Die Bahn Pünktlichkeit soll durch ein Maßnahmenpaket verbessert werden. Dazu gehören „Jokergleise“ an Bahnhöfen, flexible Abfahrtszeiten und großzügigere Zeitpuffer im Fahrplan. Eine Taskforce aus Politik und Bahnunternehmen hat insgesamt 22 Maßnahmen erarbeitet, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen.

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Bahn-Pünktlichkeit verbessern: Das sind die Pläne
Bundesregierung und Bahn wollen die Pünktlichkeit im Bahnverkehr deutlich steigern. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Entlastung stark frequentierter Bahnknotenpunkte. An diesen Stellen kreuzen sich viele Hauptstrecken, wodurch bereits kleine Störungen erhebliche Auswirkungen haben können. „Jokergleise“ sollen hier Abhilfe schaffen. Diese zusätzlichen Gleise in Bahnhöfen sollen bei Bedarf kurzfristig zur Verfügung stehen, um Engpässe zu entschärfen. Geplant sind auch „Flex-Abfahrten“, bei denen Züge minimal früher als im Fahrplan angegeben abfahren können, um die Pünktlichkeit zu erhöhen. (Lesen Sie auch: Bahnverkehr in Deutschland: „Jokergleise“ und Puffer: Wie…)
Das ist passiert
- Taskforce aus Politik und Bahn hat 22 Maßnahmen zur Pünktlichkeitssteigerung vorgelegt.
- Entlastung von Bahnknotenpunkten durch „Jokergleise“.
- „Flex-Abfahrten“ sollen Züge minimal früher abfahren lassen.
- Bahnchefin Palla hat für 2026 eine Pünktlichkeitsquote von mindestens 60 Prozent ausgegeben.
Warum ist die Bahn-Pünktlichkeit so wichtig?
Verspätungen und Zugausfälle sind ein Ärgernis für Reisende und Unternehmen gleichermaßen. Gerade für Firmen, die auf einen zügigen Transport ihrer Güter per Schiene angewiesen sind, stellen Unpünktlichkeit ein Problem dar. Im Februar 2024 lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn bei lediglich 59,4 Prozent. Als verspätet gilt ein Zug, wenn er sechs Minuten oder später als geplant am Ziel ankommt. Zugausfälle werden in dieser Statistik nicht berücksichtigt.
Welche Maßnahmen sollen die Bahn pünktlicher machen?
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) setzt auf ein Bündel von Maßnahmen, um die Bahn pünktlicher zu machen. Ein Kernpunkt ist die Entlastung von Knotenpunkten. Laut Stern sollen „Jokergleise“ und „Flex-Abfahrten“ die Lösung sein. Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene und Mitglied der Taskforce, begrüßt die Pläne. (Lesen Sie auch: Bahn Jokergleise: Mehr Pünktlichkeit Dank neuer Gleise?)
Wie will die Bahn ihre Pünktlichkeit bis 2026 steigern?
Bahnchefin Evelyn Palla hat sich zum Ziel gesetzt, die Pünktlichkeitsquote bis zum Jahr 2026 auf mindestens 60 Prozent zu erhöhen. Um dies zu erreichen, setzt die Bahn auf die Umsetzung der 22 Maßnahmen, die von der Taskforce erarbeitet wurden. Eine Ausdünnung des Fahrplans ist laut jetzigem Stand nicht geplant. Zusätzliche Zeitpuffer sollen ebenfalls helfen, Verspätungen zu reduzieren. Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite angibt, werden kontinuierlich in die Modernisierung des Schienennetzes investiert. Diese Investitionen sollen langfristig ebenfalls zur Verbesserung der Pünktlichkeit beitragen. Allerdings zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes, dass die Herausforderungen im Bahnverkehr vielfältig sind.
Wie geht es weiter mit der Bahn Pünktlichkeit?















