„Was wäre, wenn wir die Chance hätten, unser Leben immer wieder wie einen Film auf einen bestimmten Punkt zurückzudrehen, um uns in den wichtigen Momenten dann anders zu entscheiden?“ Diese Frage stellt sich unweigerlich, wenn man den Film *Auf Anfang* betrachtet. Der Film wirft einen faszinierenden Blick auf die Möglichkeit, das Leben zu verändern, indem man immer wieder auf Anfang geht. Auf Anfang Film steht dabei im Mittelpunkt.

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| Titel | Auf Anfang |
|---|---|
| Originaltitel | Reprise |
| Regie | Joachim Trier |
| Drehbuch | Joachim Trier, Eskil Vogt |
| Besetzung | Anders Danielsen Lie, Espen Klouman Høiner, Viktoria Winge |
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Kinostart | 2006 |
| Produktion | Norwegen |
| Verleih | MFA+ FilmDistribution |
Unser Eindruck: Ein intelligentes und emotional berührendes Drama über Freundschaft, Ambition und die Unwägbarkeiten des Lebens.
Die Frage nach dem „Was wäre wenn?“
Der Film *Auf Anfang* (Originaltitel: Reprise) von Joachim Trier, wirft ein existenzielles Licht auf das Leben zweier Freunde, Erik und Phillip, die beide davon träumen, berühmte Schriftsteller zu werden. Der Film begleitet sie auf ihrem Weg, der von Erfolgen, Rückschlägen und den komplexen Verstrickungen des Lebens geprägt ist. Was aber, wenn man die Möglichkeit hätte, auf Anfang zu gehen und getroffene Entscheidungen zu revidieren? Diese Frage schwebt über dem gesamten Film und regt zum Nachdenken an.
Triers Film ist keine simple Nacherzählung einer Lebensgeschichte, sondern eine vielschichtige Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Entscheidungen. Er zeigt, dass das Leben kein linearer Pfad ist, sondern ein komplexes Netzwerk von Ursachen und Wirkungen. Wer *Trainspotting* aufgrund seiner schonungslosen Ehrlichkeit mochte, wird hier eine ähnliche Authentizität finden, allerdings in einem ruhigeren, introspektiveren Gewand. (Lesen Sie auch: Netflix Romantischer Film: Dieser Kino-Hit Lässt Sie…)
Serien-Fakten
- Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Amanda Award als bester norwegischer Film.
- Joachim Trier gilt als einer der wichtigsten norwegischen Regisseure seiner Generation.
- *Auf Anfang* ist der erste Film von Triers sogenannter „Oslo-Trilogie“, gefolgt von *Oslo, 31. August* und *The Worst Person in the World*.
- Der Film zeichnet sich durch seine innovative Erzählstruktur und seine starken schauspielerischen Leistungen aus.
Wie beeinflusst die Kameraarbeit die Erzählung?
Ein wesentliches Merkmal von *Auf Anfang* ist die innovative Kameraarbeit. Trier und sein Kameramann Jakob Ihre setzen auf eine dynamische Bildsprache, die die innere Zerrissenheit der Protagonisten widerspiegelt. Schnelle Schnitte, unerwartete Perspektiven und der Einsatz von Voice-Over-Kommentaren tragen dazu bei, dass der Zuschauer tief in die Gedankenwelt von Erik und Phillip eintauchen kann. Die Kamera wird so zu einem Werkzeug, das nicht nur Bilder liefert, sondern auch Emotionen transportiert und die Geschichte auf einer tieferen Ebene erzählt.
Die visuelle Gestaltung des Films unterstreicht die Thematik des Lebens im Konjunktiv. Indem Trier mit verschiedenen Zeitebenen und Erzählperspektiven spielt, verdeutlicht er, dass es nicht die eine, wahre Geschichte gibt, sondern viele mögliche Versionen. Die Frage, was wäre wenn, wird so auch auf der formalen Ebene des Films verhandelt.
Was unterscheidet *Auf Anfang* von anderen Coming-of-Age-Filmen?
Viele Filme thematisieren die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, aber *Auf Anfang* geht einen Schritt weiter. Er konzentriert sich nicht nur auf die äußeren Herausforderungen, sondern auch auf die inneren Konflikte der Protagonisten. Erik und Phillip sind keine einfachen Charaktere. Sie sind ambitioniert, aber auch unsicher, talentiert, aber auch selbstzerstörerisch. Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Phillip eine psychische Krise durchlebt und sich in eine psychiatrische Klinik einweisen lässt. Laut Die Zeit, bietet der Film eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Themen Freundschaft, psychische Gesundheit und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.
Der Film vermeidet es, einfache Antworten zu geben. Stattdessen stellt er Fragen und lädt den Zuschauer ein, über die eigenen Lebensentscheidungen nachzudenken. Er zeigt, dass es keine Garantie für Glück und Erfolg gibt, aber dass es wichtig ist, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen und seinen eigenen Weg zu gehen. Wie *Oslo, 31. August*, ein weiterer Film von Joachim Trier, beschäftigt sich *Auf Anfang* auf sensible Weise mit der Thematik psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. (Lesen Sie auch: Sci Fi Film 2025: „Per Aspera Ad…)
Joachim Trier ist bekannt für seine Filme, die sich mit den Themen Identität, Erinnerung und der Suche nach Sinn auseinandersetzen. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des norwegischen Kinos der Gegenwart.
Die Musik im Film, komponiert von Ola Fløttum, trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei. Sie ist melancholisch und treibend zugleich und unterstreicht die emotionalen Höhen und Tiefen der Geschichte. Die Musik ist kein bloßer Hintergrund, sondern ein integraler Bestandteil des Films, der die Gefühle der Protagonisten verstärkt und die Handlung vorantreibt. Ein Artikel auf Filmstarts lobt insbesondere die Authentizität der Darstellung und die subtile Art, wie der Film existenzielle Fragen aufwirft.
Für wen lohnt sich *Auf Anfang*?
*Auf Anfang* ist ein Film für Zuschauer, die anspruchsvolle Dramen mit Tiefgang schätzen. Wer Filme wie *Die Verachtung* von Jean-Luc Godard oder *Persona* von Ingmar Bergman mag, wird hier eine ähnliche intellektuelle Herausforderung finden. Der Film ist keine leichte Kost, aber er belohnt den aufmerksamen Zuschauer mit einer vielschichtigen und berührenden Geschichte. Er regt zum Nachdenken an und lässt einen mit Fragen zurück, die noch lange nach dem Abspann nachwirken.
Der Film ist besonders empfehlenswert für junge Erwachsene, die sich am Anfang ihres Lebensweges befinden und mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens konfrontiert sind. Er kann aber auch für ältere Zuschauer interessant sein, die über ihre eigenen Lebensentscheidungen reflektieren möchten. Der Film ist ein Plädoyer für die Auseinandersetzung mit sich selbst und für die Akzeptanz der eigenen Unvollkommenheit. Die offizielle Webseite des Norwegischen Filminstituts bietet detaillierte Informationen zur Produktion und Rezeption des Films. (Lesen Sie auch: Neue Filme Amazon Prime: Gute Laune Garantiert…)
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an der Erzählstruktur von *Auf Anfang*?
Der Film spielt mit verschiedenen Zeitebenen und Erzählperspektiven, um die Komplexität menschlicher Entscheidungen zu verdeutlichen. Er zeigt, dass es nicht die eine, wahre Geschichte gibt, sondern viele mögliche Versionen.
Welche Themen werden in *Auf Anfang* behandelt?
Der Film thematisiert Freundschaft, Ambition, psychische Gesundheit, die Suche nach dem eigenen Platz im Leben und die Unwägbarkeiten des Lebens. (Lesen Sie auch: Keanu Reeves Fantasy Film: John Wick War…)
Inwiefern ähnelt *Auf Anfang* anderen Filmen von Joachim Trier?
Wie in *Oslo, 31. August* und *The Worst Person in the World* beschäftigt sich Trier in *Auf Anfang* auf sensible Weise mit den Themen Identität, Erinnerung und der Suche nach Sinn.
Welche Auszeichnungen hat *Auf Anfang* gewonnen?
Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Amanda Award als bester norwegischer Film.
Wo kann man *Auf Anfang* sehen?
Der Film ist auf verschiedenen Streaming-Plattformen verfügbar und kann auch als DVD oder Blu-ray erworben werden. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren.
Insgesamt ist *Auf Anfang* ein Film, der zum Nachdenken anregt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Er ist ein intelligentes und emotional berührendes Drama, das die Frage nach dem „Was wäre wenn?“ auf eine eindringliche Weise stellt. Der Film *Auf Anfang* ist ein Meisterwerk des norwegischen Kinos und ein Muss für alle, die anspruchsvolle Filme mit Tiefgang schätzen.

















