Was ist eine neue Betrugsmasche?
Eine neue Betrugsmasche bezeichnet aktuelle Methoden von Kriminellen, die mit raffinierten Tricks an dein Geld oder deine Daten gelangen wollen. Im Dezember 2025 warnen Polizei und Verbraucherzentralen vor besonders perfiden Varianten wie dem IBAN-Betrug, Callback-Scam und gefälschten DHL-Benachrichtigungen mit QR-Codes.
Die neue Betrugsmasche trifft aktuell tausende Menschen in Deutschland. Am 20. Dezember 2025 häufen sich die Warnungen von Behörden und Experten vor immer raffinierteren Tricks. Ob gefälschte Bankbriefe, manipulierte QR-Codes oder KI-generierte Stimmen – Betrüger nutzen jede technische Möglichkeit, um an dein Geld zu kommen. Dieser Artikel zeigt dir die fünf gefährlichsten Betrugsmaschen des Jahres und erklärt, wie du dich wirksam schützt.
IBAN-Betrug: 89,90 Euro verschwinden vom Konto
Eine besonders dreiste neue Betrugsmasche sorgt derzeit für Aufsehen. Der sogenannte „Megatipp Emergency Call-Service“ bucht ohne Erlaubnis genau 89,90 Euro von Bankkonten ab. Die Täter benötigen dafür lediglich deine IBAN – mehr nicht.
Thomas Arndt, Vorstandschef der Sparkasse Wittenberg, erklärt das Problem gegenüber dem MDR: Banken prüfen die Rechtmäßigkeit einer Lastschrift zunächst nicht. Bei über 100.000 Kunden wäre der Aufwand schlicht zu hoch. Die Betrüger nutzen diese Lücke gezielt aus.
Die Masche tritt verstärkt in Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen auf. Das Geld fließt auf Konten in Malta, während die Firma in der Türkei registriert ist.
Callback-Scam: Das Bundesamt für Cybersicherheit warnt
Eine weitere neue Betrugsmasche macht sich die Verbesserung von Spam-Filtern zunutze. Weil klassische Phishing-Mails immer häufiger erkannt werden, setzen Kriminelle auf den sogenannten Callback-Scam.
Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt seit Mitte Dezember 2025 vor dieser Methode. Die Opfer erhalten täuschend echte SMS oder E-Mails von vermeintlich seriösen Unternehmen wie UBS, Amazon, Twint oder PayPal. Der Text behauptet, es gebe eine verdächtige Transaktion. Zur Klärung soll man eine Telefonnummer anrufen.
Wer dort anruft, landet direkt bei den Betrügern. Diese geben sich als Kundendienst aus und fordern sensible Daten oder sogar Fernzugriff auf den Computer.
DHL-Quishing: Gefälschte Benachrichtigungen im Briefkasten
Die Weihnachtszeit ist Hochsaison für Paketzusteller – und für Betrüger. Eine neue Betrugsmasche nutzt gefälschte DHL-Zustellbenachrichtigungen mit manipulierten QR-Codes.
Die Zettel sehen den echten Benachrichtigungen täuschend ähnlich. Wer den QR-Code scannt, landet auf einer betrügerischen Webseite. Dort werden persönliche Daten und Zahlungsinformationen abgefragt.
| Merkmal | Echter DHL-Zettel | Gefälschter Zettel |
|---|---|---|
| Quittung | Immer vorhanden mit Namen | Fehlt meist |
| Sendungsnummer | Individuell aufgedruckt | Oft generisch oder fehlend |
| Ablageort | Konkret angegeben | Meist nicht vorhanden |
| QR-Code führt zu | Offizieller DHL-Seite | Fake-Webseite |
Diese Form des Betrugs nennt sich Quishing – eine Kombination aus QR-Code und Phishing. Die Polizei in Nürnberg und anderen Städten warnt bereits seit Monaten davor.
Cybertrading Fraud: Falsche Broker stehlen Millionen
Die Kriminalpolizei Offenburg spricht von einer „alarmierenden Entwicklung“. Cybertrading Fraud, also Betrug mit gefälschten Trading-Plattformen, explodiert förmlich.
Philipp Kern, Leiter der Kriminalinspektion 3, prognostiziert für 2025 mehrere hundert Fälle allein im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg. Die geschätzte Schadenssumme: mehr als zehn Millionen Euro.
Die Täter locken ihre Opfer über Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram, TikTok oder Tinder. Versprochen werden unrealistische Renditen bei minimalem Einsatz. Die Plattformen wirken professionell, zeigen gefälschte Gewinne an und drängen zu immer höheren Einzahlungen.
Wie erkenne ich eine Betrugsmasche?
Betrüger setzen gezielt auf psychologische Tricks. Sie erzeugen Zeitdruck, spielen mit Angst oder locken mit unrealistischen Versprechen. Typische Warnsignale sind:
- Unerwartete Kontaktaufnahme per SMS, E-Mail oder Telefon
- Forderung nach sofortigem Handeln
- Bitte um sensible Daten wie Passwörter oder TANs
- Unrealistische Gewinnversprechen
- Grammatik- und Rechtschreibfehler in offiziellen Schreiben
- Unbekannte Absenderadressen oder Telefonnummern
Der Bankenverband empfiehlt: Wachsamkeit und ein gesundes Misstrauen sind der beste Schutz. Nimm dir Zeit bei unerwarteten Anfragen und verifiziere die Echtheit über offizielle Kanäle.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit: Wachsamkeit ist der beste Schutz vor jeder neuen Betrugsmasche
Die neue Betrugsmasche kommt heute per SMS, E-Mail, Brief oder sogar als gefälschter Paketzettel im Briefkasten. Ob IBAN-Betrug, Callback-Scam oder Quishing – die Methoden werden immer raffinierter. KI-gestützte Angriffe mit geklonten Stimmen oder täuschend echten Fake-Webseiten machen es selbst aufmerksamen Menschen schwer, Betrug zu erkennen.
Der wichtigste Schutz: Nimm dir Zeit. Betrüger setzen auf Zeitdruck und Angst. Wer bei unerwarteten Nachrichten innehält und die Echtheit über offizielle Kanäle prüft, fällt deutlich seltener auf Tricks herein. Und falls doch etwas passiert: Schnelles Handeln bei der Bank und eine Anzeige bei der Polizei können den Schaden oft begrenzen.











