DHL Betrugsmasche aktuell: In der Vorweihnachtszeit 2025 warnen Verbraucherschützer und DHL vor einer besonders perfiden Betrugsmasche. Kriminelle verteilen gefälschte Zustellbenachrichtigungen mit QR-Codes in Briefkästen. Wer scannt, landet auf Fake-Webseiten und gibt seine Daten an Betrüger weiter. Hier erfahren Sie, wie Sie die Masche erkennen und sich schützen.
📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 17. Dezember 2025
DHL Betrugsmasche: Gefälschte Paketzettel im Briefkasten
Aktuell warnen Nutzer auf Social Media und Verbraucherschützer vor einer neuen DHL Betrugsmasche aktuell, die besonders in der Vorweihnachtszeit gefährlich ist. Die Täter kleben gefälschte Zustellbenachrichtigungen an Briefkästen und behaupten, ein Paket konnte nicht zugestellt werden.
Auf dem Zettel befindet sich ein QR-Code. Wer diesen scannt, soll angeblich einen erneuten Zustellversuch vereinbaren können. Doch der Code führt nicht zur offiziellen DHL-Seite – sondern zu einer täuschend echt gestalteten Fälschung.
⚠️ Warnung: Die gefälschte Webseite fordert Sie auf, persönliche Daten einzugeben. Diese Informationen nutzen Betrüger für Identitätsdiebstahl, verkaufen sie weiter oder räumen Konten leer.
So funktioniert die QR-Code-Masche (Quishing)
Die DHL Betrugsmasche aktuell wird als „Quishing“ bezeichnet – eine Kombination aus „QR-Code“ und „Phishing“. Der Ablauf ist immer ähnlich:
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| 1. Zettel im Briefkasten | Betrüger werfen gefälschte DHL-Zustellbenachrichtigungen ein |
| 2. QR-Code scannen | Opfer scannt den Code, um „Paket abzuholen“ |
| 3. Fake-Webseite | Link führt zu gefälschter Seite (z.B. dhl-sendungsstatus.de) |
| 4. Dateneingabe | Opfer gibt persönliche Daten und Zahlungsinformationen ein |
| 5. Datendiebstahl | Betrüger nutzen Daten für Identitätsdiebstahl oder Kontozugriff |
Besonders perfide: Viele Phishing-Seiten funktionieren nur auf Smartphones. Wenn sich ein Link am PC nicht öffnen lässt, aber auf dem Handy schon, ist das ein deutliches Warnsignal.
Echte vs. gefälschte DHL-Zustellbenachrichtigung erkennen
Der Blogger „the_handyman81″ erklärt in einem viralen Instagram-Video, wie man echte von gefälschten Zetteln unterscheidet:
| Merkmal | Echter DHL-Zettel | Gefälschter Zettel |
|---|---|---|
| Quittung | ✅ Immer mit aufgeklebter Quittung | ❌ Keine Quittung vorhanden |
| Empfängername | ✅ Name des Empfängers aufgedruckt | ❌ Kein Name oder generische Anrede |
| Sendungsnummer | ✅ Konkrete Sendungsnummer | ❌ Fehlt oder ist fiktiv |
| Ablageort | ✅ Genauer Ablageort angegeben | ❌ Keine konkreten Angaben |
| QR-Code-Ziel | ✅ Führt zu dhl.de | ❌ Führt zu Fake-Domains |
Tipp: Wer unsicher ist, kann den Zettel zur nächsten Postfiliale bringen und dort nachfragen. Niemals den QR-Code scannen, wenn Zweifel bestehen!
Weitere DHL-Betrugsmaschen: SMS, E-Mail und Telefon
Die gefälschten Paketzettel sind nur eine von vielen Maschen. Betrüger nutzen auch andere Kanäle:
Smishing (SMS-Betrug): Gefälschte SMS behaupten, ein Paket könne nicht zugestellt werden. Ein Link fordert zur Dateneingabe oder Zahlung von „Zollgebühren“ auf. DHL betont: Das Unternehmen fragt niemals per SMS nach persönlichen Daten oder Zahlungen.
Phishing-Mails: E-Mails mit DHL-Logo fordern zur Zahlung von angeblichem „Übergewicht“ oder „Zollgebühren“ auf. Die Bezahlbuttons führen zu betrügerischen Webseiten. Erkennbar oft an Absenderadressen außerhalb der offiziellen DHL-Domain.
Gehackte DHL-Accounts: Kriminelle verschaffen sich Zugang zu echten DHL-Kundenkonten und ändern Lieferadressen oder tätigen Bestellungen auf fremde Rechnung.
Gefälschte Paketmarken: Auf Kleinanzeigen werden DHL-Versandlabels verkauft. Diese sind personengebunden und dürfen nicht weiterverkauft werden. DHL schickt Sendungen mit gefälschten Marken zurück – der Absender zahlt 20 Euro Einziehungsentgelt.
DHL warnt: So schützen Sie sich
DHL gibt klare Empfehlungen zum Schutz vor Betrug:
✅ Niemals:
– Auf Links in verdächtigen SMS oder E-Mails klicken
– QR-Codes von unbekannten Zetteln scannen
– Persönliche Daten auf unbekannten Webseiten eingeben
– Vorauszahlungen für Pakete leisten
– Paketmarken von Drittanbietern kaufen
Sendungsnummer prüfen: Geben Sie Sendungsnummern immer direkt auf der offiziellen DHL-Webseite (dhl.de) oder in der DHL-App ein – niemals über Links aus Nachrichten.
Zahlungsaufforderungen hinterfragen: DHL fordert nur in bestimmten Fällen Zahlungen per E-Mail oder SMS an – ausschließlich für Zollgebühren und Steuern. Vor der Zahlungsabwicklung erhalten Sie ein Einmalpasswort (OTP) an Ihre registrierte Kontaktadresse.
7 Tipps: So erkennen Sie DHL-Phishing
| Nr. | Warnsignal |
|---|---|
| 1 | Unerwartete Gebührenhinweise oder Lieferankündigungen |
| 2 | Dringlichkeit wird suggeriert („Sofort handeln!“) |
| 3 | Link führt nicht zu dhl.de (z.B. „dhl-sendung-verifizierung.com“) |
| 4 | Absender hat ausländische Vorwahl oder anonyme Adresse |
| 5 | Rechtschreib- oder Grammatikfehler |
| 6 | Link funktioniert nur auf dem Smartphone, nicht am PC |
| 7 | Datum und Wochentag passen nicht zusammen |
Was tun, wenn Sie Opfer wurden?
Falls Sie auf eine DHL Betrugsmasche aktuell hereingefallen sind, handeln Sie schnell:
1. Passwort ändern: Ändern Sie sofort das Passwort Ihres DHL-Kontos und aller Accounts, die dasselbe Passwort verwenden.
2. Bank kontaktieren: Informieren Sie Ihre Bank, wenn Sie Zahlungsdaten eingegeben haben. Lassen Sie ggf. Karten sperren.
3. Betrug melden: Leiten Sie verdächtige Nachrichten an phishing@dhl.com oder phishing-dpdhl@deutschepost.de weiter.
4. Anzeige erstatten: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – auch online über die Internetwache möglich.
5. Verbraucherzentrale informieren: Melden Sie den Fall Ihrer zuständigen Verbraucherzentrale.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Quishing?
Quishing ist eine Phishing-Methode, bei der Betrüger QR-Codes verwenden, um Opfer auf gefälschte Webseiten zu locken. Der Begriff setzt sich aus „QR-Code“ und „Phishing“ zusammen. Bei der aktuellen DHL-Masche werden gefälschte Zustellbenachrichtigungen mit QR-Codes in Briefkästen verteilt.
Wie erkenne ich eine echte DHL-Zustellbenachrichtigung?
Echte DHL-Zustellbenachrichtigungen haben immer eine aufgeklebte Quittung mit dem Namen des Empfängers, der Sendungsnummer und dem genauen Ablageort des Pakets. Gefälschte Zettel haben diese Quittung nicht. Im Zweifelsfall bringen Sie den Zettel zur Postfiliale und fragen dort nach.
Fragt DHL per SMS nach Zahlungen?
Nein. DHL fragt Kunden niemals per SMS nach persönlichen Daten oder Zahlungen. Die einzigen Zahlungen, die DHL per E-Mail oder SMS anfordert, betreffen Zollgebühren und Steuern – und dabei erhalten Sie vorher ein Einmalpasswort (OTP) zur Sicherheit. Jede andere Zahlungsaufforderung ist Betrug.
Wo kann ich DHL-Phishing melden?
Verdächtige E-Mails, SMS oder gefälschte Webseiten können Sie an phishing@dhl.com oder phishing-dpdhl@deutschepost.de melden. DHL geht jeder Meldung nach und ergreift Maßnahmen, um den Betrug zu stoppen. Zusätzlich können Sie den Fall bei der Verbraucherzentrale und der Polizei melden.
Warum ist die Vorweihnachtszeit besonders gefährlich?
In der Vorweihnachtszeit bestellen Menschen besonders viele Pakete. Dadurch verlieren viele den Überblick über ihre Bestellungen und sind empfänglicher für gefälschte Zustellbenachrichtigungen. Betrüger nutzen diese Hochsaison gezielt aus, um ihre Maschen zu platzieren. DHL versendet jährlich 1,6 Milliarden Pakete – fast jeder ist potenzielles Opfer.
Kann ich auf Kleinanzeigen DHL-Paketmarken kaufen?
Nein, das sollten Sie auf keinen Fall tun. DHL-Versandlabels sind personengebunden und dürfen nicht weiterverkauft werden. Wenn Sie eine Sendung mit gefälschten oder weiterverkauften Marken verschicken, schickt DHL diese an den Absender zurück. Die Rückholung kostet ein Einziehungsentgelt von 20 Euro.
Fazit: Wachsam bleiben bei DHL-Nachrichten
Die DHL Betrugsmasche mit gefälschten Zustellbenachrichtigungen ist besonders in der Vorweihnachtszeit 2025 weit verbreitet. Kriminelle nutzen das hohe Paketaufkommen aus und setzen auf die Unaufmerksamkeit gestresster Verbraucher.
Die wichtigsten Regeln: Scannen Sie keine QR-Codes von Zetteln im Briefkasten. Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen SMS oder E-Mails. Prüfen Sie Sendungsnummern immer direkt auf dhl.de oder in der offiziellen App. Und denken Sie daran: DHL fragt niemals per SMS nach persönlichen Daten oder Zahlungen.
Wer unsicher ist, fragt lieber einmal zu viel bei der Postfiliale nach – das kann teuren Datendiebstahl verhindern.
Betrug melden: Verdächtige Nachrichten an phishing@dhl.com weiterleiten. Mehr Informationen zur Betrugserkennung finden Sie auf der offiziellen DHL-Seite.













