Die Galenica Schliessung der Produktionsstätte in Interlaken bis spätestens Ende 2026 bedeutet den Verlust von bis zu 170 Arbeitsplätzen. Der Schweizer Pharmakonzern begründet diesen Schritt mit wirtschaftlichen Erwägungen, die eine Fortführung des Betriebs unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr rechtfertigen würden. Betroffen ist die Tochterfirma Bichsel.

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- Galenica Schliessung: Was bedeutet das für die Region Interlaken?
- Welche Gründe führten zur Schliessung des Standorts Interlaken?
- Wie geht es für die betroffenen Mitarbeitenden weiter?
- Die Rolle der Politik: Kann die Schliessung verhindert werden?
- Auswirkungen auf die Schweizer Pharmaindustrie
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Galenica schliesst pharmazeutische Produktion in Interlaken bis Ende 2026.
- Bis zu 170 Stellen sind von der Schliessung betroffen.
- Wirtschaftliche Gründe werden für die Entscheidung genannt.
- Die betroffene Tochterfirma ist Bichsel.
Galenica Schliessung: Was bedeutet das für die Region Interlaken?
Die angekündigte Schliessung der Galenica-Produktionsstätte in Interlaken bis Ende 2026 wirft einen Schatten auf die Region. Der Verlust von bis zu 170 Arbeitsplätzen stellt eine erhebliche Belastung für die lokale Wirtschaft und die betroffenen Familien dar. Es ist zu erwarten, dass sich die Schliessung auch auf Zulieferbetriebe und andere Dienstleister in der Region auswirken wird.
Die Entscheidung von Galenica, die Produktion in Interlaken einzustellen, ist das Ergebnis einer umfassenden Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wie Blick berichtet, hat der Konzern betont, dass dieser Schritt notwendig sei, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die pharmazeutische Industrie befindet sich in einem ständigen Wandel, der von steigendem Kostendruck und zunehmender internationaler Konkurrenz geprägt ist.
Welche Gründe führten zur Schliessung des Standorts Interlaken?
Die Gründe für die Schliessung des Galenica-Standorts in Interlaken sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist der zunehmende Kostendruck in der pharmazeutischen Industrie. Die Preise für Medikamente stehen unter ständigem Druck, was die Margen der Hersteller schmälert. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Produktion, insbesondere im Hinblick auf Qualitätssicherung und regulatorische Vorgaben.
Ein weiterer Grund ist die zunehmende internationale Konkurrenz. Pharmaunternehmen aus Schwellenländern drängen mit günstigeren Produkten auf den Markt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die etablierten Unternehmen ihre Produktionsstrukturen optimieren und Kosten senken. Dies führt oft zur Verlagerung von Produktionsstandorten in Länder mit niedrigeren Lohnkosten. (Lesen Sie auch: Razzia Walkringen nach Nachbarschaftsstreit um Kiesweg)
Darüber hinaus spielen auch strategische Überlegungen eine Rolle. Galenica konzentriert sich zunehmend auf margenstärkere Geschäftsfelder, wie beispielsweise den Vertrieb von Medikamenten und Gesundheitsprodukten. Die eigene Produktion wird hingegen als weniger wichtig erachtet.
Galenica ist ein führender Schweizer Gesundheitsdienstleister. Das Unternehmen ist in den Bereichen Apotheken, Pharma-Grosshandel und Logistik tätig. Galenica beschäftigt rund 9’000 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Schweizer Franken.
Wie geht es für die betroffenen Mitarbeitenden weiter?
Die Schliessung der Produktionsstätte in Interlaken stellt für die betroffenen Mitarbeitenden eine grosse Herausforderung dar. Galenica hat angekündigt, einen Sozialplan zu erarbeiten, um die Auswirkungen der Schliessung zu mildern. Dieser soll Massnahmen wie Abfindungen, Unterstützung bei der Jobsuche und Umschulungsprogramme umfassen. Die Details des Sozialplans sind jedoch noch nicht bekannt.
Es ist zu erwarten, dass die Jobsuche in der Region Interlaken schwierig sein wird. Der Arbeitsmarkt ist angespannt, und es gibt nur wenige Unternehmen, die ähnliche Qualifikationen benötigen. Die betroffenen Mitarbeitenden werden daher möglicherweise gezwungen sein, sich in anderen Regionen der Schweiz oder im Ausland nach neuen Stellen umzusehen. Es bleibt abzuwarten, wie viele der 170 Mitarbeitenden eine neue Beschäftigung finden werden.
Die Gewerkschaften haben die Schliessungsankündigung von Galenica kritisiert und fordern einen umfassenden Sozialplan. Sie fordern zudem, dass Galenica alles unternimmt, um neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Die Gewerkschaften wollen sich für die Interessen der betroffenen Mitarbeitenden einsetzen und sicherstellen, dass diese angemessen entschädigt werden. (Lesen Sie auch: Stefan Hofmänner SRF: Fluch-Panne bei Olympia-Schlussfeier)
Die Rolle der Politik: Kann die Schliessung verhindert werden?
Die Schliessungsankündigung von Galenica hat auch die Politik auf den Plan gerufen. Politiker aus der Region Interlaken haben sich besorgt über den Verlust von Arbeitsplätzen geäussert und fordern Massnahmen zur Stärkung der lokalen Wirtschaft. Es stellt sich die Frage, ob die Politik die Schliessung noch verhindern kann. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Politik direkten Einfluss auf die unternehmerischen Entscheidungen von Galenica nehmen kann.
Die Politik kann jedoch indirekt dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Unternehmen in der Region zu verbessern. Dies kann beispielsweise durch die Förderung von Innovationen, die Senkung von Steuern und Abgaben oder den Ausbau der Infrastruktur geschehen. Es ist wichtig, dass die Politik gemeinsam mit den Unternehmen und den Sozialpartnern Lösungen findet, um die Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort zu erhöhen.
Die Standortförderung des Kantons Bern steht im Kontakt mit Galenica, um mögliche Alternativen zu prüfen. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Schliessung noch abwenden lässt. Die Entscheidung von Galenica scheint gefallen zu sein, und der Konzern hat bereits Massnahmen zur Umsetzung der Schliessung eingeleitet.
Auswirkungen auf die Schweizer Pharmaindustrie
Die Galenica Schliessung in Interlaken ist ein weiteres Beispiel für den Strukturwandel in der Schweizer Pharmaindustrie. Die Branche steht unter grossem Druck, ihre Kosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Dies führt zu Verlagerungen von Produktionsstandorten ins Ausland und zum Abbau von Arbeitsplätzen in der Schweiz. Die Schweizer Pharmaindustrie ist zwar nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftszweig, doch ihre Bedeutung nimmt ab.
Die Schweiz ist ein Hochlohnland, was die Produktion von Medikamenten verteuert. Gleichzeitig sind die regulatorischen Anforderungen hoch, was die Kosten zusätzlich in die Höhe treibt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Schweizer Pharmaunternehmen auf margenstärkere Geschäftsfelder setzen, wie beispielsweise die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente. Die Produktion von Generika und Standardmedikamenten wird zunehmend in Länder mit niedrigeren Lohnkosten verlagert. Laut einer Studie von Swissmedic, der Schweizerischen Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel, ist die Anzahl der Produktionsstätten in der Schweiz in den letzten Jahren rückläufig. (Lesen Sie auch: Basler Fasnacht Schnitzelbängg: Wer Bekommt 2026 Sein…)

Die Schliessung der Galenica-Produktionsstätte in Interlaken ist ein schmerzlicher Verlust für die Region und die betroffenen Mitarbeitenden. Sie zeigt aber auch, dass die Schweizer Pharmaindustrie vor grossen Herausforderungen steht. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu erhalten, sind innovative Lösungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Politik und Sozialpartnern erforderlich. Der Fall azeutische zeigt die Komplexität der Branche.
Häufig gestellte Fragen
Warum kommt es zur Galenica Schliessung in Interlaken?
Die Galenica Schliessung der Produktionsstätte in Interlaken wird mit wirtschaftlichen Gründen begründet. Der Konzern sieht sich einem zunehmenden Kostendruck und internationaler Konkurrenz ausgesetzt, was eine Fortführung des Betriebs unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr rentabel macht.
Wie viele Arbeitsplätze sind von der Schliessung betroffen?
Von der Schliessung der Galenica-Produktionsstätte in Interlaken sind bis zu 170 Arbeitsplätze betroffen. Dies stellt eine erhebliche Belastung für die lokale Wirtschaft und die betroffenen Familien dar. (Lesen Sie auch: Tram Unfall Zürich: Cobra Kracht in LKW…)
Welche Unterstützung erhalten die betroffenen Mitarbeitenden?
Galenica hat angekündigt, einen Sozialplan zu erarbeiten, um die Auswirkungen der Schliessung zu mildern. Dieser soll Massnahmen wie Abfindungen, Unterstützung bei der Jobsuche und Umschulungsprogramme umfassen.
Bis wann wird die Produktion in Interlaken eingestellt?
Die pharmazeutische Produktion der Galenica-Tochter Bichsel in Interlaken wird bis spätestens Ende 2026 eingestellt. Dies gibt den Mitarbeitenden und der Region Zeit, sich auf die Veränderungen vorzubereiten.
Welche Auswirkungen hat die Schliessung auf die Schweizer Pharmaindustrie?
Die Schliessung der Galenica-Produktionsstätte in Interlaken ist ein weiteres Beispiel für den Strukturwandel in der Schweizer Pharmaindustrie. Die Branche steht unter grossem Druck, ihre Kosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Die Galenica Schliessung der Produktionsstätte in Interlaken ist ein einschneidendes Ereignis für die Region und die betroffenen Mitarbeitenden. Die wirtschaftlichen Gründe für die Entscheidung sind nachvollziehbar, doch die sozialen Folgen sind beträchtlich. Es bleibt zu hoffen, dass die betroffenen Mitarbeitenden rasch neue Perspektiven finden und die Region die Auswirkungen der Schliessung bewältigen kann. Die Unterstützung durch Galenica und die Politik wird dabei entscheidend sein. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die Situation entwickelt und welche Massnahmen ergriffen werden, um die negativen Folgen der Schliessung zu minimieren. Eine Analyse der Rahmenbedingungen der Schweizer Pharmaindustrie könnte helfen, ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden.
