L.A. losgelassen und Land gewonnen: Schauspieler Adrian Grenier ist ganz bodenständig geworden – und war nie glücklicher.
Morgens nach dem Aufstehen setzt Adrian Grenier, 49, als Erstes Kaffee für sich und seine Frau Jordan Roemmele, 32, auf. Während der durchläuft, genießt er den Blick auf den Gemüseacker und grasende Lamas. Auf seiner „Kintsugi Ranch“ bei Bastrop, einer Kleinstadt bei Austin in Texas, lebt der Schauspieler seit sechs Jahren; er und Jordan haben inzwischen zwei Söhne: Seiko Aurelius, 2, und Evren Saint-Eros, 1.
Adrian Grenier: Sein Leben auf dem Land
Dauerstress bis hin zu einer Angststörung bestimmte zuvor seinen Alltag in Los Angeles. Durch „Der Teufel trägt Prada“ und die Serie „Entourage“ war Adrian berühmt geworden, doch der Erfolg und mit ihm wilde Partys taten seinem sensiblen Wesen nicht gut. Er hatte regelmäßig Panikattacken, über die er heute sagt: „Das waren meine kosmischen Ohrfeigen.“ Sie waren für ihn der Auslöser, das hektische Leben in der Riesenstadt hinter sich zu lassen.
Im Podcast „Like a Farmer“ sagt er: „Ich arbeite heute härter als je zuvor.“ Das fühle sich aber nicht so an, weil es ihn total erfülle. Um sich und die Familie selbst zu versorgen, lernte er von den Bauern in der Nachbarschaft alles über Bodenbeschaffenheit und Bienenzucht, wie man einen Traktor bedient und Pflanzen sät. Inzwischen ist er zum Aktivisten für nachhaltiges Leben und Tierschutz geworden. „Will man sich mächtig fühlen, sollte man an der Wall Street arbeiten“, findet Adrian. Dort, auf dem Land dagegen werde man angesichts des Kreislaufs der Natur demütig, denn man „erkennt, wie klein man im Vergleich zu ihrer Kraft wirklich ist.“
Nicht bei „Der Teufel trägt Prada 2“ dabei
Zwar war es, wie er kürzlich zugab, eine Enttäuschung, nicht für „Der Teufel trägt Prada 2“ angefragt worden zu sein. Doch von der Schauspielerei hat er sich nicht ganz verabschiedet, drehte zuletzt den Kurzfilm „Self Custody“ in Austin; praktischerweise entstehen in Texas gleich drei große Studios. „Ist der Dreh nah, bin ich dabei“, sagt Adrian. Andernfalls ackert er auf seiner Ranch – und ist mit sich im Reinen.
Quelle: Gala

