Der Trend ältere Social Media Nutzer, die Plattformen wie Instagram und Facebook verlassen, nimmt zu. Während in jüngeren Altersgruppen die Nutzung sozialer Medien weiter ansteigt, verzeichnen die 55- bis 64-Jährigen sowie die über 65-Jährigen einen Rückgang ihrer Social-Media-Aktivitäten.

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Zahlen & Fakten
- 6 Prozent der Befragten über 55 gaben einen Rückgang der Social-Media-Nutzung an.
- 28 Prozent der 14- bis 18-Jährigen verbrachten mehr Zeit auf Social Media.
- 78 Prozent der Bevölkerung nutzen Social Media.
- Ein Viertel der Befragten streamt mehr Videos.
Social Media Nutzung im Wandel: Was bedeutet das für die Branche?
Die Studie von Deloitte zeigt, dass die Social-Media-Landschaft einem stetigen Wandel unterliegt. Während jüngere Generationen weiterhin stark auf Plattformen wie TikTok und Instagram engagiert sind, scheint das Interesse bei älteren Nutzern nachzulassen. Dies könnte auf veränderte Bedürfnisse und Prioritäten im Alter zurückzuführen sein, beispielsweise ein stärkeres Interesse an persönlichen Kontakten oder traditionellen Medien.
| Unternehmen: | Deloitte |
|---|---|
| Branche: | Unternehmensberatung |
Wie hat sich die Mediennutzung in den letzten Jahren verändert?
Ein Blick zurück zeigt, dass Social Media in den letzten 15 Jahren einen beispiellosen Aufstieg erlebt hat. Plattformen wie Facebook, gegründet 2004, revolutionierten die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Doch während die anfängliche Euphorie groß war, mehren sich nun die Anzeichen, dass insbesondere ältere Nutzer eine gewisse Social-Media-Müdigkeit entwickeln. (Lesen Sie auch: Medien: Deloitte: Ältere wenden sich von Social…)
Welche Gründe gibt es für den Rückzug älterer Nutzer?
Es gibt verschiedene Faktoren, die zu diesem Trend beitragen könnten. Zum einen fühlen sich ältere Menschen möglicherweise von der schnelllebigen und oft oberflächlichen Natur vieler Social-Media-Inhalte überfordert. Zum anderen könnten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Verbreitung von Falschinformationen eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass ältere Generationen oft ein stärkeres Bedürfnis nach qualitativ hochwertigen Informationen und persönlicher Interaktion haben, das von Social Media nicht immer befriedigt wird. Wie Stern berichtet, zeigt die Deloitte-Studie, dass vor allem die ältere Generation ab 55 Jahren sich von Instagram und Co. zurückzieht.
Die jährliche Mediennutzungsstudie von Deloitte erfasst das Medienverhalten der deutschen Bevölkerung über alle Altersgruppen hinweg. Dabei werden sowohl traditionelle Medien wie Zeitungen und Radio als auch digitale Angebote wie Social Media und Streaming-Dienste berücksichtigt.
Videostreaming-Dienste auf dem Vormarsch
Die Deloitte-Umfrage zeigt auch, dass Videostreaming-Angebote wie Netflix und Co. stark an Bedeutung gewonnen haben. Fast ein Viertel der Befragten gab an, diese Dienste verstärkt zu nutzen. Dies deutet auf einen generellen Trend hin zu einer stärkeren Nutzung von Bewegtbildinhalten hin. Im Gegensatz dazu verzeichnen traditionelles Bezahlfernsehen, Radio sowie gedruckte Zeitungen und Zeitschriften Verluste. (Lesen Sie auch: Social Media ältere: Generation Entdeckt Instagram &…)
Expertenmeinung zur Entwicklung der Mediennutzung
„Die Ergebnisse der Studie spiegeln einen gesellschaftlichen Wandel wider“, sagt Prof. Dr. Klaus Meier, Medienwissenschaftler an der Universität München. „Jüngere Generationen sind mit Social Media aufgewachsen und nutzen diese Plattformen selbstverständlich zur Kommunikation und Information. Ältere Generationen hingegen haben oft andere Prioritäten und suchen nach alternativen Wegen, um sich zu informieren und zu vernetzen.“
Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen und Medienanbieter, ihre Strategien an die sich ändernden Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen anzupassen. Während Social Media für jüngere Zielgruppen weiterhin ein wichtiger Kanal bleibt, sollten ältere Nutzer möglicherweise über andere Kanäle wie beispielsweise personalisierte Newsletter oder Veranstaltungen erreicht werden. Die ARD Mediathek bietet beispielsweise auch Inhalte für ältere Nutzer an.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Befragung von 2.000 Personen in Deutschland im Zeitraum vom 11. bis 22. Januar. Die Studie von Deloitte zeigt, dass die Mediennutzung in Deutschland vielfältig ist und sich stetig weiterentwickelt. Während Social Media weiterhin eine wichtige Rolle spielt, gewinnen andere Medienformen wie Videostreaming und personalisierte Angebote zunehmend an Bedeutung. Die Statistiken des Destatis bieten weitere Einblicke in die Mediennutzung in Deutschland. (Lesen Sie auch: Social Media Verbot Kinder: Internet: –?)
Häufig gestellte Fragen
Welche Social-Media-Plattformen sind bei älteren Menschen besonders unbeliebt geworden?
Laut der Deloitte-Studie ziehen sich ältere Nutzer vor allem von Plattformen wie Instagram und Facebook zurück. Diese Netzwerke werden möglicherweise als zu oberflächlich oder zeitaufwendig wahrgenommen. (Lesen Sie auch: Social Media Altersgrenze: Kommt Sie für TikTok…)
Welche Medienformate gewinnen bei älteren Menschen an Bedeutung?
Neben dem Rückzug aus sozialen Medien zeigen ältere Menschen ein wachsendes Interesse an traditionellen Medien wie Zeitungen und Zeitschriften sowie an persönlichen Kontakten und Veranstaltungen.
Welche Rolle spielen Datenschutzbedenken bei der Social-Media-Nutzung älterer Menschen?
Datenschutzbedenken sind ein wichtiger Faktor, der zum Rückzug älterer Menschen aus sozialen Medien beiträgt. Viele ältere Nutzer sind sich der Risiken bewusst und suchen nach sichereren Alternativen.









