Andreas Gassen, der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), hat mit seiner Forderung nach einer Streichung der freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen eine erneute Debatte über Einsparungen im Gesundheitswesen ausgelöst. Sein Vorstoß zielt darauf ab, angesichts der angespannten Finanzlage im Gesundheitssystem приоритет auf die Kernleistungen zu legen und weniger dringliche Angebote zu streichen.

Hintergrund von Andreas Gassens Vorstoß
Die Debatte um die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems ist nicht neu. Steigende Kosten, eine alternde Bevölkerung und medizinischer Fortschritt stellen das System vor große Herausforderungen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), unter der Führung von Andreas Gassen, sieht sich in der Verantwortung, konstruktive Vorschläge zur Kosteneinsparung zu unterbreiten, ohne die Qualität der medizinischen Versorgung zu gefährden. Die KBV vertritt die Interessen der Vertragsärztinnen und -ärzte sowie Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten in Deutschland und nimmt eine wichtige Rolle im System der gesetzlichen Krankenversicherung ein, um eine flächendeckende ambulante Gesundheitsversorgung sicherzustellen. (Lesen Sie auch: Basler Fasnacht 2026: Vorbereitungen und Traditionen)
Aktuelle Entwicklung: Gassens Forderung im Detail
Konkret fordert Andreas Gassen die Abschaffung der sogenannten Satzungsleistungen, also jener freiwilligen Angebote, die über denStandardleistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen. Dazu zählen beispielsweise professionelle Zahnreinigungen, alternative Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Anthroposophie oder Phytotherapie, aber auch Zuschüsse zu Fitnessprogrammen oder die Kostenübernahme für bestimmte Impfungen. Laut Gassen könnten durch die Streichung dieser Leistungen jährlich bis zu einer Milliarde Euro eingespart werden, wie er im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erklärte. Das RND berichtete am 23. Februar 2026 über die Details seiner Forderung.
Gassen argumentiert, dass diese freiwilligen Leistungen, die oft auch Marketingzwecken der Kassen dienen, in Zeiten knapper Kassen nicht länger finanzierbar seien. Er betont, dass zuerst die medizinisch notwendigen Kernleistungen gesichert werden müssen. Die Kritik an der Finanzierung von beispielsweise Homöopathie durch Krankenkassen ist nicht neu und wird auch in der Politik seit längerem diskutiert. (Lesen Sie auch: Fußball DFB Pokal Auslosung: – Halbfinale: Bayern)
Reaktionen und Einordnung
Der Vorstoß von Andreas Gassen hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während einige Experten die Notwendigkeit von Einsparungen im Gesundheitswesen betonen, warnen andere vor einer Verschlechterung derVersorgungsqualität. Patientenorganisationen äußern sich besorgt darüber, dass gerade jene Leistungen gestrichen werden könnten, die für bestimmte Patientengruppen von großer Bedeutung sind. Es wird auch darauf hingewiesen, dass viele Kassen die freiwilligen Leistungen als wichtiges Instrument zur Kundenbindung sehen. Die Debatte um die Streichung freiwilliger Leistungen verdeutlicht die komplexen Herausforderungen bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen und finanzierbaren Gesundheitsversorgung.
Andreas Gassen: Was bedeutet sein Vorstoß für die Zukunft?
Die Forderung von Andreas Gassen könnte weitreichende Folgen für das deutsche Gesundheitssystem haben. Sollten die Krankenkassen tatsächlich gezwungen sein, ihre freiwilligen Leistungen zu streichen, würde dies nicht nur das Angebot für die Versicherten reduzieren, sondern auch den Wettbewerb zwischen den Kassen verändern. Es ist zu erwarten, dass sich viele Versicherte fragen werden, welche Leistungen sie wirklich benötigen und welche Kasse das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die Politik steht nun vor der Aufgabe, eine ausgewogene Lösung zu finden, die sowohl die finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems sichert als auch die Interessen der Patienten berücksichtigt. (Lesen Sie auch: Live Arena: Aviva in Bristol: Neue Impulse)
Tabelle: Einsparpotenziale im Gesundheitssystem
| Bereich | Einsparpotenzial (geschätzt) | Quelle |
|---|---|---|
| Streichung freiwilliger Kassenleistungen | ca. 1 Milliarde Euro pro Jahr | BILD, 23.02.2026 |
| Effizienzsteigerung bei Klinikbehandlungen | Mehrere Milliarden Euro pro Jahr | Handelsblatt, 23.02.2026 |
Häufig gestellte Fragen zu andreas gassen
Wer ist Andreas Gassen und welche Position bekleidet er?
Andreas Gassen ist ein deutscher Arzt und seit 2014 Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). In dieser Funktion vertritt er die Interessen der Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Deutschland und spielt eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen.

Welche konkreten Leistungen will Andreas Gassen streichen?
Gassen fordert die Abschaffung der freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, die über denStandardleistungskatalog hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise Homöopathie, professionelle Zahnreinigungen und Zuschüsse zu Fitnessprogrammen, die von Kasse zu Kasse variieren. (Lesen Sie auch: Wo Sind die nächsten Olympischen Winterspiele)
Warum fordert Andreas Gassen die Streichung dieser Leistungen?
Gassen argumentiert, dass in Zeiten knapper Kassen приоритет auf die medizinisch notwendigen Kernleistungen gelegt werden muss. Er sieht die freiwilligen Leistungen als „Nice-to-have“-Angebote, auf die verzichtet werden kann, um die finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems zu gewährleisten.
Wie hoch ist das Einsparpotenzial durch die Streichung der freiwilligen Leistungen?
Laut Gassen könnten durch die Streichung der freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen jährlich bis zu einer Milliarde Euro eingespart werden. Dieses Geld könnte dann für die Finanzierung der medizinisch notwendigen Kernleistungen verwendet werden.
Welche Kritik gibt es an dem Vorstoß von Andreas Gassen?
Kritiker warnen vor einer Verschlechterung der Versorgungsqualität und bemängeln, dass gerade jene Leistungen gestrichen werden könnten, die für bestimmte Patientengruppen von großer Bedeutung sind. Zudem wird argumentiert, dass die freiwilligen Leistungen ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung der Krankenkassen darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
