Wetter ist ein faszinierendes Phänomen, das Kinder im Kindergartenalter mit großer Neugier beobachten. Regen, Schnee, Wind oder Sonnenschein – die verschiedenen Wettererscheinungen bieten perfekte Anknüpfungspunkte für spielerisches Lernen. Durch altersgerechte Aktivitäten können Erzieherinnen und Erzieher das natürliche Interesse der Kleinen nutzen, um grundlegende naturwissenschaftliche Konzepte zu vermitteln und gleichzeitig die Sinneswahrnehmung zu fördern.
Die folgenden acht Wetter-Aktivitäten für den Kindergarten wurden speziell entwickelt, um Kindern zwischen drei und sechs Jahren einen praktischen Zugang zu meteorologischen Themen zu ermöglichen. Sie kombinieren spielerische Elemente mit Lerneffekten und lassen sich mit einfachen Materialien umsetzen. Dabei berücksichtigen die Aktivitäten verschiedene Lerntypen und fördern sowohl die motorischen Fähigkeiten als auch die kognitive Entwicklung der Kinder.
Wetter-Aktivitäten fördern bei Kindergartenkindern das Verständnis für Naturphänomene und stärken die Beobachtungsfähigkeit.
Die meisten Wetter-Experimente lassen sich mit Alltagsmaterialien durchführen und benötigen wenig Vorbereitungszeit.
Regelmäßige Wetterprojekte helfen Kindern, jahreszeitliche Veränderungen bewusst wahrzunehmen und Zusammenhänge zu erkennen.
Wetter im Kindergarten: Warum meteorologische Bildung schon bei den Kleinsten wichtig ist
Die Beschäftigung mit dem Wetter bietet im Kindergarten einen spannenden Zugang zur Naturwissenschaft, der die kindliche Neugier perfekt bedient. Durch regelmäßige Wetterbeobachtungen lernen die Kleinen, Zusammenhänge zu erkennen und entwickeln ein grundlegendes Verständnis für meteorologische Phänomene, ähnlich wie sie auch alltägliche Ereignisse wahrnehmen und einordnen. Die frühe Auseinandersetzung mit dem Wetter fördert nicht nur das naturwissenschaftliche Denken, sondern schult auch die Beobachtungsgabe und sprachliche Fähigkeiten der Kinder. Durch das gemeinsame Führen eines Wetterkalenders oder das Basteln einfacher Messgeräte wird abstrakte Wissenschaft spielerisch erfahrbar und legt einen wichtigen Grundstein für das spätere Verständnis von Umwelt- und Klimathemen.
Wetter-Beobachtungsstationen für den Kindergarten einfach selbst bauen
Mit einfachen Mitteln können Kinder im Kindergarten ihre eigene Wetterstation bauen und so spielerisch meteorologische Phänomene erkunden. Für einen Regenmesser genügt schon ein durchsichtiger Plastikbecher mit Zentimetermarkierungen, während ein selbstgebastelter Windanzeiger aus Papier und einem Strohhalm schnell einsatzbereit ist. Die kleinen Wetterforscher können mit einem Thermometer die Temperaturunterschiede zwischen Sonne und Schatten messen und ihre Beobachtungen in einem speziellen Wettertagebuch festhalten. Besonders spannend wird es, wenn die Kinder eine Wolkenbeobachtungsstation mit selbstgemalten Wolkenkarten einrichten, um verschiedene Wolkenformen zu identifizieren und zu dokumentieren. Die regelmäßige Nutzung dieser selbstgebauten Messinstrumente fördert nicht nur das naturwissenschaftliche Verständnis, sondern auch die Feinmotorik und Beobachtungsgabe der Kindergartenkinder.
Einfache Wetter-Messinstrumente für den Kindergarten: Regenmesser (Plastikbecher mit Skala), Windanzeiger (Papier, Strohhalm), Thermometer für Temperaturunterschiede
Lerneffekt: Kinder entwickeln durch eigene Wetterbeobachtungen naturwissenschaftliches Verständnis und trainieren ihre Beobachtungsfähigkeiten
Dokumentation: Wettertagebuch mit Beobachtungen und Wolkenkarten fördert zusätzlich sprachliche und künstlerische Kompetenzen
Kreative Wetter-Bastelideen für den Kindergartenalltag

Mit einfachen Materialien können Kinder wunderbare Wettersymbole gestalten, die später im Morgenkreis zum Einsatz kommen. Wolken aus Watte, Regentropfen aus blauem Tonpapier oder strahlende Sonnen aus gelbem Filz wecken nicht nur die Kreativität, sondern vermitteln spielerisch Wetterkenntnisse. Besonders beliebt ist das Basteln von Windrädchen, die anschließend im Garten auf ihre Funktionalität geprüft werden können – ähnlich sorgfältig wie Stiftung Warentest Wollwaschmittel auf ihre Qualität prüft. Selbstgebastelte Wetteruhren aus Papptellern ermöglichen es den Kindern, täglich das aktuelle Wetter zu dokumentieren und fördern so das Verständnis für Wetterphänomene und Jahreszeiten.
Wetterphänomene kindgerecht erklärt: Ein Leitfaden für Erzieher im Kindergarten
Um Kindern die faszinierenden Wetterphänomene näherzubringen, sollten Erzieher auf eine anschauliche und spielerische Vermittlung setzen. Experimente wie das Erzeugen einer Mini-Wolke in einem Glas oder das Beobachten von Regentropfen auf unterschiedlichen Oberflächen wecken die natürliche Neugier der Kleinen. Bilderbücher mit kindgerechten Erklärungen zu Regen, Schnee und Gewitter unterstützen das Verständnis und nehmen gleichzeitig mögliche Ängste vor Wettererscheinungen. Bei der Vermittlung von Wetterphänomenen ist es wichtig, die Alltagserfahrungen der Kinder einzubeziehen und ihre eigenen Beobachtungen wertzuschätzen.
- Wetterphänomene durch einfache Experimente greifbar machen
- Kindgerechte Bilderbücher als Unterstützung nutzen
- Ängste vor Wettererscheinungen wie Gewitter sensibel abbauen
- Eigene Beobachtungen und Erfahrungen der Kinder in die Erklärungen einbeziehen
Jahreszeitenwechsel und Wetter: Spannende Projekte für Kindergartenkinder
Die wechselnden Jahreszeiten bieten faszinierende Beobachtungsmöglichkeiten für Kindergartenkinder, bei denen sie das Wetter in seiner ganzen Vielfalt kennenlernen können. Mit einem selbstgebastelten Wetterkalender können die Kleinen täglich die Wettersymbole eintragen und so Muster und Veränderungen über einen längeren Zeitraum erkennen. Besonders spannend sind jahreszeitenübergreifende Projekte, bei denen immer wieder derselbe Baum oder dieselbe Wiese fotografiert und beobachtet wird, um die Veränderungen in der Natur zu dokumentieren. Ein beliebtes Highlight ist das Anlegen einer Wetter-Experimentierstation im Außenbereich, wo die Kinder mit einfachen Mitteln wie Windrädern, Regenmessern und Thermometern selbstständig Wetterphänomene erforschen können. Die Gestaltung eines großen Jahreszeitenkreises im Gruppenraum, der regelmäßig mit gesammelten Naturmaterialien und Wettersymbolen aktualisiert wird, rundet das Erleben des Wetterwandels im Kindergartenalltag ab.
Wetterbeobachtung im Jahreslauf: Die kontinuierliche Beobachtung des Wetters über verschiedene Jahreszeiten hinweg fördert das Verständnis von Naturkreisläufen und Zeitabläufen.
Praktisches Lernen: Selbstgebaute Wettermessstationen wie Regenmesser oder Windfahnen vermitteln erste wissenschaftliche Grundlagen auf spielerische Weise.
Ganzheitliche Erfahrung: Durch die Kombination von Beobachten, Dokumentieren und kreativem Gestalten werden verschiedene Lernbereiche gleichzeitig angesprochen.
Wetterspiele für drinnen und draußen: Bewegungsideen im Kindergarten
Bei Regenwetter, Sturm oder Sonnenschein – mit kreativen Wetterspielen können Kindergartenkinder das aktuelle Wetter spielerisch erleben und verstehen lernen. Während draußen Wetterstationen gebaut oder Windrichtungen mit selbstgebastelten Windrädern bestimmt werden können, bieten sich für drinnen Bewegungsspiele wie die „Regentropfen-Hüpfstaffel“ oder das „Sonnenstrahl-Schattenspiel“ an. Ähnlich wie bei den Aktionstabletts für den Herbst im Kindergarten lassen sich auch zum Thema Wetter vielfältige Spielideen umsetzen, die sowohl die motorischen Fähigkeiten als auch das Naturverständnis der Kinder fördern.
Wetter-Lieder und Reime, die Kindergartenkinder begeistern

Kinder lieben es, wenn Lieder und Reime mit Bewegungen und Geräuschen verbunden werden, die das Wetter nachahmen. Der beliebte Klassiker „Es regnet, es regnet“ lädt zum gemeinsamen Singen ein, während die Kinder mit ihren Fingern das Prasseln der Regentropfen darstellen können. „Die Sonne und der Regen“ ist ein rhythmisches Fingerspiel, das den Wetterwechsel spielerisch erklärt und die Kleinen begeistert. Durch regelmäßiges Wiederholen prägen sich die Kinder nicht nur die Wetterphänomene ein, sondern erweitern spielerisch ihren Wortschatz und ihr Rhythmusgefühl.
- Wetter-Lieder fördern das Verständnis für Naturphänomene durch spielerische Darstellung.
- Rhythmische Reime unterstützen die sprachliche Entwicklung der Kindergartenkinder.
- Bewegungen zu Wetterliedern verbessern die motorischen Fähigkeiten.
- Gemeinsames Singen stärkt das Gemeinschaftsgefühl in der Kindergartengruppe.
Digitale Wetter-Apps und Medien im Kindergarten sinnvoll einsetzen
Der Einsatz von digitalen Wetter-Apps und Wetterportalen bietet Kindergartenkindern einen zeitgemäßen Zugang zur Wetterkunde und fördert gleichzeitig ihre Medienkompetenz. Besonders anschaulich wird es, wenn die Kinder selbst auf dem Tablet die aktuelle Wettervorhersage abrufen und die Symbole für Sonne, Regen oder Schnee interpretieren dürfen. Im gemeinsamen Morgenkreis können die digital ermittelten Vorhersagen mit den eigenen Beobachtungen am Wetterfenster verglichen werden, was das kritische Denken und die Beobachtungsfähigkeit schult. Wichtig ist dabei stets eine altersgerechte Begleitung durch die Erzieherinnen und Erzieher, damit die digitalen Medien als ergänzendes Werkzeug zum Entdecken und Verstehen der Wetterphänomene dienen.
Häufige Fragen zum Wetter im Kindergarten
Wie sollten Kinder für verschiedene Wetterlagen im Kindergarten gekleidet sein?
Die richtige Kleidung ist entscheidend für das Wohlbefinden der Kleinen bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Bei Regen empfehlen sich wasserdichte Jacken, Matschhosen und Gummistiefel, damit die Kinder trotz Nässe draußen spielen können. An sonnigen Tagen sind leichte Kleidung, Sonnenhut und bereits zuhause aufgetragener Sonnenschutz wichtig. Im Winter ist das Zwiebelprinzip ideal: mehrere Schichten, die je nach Temperaturempfinden an- oder ausgezogen werden können. Dazu gehören Thermounterwäsche, gefütterte wasserdichte Winterstiefel, Schneehose, warme Jacke, Handschuhe, Mütze und Schal. Bei wechselhaftem Wetter sollte stets Wechselkleidung im Kindergarten deponiert sein.
Warum ist das tägliche Spielen im Freien trotz unterschiedlicher Wetterbedingungen wichtig?
Der regelmäßige Aufenthalt im Freien fördert bei jedem Wetter die gesunde Entwicklung der Kinder auf vielfältige Weise. Durch verschiedene klimatische Bedingungen wird das Immunsystem gestärkt und die Widerstandsfähigkeit erhöht. Die frische Luft unterstützt die Konzentrationsfähigkeit und den Stressabbau. Unterschiedliche Witterungsverhältnisse bieten zudem wertvolle Lernerfahrungen: Kinder entdecken Naturphänomene wie Pfützen, Schnee oder Wind und entwickeln ein grundlegendes Verständnis für meteorologische Zusammenhänge. Die körperliche Aktivität draußen fördert die Motorik und beugt Bewegungsmangel vor. Nicht zuletzt erleben die Kleinen durch das Spiel bei Sonnenschein, Nieselregen oder Schneegestöber die Vielfalt der Jahreszeiten mit allen Sinnen und entwickeln ein natürliches Umweltbewusstsein.
Wie können Erzieher Wetterthemen pädagogisch im Kindergartenalltag einbinden?
Pädagogische Fachkräfte haben zahlreiche Möglichkeiten, meteorologische Themen altersgerecht zu integrieren. Ein beliebtes Element ist die tägliche Wetterbeobachtung mit einem Wetterdienst, bei dem die Kinder das aktuelle Klima dokumentieren und besprechen. Experimente wie das Messen von Niederschlag mit Regenmessern oder das Beobachten von Verdunstung machen Wetterphänomene begreifbar. Kreative Projekte wie das Basteln von Wettersymbolen, Windrädern oder Regenstöcken fördern die Auseinandersetzung mit atmosphärischen Ereignissen. Thematische Bücher, Lieder und Fingerspiele rund um Sonne, Wolken und Niederschlag vertiefen das Verständnis spielerisch. Besonders nachhaltig wirken Naturbeobachtungen bei unterschiedlicher Witterung: Wie verändert sich die Umgebung bei Regen? Wo verstecken sich Tiere bei Sturm? Solche Aktivitäten fördern nicht nur naturwissenschaftliches Interesse, sondern auch Sprachentwicklung und Umweltbewusstsein.
Ab welchen Wetterbedingungen sollten Kinder im Kindergarten nicht mehr draußen spielen?
Die Grenzen für Außenaktivitäten orientieren sich primär an Sicherheitsaspekten, nicht an leichtem Unwohlsein durch Witterungsbedingungen. Bei Gewitter muss der Aufenthalt im Freien aufgrund der Blitzgefahr unbedingt vermieden werden. Auch bei Sturm mit Windstärken ab 8 (frischer bis starker Sturm) besteht durch herabfallende Äste oder umherfliegende Gegenstände erhöhtes Verletzungsrisiko. Bei extremer Hitze über 30°C sollten die Kleinen nur in schattigen Bereichen und mit entsprechendem Sonnenschutz draußen sein, vorzugsweise in den kühleren Morgen- und späten Nachmittagsstunden. Bei strengem Frost unter -10°C ist die Aufenthaltsdauer zu begrenzen und auf angemessene Winterkleidung zu achten. Generell gilt: Angepasste Kleidung und zeitliche Begrenzung ermöglichen auch bei herausfordernden klimatischen Verhältnissen oft kurze, aber wertvolle Frischluftphasen.
Welche Wetter-Apps und Ressourcen helfen bei der Tagesplanung im Kindergarten?
Für die verlässliche Aktivitätenplanung stehen Erziehungsteams zahlreiche digitale Hilfsmittel zur Verfügung. Der Deutsche Wetterdienst bietet eine kostenlose App mit regionalen Vorhersagen und Unwetterwarnungen, die besonders zuverlässig sind. Apps wie WetterOnline oder AccuWeather ermöglichen stündliche Prognosen und Regenradare, wodurch Freiluftaktivitäten präziser geplant werden können. Spezialisierte Dienste wie UV-Index-Prognosen helfen bei der Einschätzung der Sonnenschutzmaßnahmen. Für die pädagogische Arbeit bieten Bildungsportale wie „Kleine Klimaschützer“ oder „Wetter-Kita“ kindgerechte Materialien, Experimente und Projektideen rund um meteorologische Phänomene. Die Kombination aus aktuellen Wetterinformationen und einem Fundus an wetterbezogenen Aktivitäten für drinnen und draußen ermöglicht ein flexibles, aber dennoch strukturiertes Tagesprogramm, das sich an die atmosphärischen Gegebenheiten anpasst.
Wie können Eltern und Kindergärten bei extremen Wetterlagen besser zusammenarbeiten?
Eine effektive Kooperation zwischen Einrichtung und Elternhaus ist bei außergewöhnlichen Witterungsbedingungen besonders wichtig. Transparente Kommunikationswege wie Wetter-Infotafeln im Eingangsbereich, kurzfristige E-Mail-Updates oder eine Messenger-Gruppe für Wetterwarnungen schaffen Klarheit über aktuelle Maßnahmen. Einrichtungen sollten ihre Richtlinien zu Extremwetterlagen (Hitzefrei, Sturmwarnungen, Schneenotfall) schriftlich festhalten und mit den Familien teilen. Elternabende können genutzt werden, um über die Bedeutung wetterfester Ausrüstung und Wechselkleidung zu informieren. Bei angekündigten Unwettern sollten flexible Bring- und Abholzeiten ermöglicht werden. Besonders hilfreich ist ein gemeinsamer Notfallplan, der Verantwortlichkeiten bei plötzlichen Wetterumschwüngen klärt. Durch diese Maßnahmen entsteht ein verlässliches Sicherheitsnetz, das sowohl dem Kindergartenteam als auch den Erziehungsberechtigten Orientierung bietet.













