Tag des Schweizer Käses am 2. Januar 2026: Der National Swiss Cheese Day ehrt eine der ältesten Käsetraditionen der Welt. Kurios: Der Feiertag wurde nicht in der Schweiz erfunden, sondern in den USA. Wir erklären, was hinter dem Aktionstag steckt – und warum 2025 das Jahr des Schweizer Käses war.
📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2025
Tag des Schweizer Käses: Was steckt hinter dem Feiertag?
Der Tag des Schweizer Käses fällt jedes Jahr auf den 2. Januar. In den USA heißt er „National Swiss Cheese Day“ und gehört zu den zahlreichen kulinarischen Feiertagen im amerikanischen Kalender. Das Kuriose: Der Ehrentag für den Schweizer Käse wurde nicht etwa in der Schweiz erfunden – sondern jenseits des Atlantiks.
Wer den Tag ins Leben gerufen hat und warum ausgerechnet der 2. Januar gewählt wurde, ist nicht dokumentiert. Vermutet wird ein Bezug zum US-Bundesstaat Wisconsin, der als „America’s Dairyland“ gilt und scherzhaft als Heimat der „Cheeseheads“ bekannt ist.
Weitere Käse-Feiertage in den USA:
🧀 20. Januar: Tag der Käseliebhaber (National Cheese Lovers Day)
🧀 11. April: Tag des Käsefondues (National Cheese Fondue Day)
🧀 4. Juni: Tag des Käses (National Cheese Day)
🧀 25. Juli: Käse-und-Wein-Tag (National Wine and Cheese Day)
🧀 9. Oktober: Schimmelkäse-Tag (National Moldy Cheese Day)
Schweizer Käse: Warum 2025 ein Rekordjahr war
Das Jahr 2025 war für die Schweizer Käsebranche ein besonderes: Bei den World Cheese Awards in Bern gewann ein Schweizer Gruyère AOP den Titel „Bester Käse der Welt“. Die Bergkäserei Vorderfultigen setzte sich mit ihrem 18 Monate gereiften Spezial gegen 5.244 Konkurrenten durch.
| Kennzahl | Wert 2024 |
|---|---|
| Käseproduktion Schweiz | 204.315 Tonnen |
| Käseexport | 79.268 Tonnen |
| Exportwert | 748,5 Mio. CHF |
| Pro-Kopf-Verbrauch | 23,13 kg |
| Anzahl Käsesorten | ca. 700 |
| Exportländer | über 70 |
Bundesrat Albert Rösti brachte es bei der Eröffnung der World Cheese Awards auf den Punkt: Die Schweiz habe etwa 700 Käsesorten – und sei dennoch regierbar. „Der Käse ist also nicht das Problem, sondern vielleicht die Lösung unserer Probleme“, scherzte er mit Verweis auf Charles de Gaulle, der einst über die Schwierigkeit klagte, ein Land mit 258 Käsesorten zu regieren.
Die berühmtesten Schweizer Käsesorten
Rund 45 Prozent der Schweizer Milch fließen in die Käseproduktion. Die wichtigsten Sorten im Überblick:
| Käsesorte | Kategorie | Besonderheit |
|---|---|---|
| Gruyère AOP | Hartkäse | 30.311 Tonnen Produktion, 5x Weltmeister |
| Emmentaler AOP | Hartkäse | Die typischen Löcher, 12.395 Tonnen |
| Appenzeller | Halbhartkäse | Geheime Kräutersulz, hocharomatisch |
| Raclette | Halbhartkäse | 17.230 Tonnen, Klassiker im Winter |
| Sbrinz AOP | Hartkäse | Ältester Schweizer Käse (500 Jahre) |
| Tête de Moine AOP | Halbhartkäse | Wird mit der Girolle geschabt |
Der Gruyère AOP aus dem Kanton Freiburg ist die meistproduzierte Hartkäsesorte. Ein „Gruyère Premier Cru“ wurde bereits fünfmal zum besten Käse der Welt gekürt – Weltrekord.
„Dieser Erfolg ist der Erfolg der gesamten Branche – von den Milchproduzenten über die Käsehersteller bis hin zu den Affineuren.“
– Olivier Isler, Direktor der Interprofession du Gruyère, nach dem WM-Sieg 2025
Schweizer Käse: Ein Exportschlager
Kein anderes Schweizer Agrarprodukt ist international so erfolgreich wie Käse. 2024 war das zweitbeste Exportjahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Rund 40 Prozent der Produktion gehen ins Ausland, 83 Prozent davon nach Europa.
Die wichtigsten Abnehmerländer:
- Deutschland: Größter Exportmarkt für Schweizer Käse
- Italien: Zweitwichtigster europäischer Partner
- USA: 8.774 Tonnen (+1,4%), wichtigster Markt außerhalb Europas
Der durchschnittliche Exportpreis liegt bei 9,44 CHF pro Kilogramm – deutlich über dem Importpreis von 6,90 CHF. Die positive Handelsbilanz beträgt rund 206 Millionen Franken.
Warum Schweizer Käse keine Zusatzstoffe enthält
Was viele nicht wissen: Schweizer Käse ist per Branchenkodex ein reines Naturprodukt. Seit 2002 verzichten die Schweizer Käsereien vollständig auf künstliche Zusatzstoffe – keine Farbstoffe, keine antibiotisch wirkenden Konservierungsmittel. Ausnahmen gelten nur für Frischkäse, Schmelzkäse und saisonale Spezialitäten.
Diese Qualitätsphilosophie spiegelt sich in den geschützten Ursprungsbezeichnungen wider: AOP (Appellation d’Origine Protégée) garantiert, dass ein Käse im Ursprungsgebiet erzeugt, verarbeitet und veredelt wurde – vom Gruyère bis zum Tête de Moine.
So feierst du den Tag des Schweizer Käses
Der 2. Januar eignet sich perfekt, um nach den Festtagen noch einmal kulinarisch zu schwelgen. Einige Ideen:
- Käseplatte: Verschiedene Schweizer Sorten kombinieren – von mild bis würzig
- Fondue: Der Klassiker mit Gruyère und Emmentaler
- Raclette: Reste vom Silvester verwerten
- Käsedegustation: Regionale Käsereien besuchen oder online bestellen
Tipp für die perfekte Käseplatte:
Pro Person etwa 150-200 Gramm Käse einplanen. Eine gute Mischung besteht aus einem Hartkäse (Gruyère oder Sbrinz), einem Halbhartkäse (Appenzeller oder Raclette) und einem Weichkäse. Dazu Trauben, Feigen, Nüsse und ein gutes Brot.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann ist der Tag des Schweizer Käses?
Der Tag des Schweizer Käses (National Swiss Cheese Day) ist jedes Jahr am 2. Januar. Der nächste Termin ist der 2. Januar 2026, ein Freitag. Der Feiertag stammt aus den USA, wird aber inzwischen weltweit von Käseliebhabern begangen.
Welcher Schweizer Käse ist der beste?
Bei den World Cheese Awards 2025 in Bern wurde ein Gruyère AOP Spezial der Bergkäserei Vorderfultigen zum besten Käse der Welt gekürt. Ein Gruyère Premier Cru hat diesen Titel bereits fünfmal gewonnen – Weltrekord. Geschmacklich hängt die Wahl vom persönlichen Vorlieben ab: Der Gruyère ist nussig-würzig, der Appenzeller hocharomatisch, der Emmentaler mild-süßlich.
Wie viele Käsesorten gibt es in der Schweiz?
In der Schweiz werden etwa 700 verschiedene Käsesorten hergestellt. Die Vielfalt reicht von Hartkäse wie Gruyère und Sbrinz über Halbhartkäse wie Appenzeller und Raclette bis zu Frischkäse wie Mozzarella. 2024 wurden insgesamt 204.315 Tonnen Käse produziert.
Warum hat Schweizer Käse Löcher?
Die typischen Löcher im Emmentaler entstehen durch Propionsäurebakterien. Während der Reifung produzieren sie Kohlendioxid, das im Käseteig Blasen bildet. Je wärmer die Lagerung und je länger die Reifezeit, desto größer werden die Löcher. Nicht alle Schweizer Käsesorten haben Löcher – der Gruyère etwa ist fast lochfrei.
Wie viel Käse essen die Schweizer pro Jahr?
Der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse in der Schweiz lag 2024 bei 23,13 Kilogramm – ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders beliebt sind Frischkäse, Quark und Halbhartkäse. Der Käsekonsum steigt seit Jahren kontinuierlich an.
Was bedeutet AOP bei Schweizer Käse?
AOP steht für „Appellation d’Origine Protégée“ (geschützte Ursprungsbezeichnung). Ein Käse mit AOP-Siegel muss vollständig im definierten Ursprungsgebiet hergestellt werden – von der Milchgewinnung über die Verarbeitung bis zur Reifung. Bekannte AOP-Käse sind Gruyère, Emmentaler, Sbrinz und Tête de Moine.
Fazit: Tag des Schweizer Käses – ein Grund zum Feiern
Der Tag des Schweizer Käses am 2. Januar 2026 ist der perfekte Anlass, um eine der ältesten Käsetraditionen der Welt zu würdigen. Mit 700 Sorten, einem Exportrekord und dem Titel „Bester Käse der Welt“ hat die Schweiz 2025 einmal mehr bewiesen, warum ihr Käse weltweit geschätzt wird. Die aktuellen Handelsverhandlungen werden zeigen, ob Schweizer Käse auch in Zukunft so erfolgreich bleibt.
Nächster Termin: Tag des Schweizer Käses am 2. Januar 2026 (Freitag)











