Der Baumarkt Umsatzrückgang setzt sich fort: Deutsche Verbraucher kaufen Werkzeug, Gartengeräte und Haushaltswaren zunehmend seltener in Baumärkten. Das führt zu einem spürbaren Umsatzminus in dieser Branche, da Kunden verstärkt auf günstigere Alternativen ausweichen.

+
Die wichtigsten Fakten
- Umsatzrückgang in Baumärkten betrug 2025 etwa 4 Prozent in den wichtigsten Teilsortimenten.
- Verbraucher weichen vermehrt auf Discounter und Online-Marktplätze aus.
- Der Gesamtumsatz der Baumarktbranche sank preisbereinigt um 1,4 Prozent.
| Branche: | Einzelhandel (Baumärkte, Gartencenter) |
|---|---|
| Umsatz 2025: | 20,58 Milliarden Euro |
| Veränderung zum Vorjahr (preisbereinigt): | -1,4% |
| Betroffene Segmente: | Werkzeug, Gartengeräte, Haushaltswaren |
Warum Baumärkte Kunden verlieren
Die Gründe für den Umsatzrückgang sind vielfältig. Wie Stern berichtet, suchen Verbraucher zunehmend nach preisgünstigeren Alternativen für Produkte rund um Haus und Garten. Discounter wie Action, Thomas Philipps und Jysk, aber auch Online-Marktplätze wie Temu sowie Aldi und Lidl erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Der Einkauf im Baumarkt wird so umgangen.
Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) führt regelmäßig Analysen zur Umsatzentwicklung der Baumarktbranche durch. Diese Daten dienen als wichtige Grundlage für Branchenexperten und Unternehmen, um Markttrends zu erkennen und Strategien anzupassen. (Lesen Sie auch: Teilzeit Deutschland: Neuer Höchststand – Was Bedeutet…)
Welche Rolle spielen die Discounter?
Discounter bieten eine wachsende Auswahl an Werkzeugen, Blumenkübeln, Gartenstühlen und Solarleuchten an. Kunden können diese Produkte bequem beim Wocheneinkauf mitnehmen und sparen sich so den zusätzlichen Weg zum Baumarkt. Branchenexperte Klaus Peter Teipel erklärt, dass viele Kunden im Baumarkt kein Geld ausgeben wollen oder können. Die Discounter seien oft günstiger und leichter erreichbar. Für Gelegenheitsnutzer sei die Qualität der Discounter-Produkte meist ausreichend.
Auswirkungen auf die Baumarktbranche
Der preisbereinigte Umsatzrückgang von 1,4 Prozent im Jahr 2025 ist bereits das dritte Minus in Folge für die Baumarktbranche. BHB-Vorstandssprecher Peter Abraham sieht die Verunsicherung der Verbraucher als Hauptgrund. Budgets flossen verstärkt in Urlaub, Freizeit und Gastronomie, während Anschaffungen fürs Eigenheim verschoben werden.
Die Baumärkte und Gartencenter mit mindestens 1.000 Quadratmetern Fläche setzten im Jahr 2025 insgesamt 20,58 Milliarden Euro um. Dies zeigt, dass die Branche weiterhin eine bedeutende Rolle im Einzelhandel spielt, auch wenn sie mit Herausforderungen zu kämpfen hat. (Lesen Sie auch: DZ Bank Gewinn: Rekord Dank Starker R+V…)
Was bedeutet das für Verbraucher?
Verbraucher profitieren kurzfristig von den niedrigeren Preisen bei Discountern und Online-Marktplätzen. Allerdings könnte die sinkende Nachfrage in Baumärkten langfristig zu einer geringeren Auswahl und schlechteren Beratung führen. Es bleibt abzuwarten, ob die Baumärkte Strategien entwickeln, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zurückzugewinnen.
Wie können sich Baumärkte behaupten?
Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen Baumärkte ihre Stärken ausspielen. Dazu gehören eine kompetente Beratung, ein breites Sortiment und hochwertige Produkte. Zudem könnten innovative Serviceangebote wie beispielsweise Mietwerkzeuge oder Online-Beratung die Attraktivität steigern. Eine Studie des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeigt, dass persönliche Beratung für viele Kunden weiterhin ein wichtiges Entscheidungskriterium ist.

Blick in die Zukunft
Ob sich die Baumarktbranche von dem aktuellen Umsatzrückgang erholen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine wichtige Rolle spielt die allgemeine Wirtschaftslage und die Konsumbereitschaft der Verbraucher. Auch die Fähigkeit der Baumärkte, sich an veränderte Kundenbedürfnisse anzupassen und innovative Konzepte zu entwickeln, wird entscheidend sein. Branchenexperten prognostizieren laut Reuters, dass sich der Wettbewerb im Einzelhandel weiter verschärfen wird. (Lesen Sie auch: Wolfgang Grupp Gysi: Was Sie über den…)











