Ein Vergleich der Benzinpreise in Deutschland und den Nachbarländern zeigt: Die Preisunterschiede an den Tankstellen verringern sich. Während die Preise hierzulande zu Beginn des Ukraine-Krieges schneller stiegen, holen Österreich, Dänemark und Co. nun auf.

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Kernpunkte
- Spritpreise in Deutschland stiegen anfangs schneller als im Umland.
- Nachbarländer holen den Anstieg nun auf.
- Unterschiedliche Steuern und Regulierungen beeinflussen die Preise.
- Ein europaweiter Benzinpreise Vergleich lohnt sich.
Wie haben sich die Benzinpreise im Vergleich zu den Nachbarländern entwickelt?
Wie Stern berichtet, zeigen Daten der EU-Kommission, dass die Spritpreise in Deutschlands Nachbarländern zuletzt deutlich angezogen haben. Besonders in Österreich gleichen sich die Anstiege an. Am 9. März zeigten die Daten noch deutlichere Unterschiede von 11,8 bis 14,1 Cent bei den meisten EU-Nachbarn. Inzwischen sind es nur noch 2 bis 7,3 Cent.
Warum sind die Kraftstoffpreise in Polen, Tschechien und Co. günstiger?
Die Kraftstoffpreise variieren von Land zu Land erheblich. In Polen, Tschechien, Luxemburg, Belgien oder Österreich sind die Kraftstoffe auch nach den jüngsten Preissteigerungen günstiger als in Deutschland. Das liegt vor allem an unterschiedlichen Steuern und Abgaben, die auf Kraftstoffe erhoben werden. Teilweise gibt es auch unterschiedliche Regulierungen zu Preisänderungen. (Lesen Sie auch: Folgen des Iran-Krieges: Spritpreise: Die Nachbarländer holen)
Nutzen Sie Apps und Webseiten, die die aktuellen Kraftstoffpreise in Ihrer Umgebung vergleichen, um die günstigste Tankstelle zu finden. Auch ein Blick über die Grenze kann sich lohnen.
Dieselpreise im Vergleich: Wo ist der Anstieg am höchsten?
Bei Diesel hat Deutschland nicht einmal mehr den höchsten Preisanstieg. Laut den Daten der EU-Kommission stiegen die Dieselpreise in Dänemark vom 23. Februar bis zum 16. März stärker als hierzulande. In Österreich ist der Anstieg nur noch geringfügig niedriger als in Deutschland.
Benzinpreise im Vergleich: Welche Rolle spielen Steuern und Abgaben?
Ein wesentlicher Faktor für die unterschiedlichen Kraftstoffpreise sind die nationalen Steuern und Abgaben. Jedes Land hat seine eigene Steuerpolitik, was direkte Auswirkungen auf die Endpreise an den Tankstellen hat. Diese Unterschiede können einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung haben, wo man tankt, besonders für Menschen, die in Grenznähe wohnen. Informationen zu den Energiesteuersätzen der einzelnen Länder bietet die Europäische Kommission hier. (Lesen Sie auch: Spritpreise Aktuell: Regierung plant neue Maßnahmen gegen…)
Die Energiesteuer ist eine Verbrauchssteuer, die auf den Energiegehalt von Kraftstoffen erhoben wird. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Kraftstoffpreise und variiert stark zwischen den einzelnen EU-Ländern.
Wie geht es weiter mit den Benzinpreisen?
Die weitere Entwicklung der Benzinpreise ist von vielen Faktoren abhängig, darunter die geopolitische Lage, die Rohölpreise und die nationale Steuerpolitik. Es ist daher schwierig, eine genaue Prognose abzugeben. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Preise weiterhin volatil bleiben werden.
Um auf steigende Kraftstoffpreise zu reagieren, kann man beispielsweise Fahrgemeinschaften bilden, auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder auf ein sparsameres Fahrverhalten achten. Auch die Wahl des richtigen Reifendrucks kann den Kraftstoffverbrauch senken. (Lesen Sie auch: Benzinpreise Aktuell: Reiche prüft hohe Preise Wirklich?)

Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Stern














