast alle Top-20-Abnehmerländer stiegen, was die negativen Auswirkungen der gesunkenen Exporte in die USA und nach China kompensierte.
Elektroexport Deutschland: Ein genauerer Blick auf die Zahlen
Der Stern berichtete, dass die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im vergangenen Jahr Waren im Wert von 257,5 Milliarden Euro ins Ausland lieferte. Dies entspricht einem Wachstum von 5,1 Prozent gegenüber 2024. Ein wesentlicher Faktor für diesen Erfolg war der starke Dezember, der ein Ausfuhrplus von 10,6 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro verzeichnete. Erstmals seit langem stiegen die Importe elektrotechnischer und elektronischer Güter in diesem Monat weniger stark als die Exporte.
Trotz des insgesamt positiven Ergebnisses gab es auch Herausforderungen. Die Lieferungen in die USA sanken um 3,0 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro, und die Exporte nach China gingen um 6,2 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro zurück. Dennoch reichten die Zuwächse in anderen Märkten aus, um diese Einbußen zu kompensieren und einen neuen Exportrekord zu erzielen.
Der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) prognostiziert für das laufende Jahr ein weiteres Wachstum des Elektroexports, allerdings mit einer geringeren Dynamik aufgrund der anhaltenden globalen Unsicherheiten.
Die USA überholen China: Eine Dekade später
Nach einem Jahrzehnt hat sich die Rangfolge der wichtigsten Abnehmerländer für deutsche Elektroprodukte verändert. Die Vereinigten Staaten überholten China und sind nun wieder der größte Abnehmer von Elektronik „Made in Germany“. Laut ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann ist dies ein bemerkenswerter Erfolg, der die Widerstandsfähigkeit der deutschen Elektroindustrie unterstreicht. (Lesen Sie auch: Bahn Tarifverhandlungen: Droht Streik oder Gibt es…)
Diese Entwicklung ist auch auf die veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen zurückzuführen. Die Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie die Bemühungen der deutschen Unternehmen, ihre Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern, haben zu dieser Verschiebung beigetragen. Es zeigt auch, dass trotz der Zölle der US-Markt weiterhin eine hohe Bedeutung für deutsche Exporteure hat.
Das Statistische Bundesamt (Destatis) bietet detaillierte Daten zum deutschen Außenhandel, einschließlich der Elektroexporte nach Ländern.
Europa als Stabilitätsanker im Exportgeschäft
Während die Exporte in die USA und nach China rückläufig waren, verzeichnete die deutsche Elektroindustrie in Europa durchgängig Zuwächse. Die Niederlande belegen mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro den dritten Platz der wichtigsten Abnehmerländer, dicht gefolgt von Frankreich mit 15,8 Milliarden Euro.
Besonders kräftig zogen die Branchenausfuhren in die außerhalb der Top Ten platzierten Länder Dänemark und Taiwan an, die jeweils um 22,9 Prozent auf 4,1 Milliarden bzw. 3,6 Milliarden Euro hochschnellten. Auch im Geschäft mit Mexiko und Indien verzeichnete die Branche deutliche Zuwächse.
Diese positive Entwicklung in Europa ist auf die enge wirtschaftliche Verflechtung und die hohe Nachfrage nach deutschen Elektroprodukten zurückzuführen. Die Europäische Union ist und bleibt ein wichtiger Absatzmarkt für die deutsche Elektroindustrie.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Der Exportrekord der deutschen Elektroindustrie hat positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze. Für Verbraucher bedeutet dies, dass weiterhin hochwertige Elektroprodukte „Made in Germany“ verfügbar sind. Allerdings könnten die gestiegenen Produktionskosten und die Zölle in einigen Märkten zu höheren Preisen führen.
Die Verlagerung des Schwerpunkts auf den US-Markt könnte auch dazu führen, dass deutsche Unternehmen ihre Produkte stärker an die Bedürfnisse der US-amerikanischen Verbraucher anpassen. Dies könnte sich in einer veränderten Produktpalette und neuen Innovationen widerspiegeln. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Veränderungen auch auf den europäischen Markt auswirken werden. (Lesen Sie auch: Kündigung bei Krankheit: Darf Mein Chef Mich…)
Das Handelsblatt berichtet regelmäßig über die Entwicklungen in der deutschen Elektroindustrie und die Auswirkungen auf die Verbraucher.
Allzeithoch auch für die Einfuhren
Neben den Exporten verzeichnete die deutsche Elektroindustrie auch bei den Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland einen Rekord. Von Januar bis Dezember summierten sich die Importe auf einen neuen Höchstwert. Dies zeigt, dass Deutschland nicht nur ein bedeutender Exporteur, sondern auch ein wichtiger Importeur von Elektroprodukten ist.
Die hohen Importe sind auf die starke Nachfrage nach elektronischen Komponenten und Geräten in Deutschland zurückzuführen. Viele deutsche Unternehmen sind auf ausländische Zulieferer angewiesen, um ihre Produkte herzustellen. Die zunehmende Digitalisierung und die steigende Bedeutung von Elektronik in allen Lebensbereichen tragen ebenfalls zu den hohen Importen bei.
Die deutsche Elektroindustrie ist stark exportorientiert. Rund 60 Prozent der in Deutschland hergestellten Elektroprodukte werden ins Ausland verkauft.
Expertenstimme
„Die deutsche Elektroindustrie hat im vergangenen Jahr bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich sein kann“, sagt Professor Dr. Ulrich Stein, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Köln. „Der Exportrekord ist ein Zeichen für die hohe Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Produkte. Allerdings müssen die Unternehmen weiterhin in Innovationen investieren und ihre Geschäftsmodelle an die veränderten globalen Rahmenbedingungen anpassen.“
Stein betont, dass die Diversifizierung der Exportmärkte und die Stärkung der Zusammenarbeit mit europäischen Partnern entscheidend sind, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern. Er warnt jedoch auch vor zu viel Protektionismus und plädiert für einen fairen Wettbewerb auf dem Weltmarkt.
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Historischer Vergleich
Vergleicht man die aktuelle Situation mit der Zeit vor der Finanzkrise 2008, so zeigt sich, dass die deutsche Elektroindustrie deutlich widerstandsfähiger geworden ist. Damals brachen die Exporte infolge der globalen Rezession massiv ein. Heute, trotz der US-Zölle und der China-Konkurrenz, konnte ein neuer Exportrekord erzielt werden. Dies ist auch auf die strukturellen Reformen und die Innovationskraft der deutschen Unternehmen zurückzuführen.
Allerdings gibt es auch Parallelen. Wie damals droht auch heute eine globale Konjunkturabschwächung, die sich negativ auf die Exporte auswirken könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird.
Lesen Sie auch: Auswirkungen der US-Zölle auf die deutsche Wirtschaft
Die ZVEI bietet auf ihrer Webseite weitere Informationen und Analysen zur deutschen Elektroindustrie.
Fazit
Der elektroexport deutschland hat im Jahr 2025 trotz widriger Umstände einen neuen Rekord erzielt. Dies ist ein Zeichen für die Stärke und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Elektroindustrie. Allerdings müssen die Unternehmen weiterhin wachsam sein und ihre Geschäftsmodelle an die veränderten globalen Rahmenbedingungen anpassen. Die Diversifizierung der Exportmärkte und die Stärkung der Zusammenarbeit mit europäischen Partnern sind entscheidend, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern. Für Verbraucher bedeutet dies, dass weiterhin hochwertige Elektroprodukte „Made in Germany“ verfügbar sind, allerdings möglicherweise zu höheren Preisen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch war der Wert des deutschen Elektroexports im Jahr 2025?
Der Wert des deutschen Elektroexports im Jahr 2025 betrug 257,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024.
Welches Land war der größte Abnehmer von deutschen Elektroprodukten im Jahr 2025?
Die Vereinigten Staaten von Amerika waren im Jahr 2025 der größte Abnehmer von deutschen Elektroprodukten und überholten damit China nach einem Jahrzehnt.
Warum sind die Exporte in die USA trotz Zöllen so wichtig für die deutsche Elektroindustrie?
Trotz der bestehenden Zölle ist der US-Markt aufgrund seiner Größe und der hohen Nachfrage nach hochwertigen Elektroprodukten weiterhin von großer Bedeutung für die deutsche Elektroindustrie.
Welche europäischen Länder sind wichtige Abnehmer von deutschen Elektroprodukten?
Zu den wichtigsten europäischen Abnehmerländern für deutsche Elektroprodukte gehören die Niederlande, Frankreich, Dänemark und Taiwan. Diese Länder verzeichneten im Jahr 2025 deutliche Zuwächse.
Welche Auswirkungen hat der Exportrekord auf die deutsche Wirtschaft?
Der Exportrekord der deutschen Elektroindustrie hat positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, da er Arbeitsplätze sichert und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen stärkt.
