📖 Lesezeit: 6 Minuten | Aktualisiert: 25. Januar 2026
Babymilch Rückruf kurz erklärt:
Nestlé ruft seit dem 5. Januar 2026 zahlreiche Chargen der Marken BEBA und Alfamino zurück. Grund ist eine mögliche Verunreinigung mit dem Bakteriengift Cereulid. Das Toxin kann bei Säuglingen Erbrechen und Durchfall auslösen. Eltern sollten betroffene Produkte sofort nicht mehr verwenden und im Handel zurückgeben.
Das Wichtigste in Kürze
- Rückruf seit: 5. Januar 2026
- Betroffene Marken: BEBA, BEBA expert HA, BEBA Supreme, BEBA Comfort+, BEBA AR, Alfamino
- Ursache: Cereulid-Toxin durch verunreinigte Zulieferer-Zutat (ARA-Öl aus China)
- Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden
- Erstattung: Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet
- Hotline: 0800 2344 944 (kostenlos)
- Auch betroffen: Danone und Lactalis mit eigenen Produkten in 60+ Ländern
Babymilch Rückruf bei Nestlé: Der Lebensmittelkonzern hat am 25. Januar 2026 den größten Rückruf seiner Firmengeschichte bestätigt. Betroffen sind über 800 Produkte der beliebten Marken BEBA und Alfamino, die in mehr als 30 Ländern verkauft wurden.
Eltern sind verunsichert: Ist die Säuglingsnahrung meines Kindes betroffen? Was muss ich jetzt tun? Hier findest du alle wichtigen Informationen zu betroffenen Chargen, Symptomen und der richtigen Vorgehensweise.
Welche Produkte sind vom Babymilch Rückruf betroffen?
Nestlé hat bestimmte Chargen folgender Produktlinien zurückgerufen. Die vollständige Chargenliste findest du auf der offiziellen Nestlé-Website.
| Produktlinie | Betroffene Produkte | MHD-Bereich |
|---|---|---|
| BEBA Pre | 90ml, 800g, 1200g BIB | 05/2026 – 03/2027 |
| BEBA 1 | 800g | 04/2027 – 06/2027 |
| BEBA Supreme | Pre, 2 (800g) | 05/2027 – 06/2027 |
| BEBA Expert HA | Pre, 1 (550g, 800g) | 11/2026 – 06/2027 |
| BEBA Comfort+ | 500g | 11/2026 |
| Alfamino | 400g | 04/2027 – 11/2027 |
| Little Steps 1 | 800g | 30.11.2026 |
💡 So prüfst du deine Packung:
Die Chargennummer und das Mindesthaltbarkeitsdatum findest du am Boden der Verpackung (Dosen) oder am Etikett (Flaschen). Prüfe BEIDE Angaben – nur wenn beide übereinstimmen, ist das Produkt vom Rückruf betroffen.
Warum werden die Produkte zurückgerufen?
Grund für den Rückruf ist eine mögliche Verunreinigung mit Cereulid, einem Toxin des Bakteriums Bacillus cereus. Laut foodwatch liegt die Ursache bei einem chinesischen Zulieferer von ARA-Öl (Arachidonsäure), einem zentralen Bestandteil hochwertiger Säuglingsnahrungen.
Das Bakteriengift kann bereits innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden nach dem Verzehr Symptome auslösen:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Ungewöhnliche Müdigkeit
- Bauchkrämpfe
Die Beschwerden klingen meist innerhalb weniger Tage von selbst ab. Schwere Verläufe mit Leber- oder Hirnschäden sind laut Experten sehr selten. Problematisch: Das Toxin ist hitzestabil und wird durch Erhitzen nicht zerstört.
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Was müssen Eltern jetzt tun?
Nestlé empfiehlt folgende Schritte beim Babymilch Rückruf:
- Packung prüfen: Chargennummer und MHD mit der offiziellen Liste abgleichen
- Nicht mehr füttern: Bei betroffenen Chargen sofort aufhören
- Produkt zurückgeben: Im Geschäft, wo es gekauft wurde
- Erstattung erhalten: Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet
- Bei Symptomen: Kinderarzt kontaktieren
📞 Nestlé Verbraucherservice:
Telefon: 0800 2344 944 (kostenlos)
Erreichbarkeit: Mo–Fr 8–20 Uhr | Sa 8–18 Uhr | So 8–16 Uhr
foodwatch kritisiert: Babymilch Rückruf kam zu spät
Die Verbraucherorganisation foodwatch erhebt schwere Vorwürfe gegen Nestlé. Demnach wusste der Konzern bereits Mitte Dezember 2025 von der Kontamination – informierte die Öffentlichkeit aber erst am 5. Januar 2026 zum Babymilch Rückruf.
Die Kritikpunkte im Überblick:
- Österreichische Behörden fanden bereits am 16. Dezember Cereulid in Produktproben
- Die Meldung im EU-Schnellwarnsystem RASFF erfolgte vor Weihnachten
- Ein „stiller Rückruf“ (ohne Verbraucherinformation) fand bereits über die Feiertage statt
- Eltern fütterten möglicherweise wochenlang unwissentlich belastete Nahrung
Nestlé weist die Kritik zurück und betont, man habe in „enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden“ gehandelt. Betroffene Eltern berichten jedoch von erkrankten Säuglingen, während der Konzern auf die „Grippesaison“ verweist.
Auch Danone und Lactalis betroffen
Der Skandal weitet sich aus: Neben Nestlé haben auch Danone und Lactalis einen Babymilch Rückruf. Alle drei Konzerne bezogen das belastete ARA-Öl vom selben chinesischen Lieferanten. Laut Euronews sind weltweit über 60 Länder betroffen.
| Konzern | Betroffene Marken | Länder |
|---|---|---|
| Nestlé | BEBA, Alfamino, SMA, Guigoz | 30+ Länder |
| Lactalis | Picot | 18 Länder |
| Danone | Diverse | Singapur (bisher) |
Häufige Fragen zum Babymilch Rückruf
Fazit: Babymilch Rückruf ernst nehmen
Der Babymilch Rückruf bei Nestlé ist einer der größten in der Geschichte des Konzerns. Eltern sollten ihre Vorräte umgehend prüfen und betroffene Produkte zurückgeben. Bei Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall nach dem Füttern ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam.
Die Kritik von foodwatch zeigt: Der Informationsfluss zwischen Behörden, Konzernen und Verbrauchern muss besser werden. Dass Eltern womöglich wochenlang unwissentlich belastete Nahrung verfüttert haben, ist ein ernstes Problem.
✍️ Über den Autor
Dieser Artikel wurde von der Redaktion von mindelmedia-news.de auf Basis aktueller Quellen wie Nestlé Deutschland, foodwatch und amtlichen Meldungen erstellt. Wir aktualisieren bei neuen Entwicklungen. Aktuellen Rückruf findest du auch hier.