Die Frage der Auslieferung des Bulgaren, der in Luzern festgenommen wurde, beschäftigt derzeit die Schweizer Behörden. Der Mann wird international gesucht, da er in Bulgarien mutmaßlich ein Tötungsdelikt begangen hat. Das Bundesamt für Justiz (BJ) wird nun über seine Auslieferung entscheiden. Auslieferung Bulgare steht dabei im Mittelpunkt.

Das ist passiert
- Ein bulgarischer Staatsbürger wurde in Luzern festgenommen.
- Der Mann wird international per Haftbefehl gesucht.
- Ihm wird in Bulgarien ein Tötungsdelikt zur Last gelegt.
- Das Bundesamt für Justiz entscheidet über die Auslieferung.
Festnahme in Luzern: Was ist bekannt?
Am Freitag wurde in Luzern ein bulgarischer Staatsbürger von der Luzerner Polizei festgenommen. Der Mann wird von den bulgarischen Behörden international gesucht. Ihm wird vorgeworfen, in Bulgarien ein Tötungsdelikt begangen zu haben. Die Luzerner Polizei bestätigte die Festnahme, machte aber aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben zum genauen Ort oder den Umständen der Festnahme.
Chronologie der Ereignisse
Die Luzerner Polizei nimmt den gesuchten bulgarischen Staatsbürger fest.
Das Bundesamt für Justiz prüft die rechtlichen Grundlagen für eine mögliche Auslieferung des Mannes nach Bulgarien. (Lesen Sie auch: Silvan Wildhaber wird neuer Economiesuisse-Präsident)
Was bedeutet die Festnahme für das Auslieferungsverfahren?
Nach der Festnahme des bulgarischen Staatsbürgers in Luzern beginnt nun das formelle Auslieferungsverfahren. Zunächst wird das Bundesamt für Justiz (BJ) prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Auslieferung nach Bulgarien gegeben sind. Dies beinhaltet die Prüfung, ob der dem Mann in Bulgarien zur Last gelegte Tatbestand auch nach Schweizer Recht strafbar ist und ob keine Auslieferungshindernisse bestehen. Solche Hindernisse könnten beispielsweise politische Verfolgung oder die Gefahr unmenschlicher Behandlung in Bulgarien sein.
Die Schweiz hat mit Bulgarien ein Auslieferungsabkommen. Dies erleichtert grundsätzlich die Zusammenarbeit in Strafsachen und die Auslieferung von gesuchten Personen.
Wie funktioniert ein Auslieferungsverfahren in der Schweiz?
Das Auslieferungsverfahren in der Schweiz ist in mehrere Phasen unterteilt. Nach der Festnahme der gesuchten Person prüft das Bundesamt für Justiz (BJ) zunächst die formellen Voraussetzungen für die Auslieferung. Anschließend wird der Betroffene angehört und hat die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Das BJ entscheidet dann, ob die Auslieferung bewilligt wird. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werden. In letzter Instanz kann der Fall sogar vor das Bundesgericht gelangen. Die Website des Bundesamts für Justiz bietet detaillierte Informationen zum Ablauf eines Auslieferungsverfahrens.
Welche Rolle spielt das Tötungsdelikt in Bulgarien?
Die Schwere des dem Mann in Bulgarien vorgeworfenen Tötungsdelikts spielt eine wesentliche Rolle im Auslieferungsverfahren. Das Bundesamt für Justiz wird prüfen, ob die Tat auch nach Schweizer Recht als Verbrechen einzustufen ist. Dabei wird auch berücksichtigt, welche Strafe dem Mann in Bulgarien droht. Die Schweiz liefert grundsätzlich keine Personen in Länder aus, in denen ihnen die Todesstrafe droht. Die Schweizerische Bundesverwaltung stellt Informationen über internationale Abkommen und Rechtshilfe zur Verfügung. (Lesen Sie auch: Betrugsmasche Thurgau: 230’000 Franken Erbeutet!)
Reaktionen auf die Festnahme
Die Festnahme des bulgarischen Staatsbürgers in Luzern hat in der Öffentlichkeit kaum Reaktionen ausgelöst. Die Luzerner Polizei hat sich bisher nicht weiter zu dem Fall geäußert und verweist auf das laufende Verfahren. Es bleibt abzuwarten, wie das Bundesamt für Justiz entscheiden wird und ob der Mann tatsächlich nach Bulgarien ausgeliefert wird. Wie Blick berichtet, hat sich die Polizei bisher nicht weiter zu dem Fall geäußert.
Die Ermittlungen der Luzerner Polizei sind abgeschlossen. Der Fall liegt nun beim Bundesamt für Justiz, das über die Auslieferung entscheidet.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Auslieferung in diesem Kontext?
Auslieferung bedeutet, dass eine Person, die sich in einem Land aufhält (in diesem Fall die Schweiz), an ein anderes Land (Bulgarien) überstellt wird, um dort für eine Straftat, die sie begangen haben soll, vor Gericht gestellt oder eine Strafe verbüßt zu werden.
Welche Rolle spielt das Bundesamt für Justiz bei der Auslieferung des Bulgaren?
Das Bundesamt für Justiz (BJ) ist die zuständige Behörde in der Schweiz, die über die Bewilligung einer Auslieferung entscheidet. Es prüft, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine Auslieferung gegeben sind und ob keine Auslieferungshindernisse bestehen.
Kann der bulgarische Staatsbürger gegen seine Auslieferung vorgehen?
Ja, der bulgarische Staatsbürger hat das Recht, sich gegen seine Auslieferung zur Wehr zu setzen. Er kann gegen den Entscheid des Bundesamts für Justiz Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen. In letzter Instanz kann der Fall sogar vor das Bundesgericht gelangen.
Welche Strafe droht dem Mann in Bulgarien?
Da dem Mann ein Tötungsdelikt zur Last gelegt wird, droht ihm in Bulgarien eine mehrjährige Haftstrafe. Die genaue Höhe der Strafe hängt von den konkreten Umständen der Tat ab. (Lesen Sie auch: Franjo von Allmen Olympiasieger: von: Der dreifache)
Wie lange dauert ein Auslieferungsverfahren in der Schweiz?
Die Dauer eines Auslieferungsverfahrens in der Schweiz kann variieren und hängt von der Komplexität des Falles ab. In der Regel dauert es jedoch mehrere Monate, bis ein endgültiger Entscheid gefällt wird.

