Der österreichische Energieversorger Kelag sorgt Anfang März 2026 für Schlagzeilen mit der Ankündigung neuer, günstigerer Stromtarife und treibt gleichzeitig massive Investitionsprojekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Wasserstoff und E-Mobilität voran. Das Unternehmen positioniert sich als treibende Kraft der Energiewende in Kärnten, obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Entwicklungen, die neuen Preise und die strategische Ausrichtung des Konzerns.
Die Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (Kelag) ist ein führender Energiedienstleister in Österreich, der sich auf die Erzeugung, Verteilung und den Vertrieb von Energie konzentriert. Das Unternehmen setzt stark auf erneuerbare Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik und Biomasse. Neben der Energieversorgung ist die Kelag auch in den Bereichen Fernwärme, E-Mobilität und mit ihrer Tochtergesellschaft Kelag Connect im Glasfaserausbau aktiv.
Inhaltsverzeichnis
- Neuer Tarif: Kelag senkt Strompreise ab April 2026
- Milliarden-Investitionen in Kärntens Energiezukunft
- Vorreiter bei grünem Wasserstoff: Das Projekt „DeCarB“
- Ausbau der E-Mobilität: Kelag erweitert Ladenetz
- Wirtschaftliche Lage und Geschäftsergebnisse der Kelag
- Engagement für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit
Neuer Tarif: Kelag senkt Strompreise ab April 2026
Eine der aktuellsten Nachrichten betrifft die Strompreise für Privatkunden. Zum 1. April 2026 führt die Kelag den neuen Tarif „Kelag Strom Bonus“ ein. Dieser bietet Neu- und Bestandskunden im ersten Vertragsjahr einen vergünstigten Verbrauchspreis von 11,88 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Auch Kunden, die seit Oktober 2025 einen der neueren Tarife abgeschlossen haben, können unkompliziert in das neue Modell wechseln. Die Arbeiterkammer Kärnten begrüßte diesen Schritt als „positives Signal“ zur Entlastung der Haushaltsbudgets in Zeiten gestiegener Fixkosten.
Bereits zuvor wurden die Tarife angepasst. Im Februar 2026 lag der Arbeitspreis für den Tarif „Strom ENERGIEZUKUNFT“ bei 12,5 Cent pro kWh. Für Bestandskunden gab es schon ab Oktober 2025 günstigere Konditionen mit einem Preis von 12,50 Cent/kWh (netto) im „Klassik“-Tarif, was für einen Durchschnittshaushalt eine jährliche Ersparnis von rund 40 Euro bedeutet. Diese Tarife beinhalten eine Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2026.
Milliarden-Investitionen in Kärntens Energiezukunft
Ungeachtet eines Umsatzrückgangs im ersten Halbjahr 2025 hält die Kelag an ihrem ambitionierten Investitionsprogramm fest. Bis zum Jahr 2034 plant der Konzern, rund 2,6 Milliarden Euro in Kärnten zu investieren, um die Energiewende voranzutreiben. Allein für das Jahr 2025 sind Investitionen in Höhe von 460 Millionen Euro vorgesehen. Diese Mittel fließen schwerpunktmäßig in:
- Den Ausbau von Wasserkraft-, Wind- und Photovoltaikanlagen
- Die Modernisierung der Stromnetze
- Den Ausbau der Fernwärme- und Glasfaserinfrastruktur
Laut einer Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) sichern diese wirtschaftlichen Aktivitäten der Kelag rund 3.750 Arbeitsplätze, davon etwa 2.600 direkt in Kärnten. Ein internes Thema, das für die Stabilität der Region sorgt, ist der KI Dokumentarfilm, der die technologische Entwicklung beleuchtet und auch für Energieversorger relevant wird.
Vorreiter bei grünem Wasserstoff: Das Projekt „DeCarB“
Ein Leuchtturmprojekt der Kelag ist der Bau einer Elektrolyseanlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff am Gelände der Kärntner Restmüllverwertung (KRV) in Arnoldstein. Das Projekt mit dem Namen „DeCarB – Decarbonising Carinthian Bus Transport“ ist ein zentraler Baustein der Kärntner Wasserstoffstrategie. Die wichtigsten Fakten zum Projekt:
- Investition: 16 Millionen Euro
- Leistung: Die 2-Megawatt-Anlage wird ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien nutzen.
- Produktionsstart: Nach einer Testphase soll ab Mai 2026 serienmäßig grüner Wasserstoff geliefert werden.
- Jahresproduktion: Geplant sind rund 140 Tonnen Wasserstoff.
- Verwendung: Der Wasserstoff wird eine Flotte von 36 Bussen (35 im Regionalverkehr Villach, einer im Stadtverkehr) antreiben, die eine tägliche Reichweite von bis zu 500 Kilometern haben werden.
Dieses Projekt positioniert Kärnten als Innovationsstandort für Wasserstoffmobilität in Österreich. Die Abwärme der Anlage soll zudem in das Fernwärmenetz eingespeist und der entstehende Sauerstoff in der Müllverbrennungsanlage genutzt werden.
Ausbau der E-Mobilität: Kelag erweitert Ladenetz
Die Kelag forciert massiv den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Ältere 50-kW-Lader werden sukzessive durch Hochleistungs-Ladestationen (Hyper-Charger) mit bis zu 300 kW Ladeleistung ersetzt. Bis Ende 2026 soll die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte in Kärnten auf über 600 ansteigen. Neue Schnellladepunkte wurden unter anderem am Flughafen Klagenfurt und am High Tech Campus Villach in Betrieb genommen. Zudem bietet die Kelag spezielle Förderungen an, wie die THG-Bonus-Prämie in Höhe von 200 Euro für das Jahr 2026. Die Entwicklungen in der E-Mobilität sind eng verknüpft mit globalen Lieferketten, die durch geopolitische Ereignisse, wie etwa Angriffe auf Schiffe wie die Iris Dena, beeinflusst werden können.
Wirtschaftliche Lage und Geschäftsergebnisse der Kelag
Das Geschäftsjahr 2024 schloss die Kelag mit einem Konzernergebnis von 438 Millionen Euro ab. Dies war zwar ein Rückgang um rund 5 % gegenüber dem Rekordjahr 2023 (462 Mio. Euro), aber dennoch das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz sank 2024 auf 1,979 Milliarden Euro.
Für das erste Halbjahr 2025 meldete das Unternehmen einen weiteren Rückgang bei Umsatz (ca. -4 % auf 955 Mio. Euro) und Konzernergebnis (ca. -18 % auf 210 Mio. Euro). Als Gründe wurden niedrigere Großhandelspreise für Energie sowie ein geringerer Ergebnisbeitrag der Verbund Hydro Power GmbH genannt. Trotz dieser Entwicklung hält der Vorstand an den geplanten Rekordinvestitionen fest, um die regionale Wirtschaft zu stärken.
Engagement für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit
Die strategische Ausrichtung der Kelag ist klar auf Nachhaltigkeit und den Ausbau erneuerbarer Energien fokussiert. Der Strom für Privatkunden stammt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen. Das Unternehmen betreibt eine Vielzahl an Wasserkraftwerken, Windparks und Photovoltaikanlagen und investiert kontinuierlich in deren Ausbau sowie in Biomasse-Fernwärmeprojekte, wie beispielsweise in Lustenau und Villach. Für die Errichtung von Photovoltaikanlagen gibt es auch 2026 wieder verschiedene Bundes- und Landesförderungen, die bei der Finanzierung helfen.
Tabelle: Ausgewählte Kelag Stromtarife (Stand März 2026)
| Tarif | Arbeitspreis (brutto) | Gültig ab | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Kelag Strom Bonus | 11,88 Cent/kWh | 01.04.2026 | Günstigerer Preis im 1. Vertragsjahr für Neu- & Bestandskunden |
| Strom ENERGIEZUKUNFT | 12,50 Cent/kWh | Februar 2026 | Günstigstes Angebot im unternehmenseigenen Vergleich (Feb. 2026) |
| Kelag Strom Klassik | 15,00 Cent/kWh | Oktober 2025 | Standardtarif mit Preisgarantie bis 31.12.2026 |
Die Kelag beweist sich als ein zentraler Akteur in der österreichischen Energielandschaft, der trotz wirtschaftlicher Schwankungen entschlossen in eine grüne und nachhaltige Zukunft investiert. Die aktuellen Preissenkungen kommen den Verbrauchern direkt zugute, während die strategischen Großprojekte die Versorgungssicherheit und die regionale Wertschöpfung langfristig stärken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Kelag
Was kostet 1 kWh Strom bei Kelag im Jahr 2026?
Ab dem 1. April 2026 bietet die Kelag mit dem Tarif „Kelag Strom Bonus“ einen Arbeitspreis von 11,88 Cent pro kWh (brutto) im ersten Jahr an. Andere Tarife wie der „Strom Klassik“ lagen zuletzt bei 15 Cent pro kWh (brutto).
Welche neuen Tarife gibt es bei der Kelag?
Die Kelag führt zum 1. April 2026 den neuen Tarif „Kelag Strom Bonus“ ein. Dieser ist sowohl für Neukunden als auch für Bestandskunden verfügbar und bietet einen vergünstigten Preis im ersten Vertragsjahr.
Investiert die Kelag in Wasserstoff?
Ja, die Kelag investiert 16 Millionen Euro in eine Elektrolyseanlage in Arnoldstein zur Produktion von grünem Wasserstoff. Ab Mai 2026 soll damit eine Flotte von 36 Bussen im Raum Villach betrieben werden.
Baut die Kelag ihre E-Ladeinfrastruktur aus?
Ja, die Kelag investiert stark in den Ausbau und die Modernisierung ihres E-Ladenetzes. Bis Ende 2026 sollen über 600 öffentliche Ladepunkte in Kärnten zur Verfügung stehen, viele davon als Hochleistungs-Schnelllader mit bis zu 300 kW.
Wie sehen die Geschäftszahlen der Kelag aus?
Die Kelag erzielte 2024 ein Konzernergebnis von 438 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2025 sanken Umsatz und Ergebnis, das Unternehmen hält aber an seinen hohen Investitionsplänen von 460 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2025 fest.
Fazit
Die Kelag zeigt sich im Frühjahr 2026 als dynamisches Unternehmen, das die Herausforderungen der Energiewende aktiv gestaltet. Mit der Einführung günstigerer Stromtarife reagiert der Energieversorger auf die Marktbedingungen und entlastet die Verbraucher. Gleichzeitig unterstreichen die milliardenschweren Investitionen in grüne Technologien wie Wasserstoff, der massive Ausbau der E-Mobilität und die Stärkung der erneuerbaren Energien die langfristige strategische Ausrichtung. Die Kelag bleibt damit ein entscheidender Wirtschaftsmotor für Kärnten und ein wichtiger Wegbereiter für eine nachhaltige Energiezukunft in Österreich.
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LinkedIn: Die Kelag stellt die Weichen für die Zukunft: Mit einer Preissenkung durch den neuen „Strom Bonus“-Tarif ab April 2026 reagiert das Unternehmen auf die Marktdynamik. Parallel dazu werden strategische Milliardeninvestitionen in Schlüsseltechnologien wie grünen Wasserstoff und E-Mobilität getätigt. Ein detaillierter Blick auf die Geschäftszahlen, die Investitionsstrategie und die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Kärnten. #Kelag #Energie #Nachhaltigkeit #Investition #Wasserstoff #Elektromobilität #CorporateNews










