Ein geplanter Armee-Infotag für Frauen im Aargau wird von der Kantonsregierung abgelehnt. Die Regierung argumentiert, dass die Armee derzeit andere Prioritäten habe. Der sogenannte Orientierungstag sollte Schweizerinnen die Möglichkeit geben, sich über Armee und Zivilschutz zu informieren. Armee Infotag Frauen steht dabei im Mittelpunkt.

+
Warum lehnt der Aargau den Armee-Infotag für Frauen ab?
Der Aargauer Regierungsrat hält den Zeitpunkt für einen solchen Anlass für ungünstig. Begründet wird dies mit anderen, dringenderen Aufgaben der Armee. Aktuell stünden Nachrüstungen und andere Projekte im Vordergrund, weshalb ein Infotag für Frauen zu diesem Zeitpunkt nicht passend sei. (Lesen Sie auch: Royal Kreditkarte Missbrauch: Adliger um 700’000 Franken…)
Die wichtigsten Fakten
- Der Aargau lehnt den Armee-Infotag für Frauen ab.
- Als Grund werden andere Prioritäten der Armee genannt.
- Der Infotag soll über Armee und Zivilschutz informieren.
Welche Ziele verfolgt ein Armee-Infotag für Frauen?
Ein solcher Infotag soll Frauen einen Einblick in die Aufgaben und Möglichkeiten bei Armee und Zivilschutz geben. Ziel ist es, das Interesse von Frauen an einer Tätigkeit in diesen Bereichen zu wecken und sie über die verschiedenen Laufbahnen zu informieren. Solche Veranstaltungen können dazu beitragen, den Frauenanteil in der Armee zu erhöhen.
Wie reagiert das Eidgenössische Departement für Verteidigung auf die Absage?
Obwohl der Aargau den Infotag ablehnt, bedeutet dies nicht das Ende für ähnliche Initiativen in der Schweiz. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) setzt sich weiterhin für die Förderung von Frauen in der Armee ein. Es ist denkbar, dass andere Kantone solche Infotage in Zukunft anbieten werden. Wie Blick berichtet, hat sich das VBS bisher nicht zu der Absage geäussert. (Lesen Sie auch: Schweizer Reisende Gestrandet: Ferienchaos durch Kriegsausbruch)
Der Frauenanteil in der Schweizer Armee ist im internationalen Vergleich gering. Durch gezielte Informationsveranstaltungen und Förderprogramme soll dies geändert werden. Die Armee erhofft sich dadurch auch, von den vielfältigen Kompetenzen von Frauen zu profitieren.
Welche Alternativen gibt es für interessierte Frauen?
Frauen, die sich für eine Tätigkeit bei der Armee oder im Zivilschutz interessieren, können sich auf der Webseite des VBS informieren. Dort finden sich Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten, Voraussetzungen und Ansprechpartnern. Zudem bieten verschiedene Organisationen und Vereine Beratungen und Veranstaltungen an, die speziell auf Frauen zugeschnitten sind. Auch die Armee selbst führt regelmässig Informationsveranstaltungen durch, die offen für alle Interessierten sind. (Lesen Sie auch: Welpen aus Bosnien Import: Albtraum Wegen Fehlender…)
Die Entscheidung des Aargauer Regierungsrats zeigt, dass die Armee mit unterschiedlichen Prioritäten konfrontiert ist. Während die Förderung von Frauen ein wichtiges Ziel bleibt, müssen auch andere Aufgaben wie die Nachrüstung der Armee berücksichtigt werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob in Zukunft andere Kantone oder Organisationen die Initiative ergreifen werden, um einen Armee Infotag für Frauen anzubieten.

Der Bundesrat legt die Ziele der Armee fest.











